Seid ihr gut ins neue Jahr gekommen. Wir haben den Jahreswechsel verschlafen, kein einziger Böller hat uns geweckt. Fantastisch!

Im Januar 2022 haben wir

  • recherchiert: Auf Mallorca, im Rheinland und im Westerwald.
  • geschrieben: am Manuskript für den Westerwald, in der Datenbank für die Ausflugsführer und am Burgen-Manuskript für das Bergische Land
  • überarbeitet: den Pembrokeshire Coast Path. Die Änderungsmails fluteten mein Postfach und ich dachte, ich würde nie mehr fertig. Wo gar keine Antwort kam, erfuhr ich bei meinen Anrufen meist, dass die B&B keine Gäste mehr aufnimmt. So traurig!
  • verflucht: Die Coronafolgen, denn auch in Snowdonia schließen viele uralte Restaurants und Cafés für immer, die mir sehr ans Herz gewachsen waren.
  • kontrolliert: zwei Kartenentwürfe der Kartografin.
  • beantwortet: Einige Leserbriefe von Menschen in der Reisevorbereitung und von zwei Erbsenzählern, die ein ungenaues Datum bzw. einen Zeichensetzungsfehler beanstandeten. Wow, dafür hätte ich auch gerne mal Zeit…
  • erlebt: aufregende Mikroabenteuer, z.B. eine Nachtwanderung und eine Wanderung über den Wolken
  • gejubelt: Aurelia war zum Jahreswechsel in der Lokalzeitung:
  • fotografiert: Dafür musste ich das Kind in allen erdenklichen Lieblingsposen fotografieren. Sie hat also auch schon ganz eigene Vorstellungen von Fotos, wenn sie selbst darauf zu sehen ist. Diese hier zum Beispiel

