Ein verrückter Monat liegt hinter uns. Das habt ihr daran gemerkt, dass wir kaum Zeit hatten, uns hier im Blog und drüben bei Facebook zu melden. Untätig waren wir aber nicht:

Im Dezember 2021 haben wir

  • recherchiert: Rund um Düsseldorf, Köln und Bonn. Außerdem – Trommelwirbel – auf Mallorca!
  • geschrieben: am Manuskript für den Westerwald, in der Datenbank für die Ausflugsführer und schon an einem neuen Burgen-Manuskript
  • überarbeitet: den Pembrokeshire Coast Path. So viele Änderungen wurden nötig, weil sich die Pandemie so lange hinzieht. Kleinere B&B konnten sich nicht mehr halten, Ferienwohnungen wurden zu Mietwohnungen umgewandelt, Cafés schlossen für immer. Sogar eine Buslinie wurde eingestellt. Ich bin so traurig!
  • beantwortet: Erstaunlich viele Leserbriefe. Zuerst wunderte ich mich, wer denn jetzt alles reist. Bei dem Wetter! Aber bei näherer Betrachtung waren es vorwiegend Fragen, bei denen ich um Hilfe bei der Planung einer für 2022 geplanten Reise helfen sollte.
  • erlebt: aufregende Mikroabenteuer, z.B. ein Gipfelglück auf der Glessener Höhe und eine Wanderung in den Sonnenaufgang. Das bietet sich ja im Dezember an, dann muss man nicht so früh aufstehen ;o)
  • besucht (1): Die Kinder waren im Zirkus. Das war ein Schulausflug für alle Klassen und die Kinder hatten nachmittags viel zu erzählen. Die Große war fasziniert von der Akrobatik (kann ich verstehen, ich bekomme schon Rückenschmerzen vom Zusehen). Die mittlere verging vor Mitleid mit den Pferden, die nur im Kreis herum liefen und Angst vor der knallenden Peitsche hatten (kann ich besonders gut verstehen, das Mitleid – damals noch mit Raubkatzen und Hunden – hat auch bei mir verhindert, dass ich Zirkusbesuche genießen konnte). Die Kleine berichtete besonders aufgeregt von den beiden Busfahrten (okay, also sollten wir nicht immer nur die Straßenbahn nehmen?).
  • besucht (2): Das Comedia Theater*. Eine moderne Inszenierung von „Die Bremer Stadtmusikanten“. Herrlich kindgerecht, lustig, manchmal laut und doch nachdenklich.
  • besucht (3): Freunde auf Mallorca. Für den Flug hatte ich freie Mittelplätze gebucht und darauf bestanden, dass die Kinder an Bord die Maske nicht abnehmen.
  • besucht (4): Das Aquarium in Palma. Bei den vorigen Recherchereisen standen die Wanderungen absolut im Vordergrund und die Kinder waren noch so klein. Aber jetzt passte es perfekt.
  • verloren: Leider hat meine Mutter wohl beim Aussteigen oder im Theater ihren Indalo-Anhänger verloren. Den hatte sie noch von meinem Vater geschenkt bekommen, ein unwiederbringlicher Verlust, ich kann ihr ja nicht einfach einen neuen Anhänger kaufen, das wäre ja nicht Papas Indalo.
  • gegruselt: Vor Monstern und Hexen haben sie keine Angst. Aber wenn die Nachbarin als Nikolaus verkleidet vor der Tür steht, vergehen sie vor Angst…
  • gefeiert (1): Am 2. Advent waren wir zum Frühstück eingeladen. Hach, is dat schön, mit Freunden Advent zu feiern!
  • gefeiert (2): Einen Hexengeburtstag bei einer neuen Klassenkameradin der Zwillinge. Sie hatte sich schon letzten Dezember eine Harry Potter Party gewünscht, die dann ja ausfallen musste. Die Eltern hatten also über ein Jahr Vorbereitungszeit und legten sich mächtig ins Zeug.
  • gefeiert (3): Weihnachten. Ganz gemütlich zuhause. Ohne Aufwand. Mit Würstchen und Kartoffelsalat. Ohne Kinderchristmette, denn das Krippenspiel wäre ohnehin nur virtuell gewesen, dann müssen wir auch nicht unnötig das Virus in der Kirche suchen.