  • besucht: Meine Mutter geht ja kaum noch vor die Tür, weil ihr dieses ständige Maskentragen lästig ist. Ich war soooo froh, dass wir gemeinsam bei der jährlichen Hänneschen*-Sitzung waren.
  • geflucht: Da gilt überall G2+ und wir sind froh, dass unser Booster in dieser Regelung als + anerkannt wird. Doch das Hänneschen*-Theater hat eigene Regeln: Auch geboosterte Zuschauer müssen zum Test. Das wurde aber nicht kommuniziert. Und so kamen wir zwar pünktlich zur Vorstellung am Theater an, wurden dann aber wieder weggeschickt, um uns testen zu lassen. Da standen wir dann in einer langen Schlange (die Hälfte der anderen Wartenden ebenfalls mit Hänneschen-Tickets in der Hand) beim Testzentrum, danach mussten wir noch 20 Minuten bis zum Ergebnis warten. Die erste Hälfte der Sitzung war vorbei, als wir endlich den Saal betreten durften.
  • gekündigt: Meine Mutter war so sauer, dass sie sofort ihre Mitgliedschaft im Hänneschen*-Förderverein gekündigt hat. 62 Euro hatte sie für die Karten bezahlt, dazu den Jahresbeitrag für den Förderverein. Und dieser ist nicht dazu in der Lage, seine Mitglieder über die vollkommen unerwartet strengen 2G++ Regeln zu informieren. Die hatten es nicht einmal nötig, auf unsere Mail zu antworten. Es scheint also nicht allen Kultureinrichtungen schlecht (genug für eine gute Kundenbindung) zu gehen
  • geschlemmt: Die Hänneschen*-Sitzung war deshalb gar nicht so schön für uns. Wir haben es uns aber danach schön gemacht. Und zwar mit Hämchen, Schnitzel und Kölsch beim Brauhaus Früh*. Auch da waren wir ewig nicht mehr und kamen dann sogar noch nett mit einem Köbes ins Gespräch. Richtig gelesen: „Köbes“ und „nett“ passt zusammen. Der hat uns zwar die zwei Stangen Kölsch hingestellt, ohne vorher eine Bestellung aufzugeben, aber dafür gehen wir ja auch ins Brauhaus. Doch dann war er froh, zwischen all den Süddeutschen, Niederländern und Chinesen tatsächlich „Eingeborene“ bedienen zu dürfen, die dann auch noch seine Sprache verstanden. Glück pur für uns alle drei!
  • entschieden: Das erste Halbjahr in der deutschen Schule liegt hinter den Kindern und uns wird erst richtig bewusst, wie schlecht die britische Schule für Aurelia war. Dort ist all die Jahre niemandem aufgefallen, wie wenig sie in Mathe und Deutsch kann. Oder das Niveau ist dort allgemein so niedrig… Immerhin: In Englisch, Sport und Kunst bekommt sie gute Noten, aber was in einer deutschen Schule im Deutschunterricht und im Mathematikunterricht verlangt wird, spielt in einer ganz anderen Liga. Wir sitzen jeden Nachmittag 1-2 Stunden hier und versuchen, fehlenden Stoff aufzuholen, aber es ist einfach zu viel. Schweren Herzens haben wir deshalb entschieden, dass sie in die Klasse 3 zurück geht, um eine vernünftige Basis zu legen.
  • gehisst: die Weiße Fahne. Was die Coronapolitik mit Lehrern, Schülern und Eltern macht, ist schlimm.
  • gelitten: Unter Fernweh nach Mallorca
  • getrauert: Karin Kirchhübel, mit der ich vor 29 Jahren die Schulung zu DRK-Betreuungsausbilderinnen machte, starb völlig unerwartet mit nur 63 Jahren. Ich bin sehr traurig.
  • gefeiert (1): Eine Kindergartenfreundin der Zwillinge wohnt jetzt auf Mallorca und hatte sie zum Geburtstag eingeladen. Anfang Januar mit Sonnenbrille, Hüpfburg und Würstchen vom Grill. Welch eine Sause! (Nein, ich bin nicht neidisch auf diesen Luxus. Es ist schön, an manchen Tagen einen Eindruck vom Leben der (Erfolg-)Reichen zu haben. Aber tauschen möchte ich nicht.)
  • gefeiert (2): einige Kindergeburtstage mit Freundinnen aus der neuen Schule.
  • thematisiert: Im vergangenen Monat hatte ich mein Kindheitstrauma schon angedeutet, nun ist es raus: Ich bin ein Verschickungskind.
  • gebucht: einen VHS-Kurs und mich dabei an ein versehentliches Autogenes Training erinnert.
  • entdeckt: Die längste Wasserrutsche in ganz Köln. Und zwar im Agrippabad. Die ist aber nichts für empfindsame Menschen, die ihren Kinder unter 7 Jahren begleiten müssen. Nach dem dritten Rutschen war mir so schlecht, dass ich zur Vorbereitung des nächsten Besuchs ernsthaft über Reisetabletten nachdenke.
  • gemalt: ganz viele schöne Bilder, wie immer
  • aufgebaut: Das Christkind hatte den Kindern einen Basketballkorb geschickt. Der traf aber erst ein, als wie schon abgereist waren, also bauten wir ihn in der ersten Januarwoche auf. Nun werfen die Kinder immer ein paarmal auf den Korb, bevor sie zur Schule gehen oder von dort zurück kommen.
  • gebastelt: Lustige Pinguine und Eulen aus Müll
  • ermittelt: Erneut für Escapemail*.
  • gerettet: mindestens ein Menschenleben. Ganz bequem, durch Blutspende.
  • berichtet: über unsere Prüfung für den „Club der jungen Detektive
  • vorgestellt: Das Spiel Klask, das wir schon lange kennen und uns nun endlich gegönnt haben
  • gespielt:  Klask*, Dobble*, Da ist der Wurm drin*, Space Escape*, Schnappt Hubi!*, Monsterjagd*, Slotter*, Uno*, Wer war’s?*, Brio*, Lotti Karotti*, Memory*, Monopoly*, Boule, Cross-Boule*, Basketball, Frantic*, Hüpfekästchen, Spinderella*, Quartett, Das kleine böse Puzzle*…
  • geerntet: Lorbeerblätter, Kräuter, Feldsalat und Austernseitlinge aus eigener Zucht.
  • gebacken: Den fiesen Baum aus Harry Potter 2 und die Brille von Harrys Freundin Luna mit transparenten, bunten, essbaren Brillengläsern

*Werbung? Ja sicher! Und zwar aus voller Überzeugung, weil ihr ruhig wissen solltet, wer uns das Leben schwer oder schön macht. Ich werde für die Nennung der Namen, Firmen oder Produkte nicht bezahlt.

1 thought on “Unser Januar 2022

  1. Da hattet Ihr ja einen sehr ausgefüllten Monat gehabt.

    Das mit dem Hänneschentheater ist ja doof gelaufen. Ich weis schon warum ich immer wenn ich mich in größerer Gruppe (ab 4 Personen) oder in einer größeren Lokation (zB. Essengehen) treffe, trotz Booster, einen offiziellen Test machen lass.

    Das mit der Schule ist sicher eine gute Idee, weder mir, meiner Schwester noch meinem Neffen haben das geschadet ein Jahr zu wiederholen und manchmal wäre es sicher besser gewesen wir hätten schon zum Halbjahr gewechselt.
    Außerdem war Einstein auch schlecht in Mathe!!!

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