  • gefeiert (4): Silvester. Mit Lagerfeuer, Zinngießen und albernen Fotos. Bis Mitternacht hat es diesmal zwar niemand geschafft, aber hier im ländlichsten Teil Mallorcas wurden wir auch nicht von Böllern geweckt. HerrlIch!
  • nachgedacht: über Kindheitstraumata, die vollkommen verborgen waren und nun nach und nach an die Oberfläche kommen. Ich scheine jetzt erst reif dafür zu sein.
  • geboostert: Gleich am 1. Dezember hatte ich endlich meinen Termin. Hurra! Diesmal mit Moderna. Auch ein gutes Stöffchen, knallt sogar mehr als Biontech, diesmal hatte drei Tage einen warmen, muskelkatrigen Arm.
  • gefunden: Eine neue, sehr nette und kompetente Frauenärztin.
  • aufgeatmet: Der Check bei der Hautärztin ergab zwei Auffälligkeiten, die kurzerhand abgesäbelt wurden. Beim Fädenziehen zwei Wochen später war der eine Befund negativ, beim anderen – leider positiv – stand fest, dass weit genug geschnitten wurde. Wie gut, dass ich mich endlich mal wieder zum Hautkrebs-Screening durchgerungen hatte, letztes Jahr hatte ich es vor lauter Pandemie einfach verschlampert. Hätte ich das dieses Jahr auch gemacht, hätte es gefährlich werden können.
  • geholfen: Ich darf bei der Erstellung der Schulzeitung „Spätzchen“ mithelfen. Das ist genau mein Ding. Beiträge der Kinder in der Schule abholen, sortieren, sehr dünn geschriebene Texte nachspuren, über versaute Witze ohne Pointe und unsere Zensurberechtigung diskutieren, alles von der Druckerei abholen,… Deshalb habe ich selbst für jeden Jahrgang ein Preisrätsel entworfen und Preise gestiftet. Unser Schreibwarenladen im Ort fand die Idee so gut, dass von dort auch noch vier Preise kamen
  • eingekauft: Ich hasse Einkaufen. Aber vor Weihnachten muss es leider sein. Denn ich mag keine ausgestorbenen Ortszentren. Also muss ich auch im kleinen stationären Einzelhandel einkaufen. Das ist sehr zeitaufwändig. Und Zeit ist ein Gut, an dem bei mir immer Mangel herrscht. Ich habe sehr viele wunderschöne Dinge gefunden, die ich online noch nicht einmal gesucht hätte. Und das Aussuchen des Weihnachtsbaums auf dem Acker der Jugendfeuerwehr war auch in diesem Jahr der reinste Genuss.
  • gezeichnet und entworfen: vier Rätsel für die Schulzeitung „Spätzchen“. Der Spatz ist das Schultier der Don Bosco Schule* und ich darf im Redaktionsteam mithelfen. Das ist eine Aufgabe, der ich gewachsen bin: Die Beiträge der Kinder sichten und sortieren, von der Stadtdruckerei abholen,… Mein Vorschlag, für jedes Schuljahr ein Rätsel einzubauen, wurde mit einem freudigen „Gerne, mach mal!“ beantwortet. Also habe ich vier meiner Bücher als Preise ausgelobt und vier Rätsel zum Thema Spatzen gezeichnet. Für das 1. Schuljahr natürlich leichter als für das 4. Schuljahr. Unser Dorf-Schreibwarenladen greift auch mit vier Preisen ein, also gibt es schon mindestens zwei Sieger pro Jahrgang.
  • gemalt: ganz viele schöne Bilder, auch das Beitragsbild von Aurelia. Ich habe es ausgewählt, weil es Teil meines Adventskalender war. Sie hat mir für jeden Tag im Advent einen kleinen Zettel mit süßen Sprüchen oder hübschen Zeichnungen gestaltet. An den letzten vier Tagen gab es große Gemälde. Für dieses Bild hat sie sich extra vom Taschengeld Glitzerstifte gekauft..
  • gebastelt: Wir sind immer noch im Diamont Painting Fieber. Das Bild für Stephie wurde rechtzeitig fertig, nun liegt hier eins für Oma, das aber wahrscheinlich erst zu ihrem Geburtstag fertig werden wird.
  • eingepackt: etliche Weihnachtsgeschenke – und ein Geburtstagsgeschenk. Denn Aurelias Freundin Jo hat am 25. Dezember Geburtstags. Damit sie vom Kalender nicht um ihren Geburtstag betrogen wird, habe ich Aurelia natürlich erlaubt, an diesem Tag nachmittags Weihnachten gegen Geburtstag zu tauschen.
  • ausgepackt: ein wundervolles Überraschungspaket von einem DRK-Kollegen, den ich seit mehr als 15 Jahren nicht mehr gesehen habe. Vielen Dank!
  • ermittelt: Erneut für Escapemail*.
  • gerettet: nichts weniger als den Weltfrieden. Da wir bei Agent Y* in der Agentendatei stehen und ganz in der Nähe wohnen, waren wir in Brühl im Einsatz. Eine Zeitreise ins Jahr 1989 war nötig, um in eine Schläferwohnung einzudringen und ein Attentat auf eine im Schloss Augustusburg stattfindende Friedenskonferenz zu verhindern. ist das Abschluss-Polaroid nicht herrlich unscharf – ganz wie es sich für ein über 30 Jahre altes Exemplar gehört?
  • abgelegt: Die Prüfung für den „Club der jungen Detektive“ als Testspieler für den Rätselraum Ruhrpott*
  • gespielt:  Dobble*, Da ist der Wurm drin*, Space Escape*, Schnappt Hubi!*, Slotter*, Uno*, Wer war’s?*, Brio*, Lotti Karotti*, Memory*, Monopoly*, Boule, Cross-Boule*, Basketball (im Haus, bis ein Weinglas fiel!), Frantic*, Hüpfekästchen, Spinderella*, …
  • geerntet: Himbeeren (ist das nicht verrückt im Dezember?), Kakis, Lorbeerblätter, Feldsalat, Austernseitlinge und Kastanienseitlinge aus eigener Zucht. Und dann bei unseren Freunden auf Mallorca Zitronen und Orangen!
  • gekocht: Marmelade, Konfitüre und andere Obstleckereien, außerdem viele köstliche Pilzgerichte. Und mit der Chamsbox* ging es diesmal nach Dänemark. Leute! Essen die Dänen wirklich soooo viel Lakritze? Igittigittigittigittigittigittigittigit!
  • getrunken: Das köstlichste Gesöff seit der Erfindung des Whiskys. Also, mal langsam: Zum einen hat mich meine Freundin Alexandra mit einem Minifläschen feinsten Single Malts überrascht. Zum anderen habe ich auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Benrath eine echte Köstlichkeit von O’Donnels* entdeckt. Von außen sieht es aus wie große Honigtöpfe, innen ist aber leckerer Schnaps. Mehr dazu, wenn es hier wieder ruhiger zugeht.
  • gefuttert: Unsere Hunde haben verstanden, dass Oma in den quadratischen Alupackungen ganz besonders leckeres Futter für sie hat. Sie hatte einen Vorrat eingekauft, der eigentlich bis ins neue Jahr reichen sollte (36 Stück). Nach dem Einkaufen parkte sie ihn auf der Treppe, um den Kaninchen das mitgebrachte Möhrengrünzeug zu geben. Ich räumte so lange meine Einkäufe aus und wunderte mich, als Bathida mit einer solchen Packung in der Schnauze an mir vorbei ging. Verständnislos brummte sie, als ich ihr die Packung abnahm, ging dann aber wieder in Omas Flur – und holte sich eine neue Packung. Dort saß der kleine schwarze Hund sehr zufrieden zwischen 19 an- und aufgefressenen Packungen. Die beiden hatten ihren Weihnachtsschmaus also selbst organisiert…

*Werbung? Ja sicher! Und zwar aus voller Überzeugung, weil ihr ruhig wissen solltet, wer uns das Leben schwer oder schön macht. Ich werde für die Nennung der Namen, Firmen oder Produkte nicht bezahlt.

2 thoughts on “Unser Dezember 2021

  1. Habt ihr mal im Fundbüro gefragt? Es gibt tatsächlich Menschen, die Fundsachen abgeben. Und nach einer Weile werden sie versteigert, wenn sie niemand abholt.

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