Langsam komme ich wieder im Leben an. Alles dauert noch etwas länger als gewohnt. Pacing ist echt ein Fremdwort für mich, das muss ich üben wie eine Fremdsprache. Ich setze zwangsläufig meine Prioritäten anders. Die Ferien sind daher nicht komplett mit Recherchen verplant, sondern mit Familienausflügen. Zwar vorwiegend zu Zielen, die auch in einem der Bücher vorkommen, aber mit viel mehr Zeit. Unterm Strich ist das ein echter Gewinn für uns alle.

Im Juli 2022 haben wir

  • recherchiert: In der Eifel, im Rheinland, im Westerwald und im Bergischen Land.
  • geschrieben: so gut wie nichts. Die Konzentration fällt mir am Rechner noch sehr schwer. Wandern geht auch noch nicht. Aber das Autofahren klappt jetzt schon mit immer weniger Pausen.
  • überarbeitet: Einen Reiseführer, der quasi abgesoffen ist, weil er genau die im Juli 2021 überflutete Region zwischen Erft, Ahr und Rhein abdeckt Hier haben insbesondere Erft, Ahr und Urft brutale Schäden angerichtet.
  • sortiert: Fotos von all unseren Ferien-Ausflügen.
  • beantwortet: die Fragen der Verlegerin, der Lektorin und der Kartografin, außerdem fünf Leserbriefe.
  • gegeben: Die Kinder haben einer Redakteurin der SZ (Süddeutschen Zeitung)* in einem Zoom*-Interview zahlreiche Fragen zum Thema „Mikroabenteuer“ beantwortet.
  • erlebt: wir haben bewusst uns in einige Mikroabenteuer begeben, z.B. haben wir nach der Quelle unserer Erft geforscht, und erlebten außerdem noch einige unvorhergesehene Abenteuer
  • übernachtet: Mindestens einmal pro Woche auf dem Trampolin. Nicht immer bis zum Frühstück, denn einmal regnete es nachts und einmal mischte uns die Nachbarskatze auf.
  • betreut: den Schülergarten. Unmittelbar vor den Ferien waren dort Pflanzen für einen vierstelligen Betrag gepflanzt worden und Aurelia machte sich Sorgen, dass sie in den Ferien unversorgt bleiben. In den ersten drei Ferienwochen wässerte der alte Hausmeister die neuen Pflänzchen, leider nicht an den heißen Wochenenden. Als wir übernahmen, waren etliche Pflanzen schon eingegangen. Einige waren nicht tief genug gepflanzt worden, andere standen am falschen Standort oder in viel zu hartem Boden, wieder andere hätten in der Anwachsphase auch am Wochenende dringend Wasser gebraucht. Wir haben zusammen mit dem neuen Hausmeister zweimal am Tag gegossen, den Boden aufgelockert und konnten manch ein Pflänzchen retten. Für die Nelken und einige andere besonders empfindliche Pflanzen kam leider jede Hilfe zu spät.
  • vergessen: Ich bin immer noch so vergesslich, dass ich mir alles aufschreiben muss. Wenn ich dann aber noch vergesse, in den Kalender zu schauen, bin ich verloren. Manchmal kommt dann ganz unerwartete Rettung: Stellt euch vor, ihr meldet Sperrmüll an, tragt den Abholtag in den Kalender ein, überseht den Eintrag – und dann kommen die Müllmänner doch tatsächlich klingeln und fragen nach dem Müll?! Großartig!!! Vielen Dank!
  • erledigt: insgesamt 12 Arzt-/Zahnarzttermine. Das ist das Schöne an Ferien, in denen man nicht verreist. All die Arzttermine, die sonst nach der Schule erledigt werden müssten, können nun entspannt tagsüber erledigt werden.
  • gelitten: Oma hat wieder Probleme mit ihrem Kiefer, das ist eine Nebenwirkung ihrer Osteoporose-Medikation. Diesmal reichte die ambulante OP beim Kieferchirurgen leider nicht aus, es gab einen Rückfall und sie musste für eine größere OP mit intravenöser Antibiose für einige Tage in die Uniklinik. Es war schrecklich für uns alle! Oma langweilte sich im Einzelzimmer mit Domblick fast zu Tode – die Hunde beklagten eine Unterversorgung mit Leckerli – die Kinder beschwerten sich darüber, dass sie so viel selbst machen mussten, was ihnen sonst die Oma abnimmt – und ich hatte nun plötzlich gleich zwei Gärten zu wässern und versorgen!
  • gelernt: nö, Ferien! Naja, wollen wir es ‚mal relativieren, für die Schule wurde nichts gelernt. Aber fürs Leben, z.B. dass die Kinder in früheren Jahren in der Landwirtschaft, im Handwerksbetrieb und in der Schiefermine mitarbeiten mussten.
  • geschrieben: Halt, vielleicht aber doch etwas getan, was gut für die Schule ist: Alle drei haben jeden Tag aufgeschrieben, was sie erlebt haben. Daraus sind schöne dicke Tagebücher entstanden, schön gestaltet mit Malereien, Zeichnungen, Eintrittskarten und Prospekten.
  • gefeiert: Omas Geburtstag, sie wurde 91 Jahre! Hurraaaaa! Sie hatte sich eine Schiffstour auf dem Rhein gewünscht, also fuhren wir mit unserem 9-Euro-Ticket zum Bonner Hauptbahnhof und stiegen dort ins Schiff. Bei bestem Wetter ging es mit Sonnenschein und Wind nach Linz und zurück.
  • genossen: Einen Ausflug nach Schloss Burg an der Wupper* mit Silke. Leider sind wegen Umbaumaßnahmen viele besonders schöne Bereiche der Burg geschlossen, aber die Seilbahnfahrt und die Bergische Kaffeetafel entschädigten dafür.
  • gefahren: auch viele andere Strecken haben wir mit dem 9-Euro-Ticket zurückgelegt. Wir hätten es gerne öfter genutzt, aber der Nutzen minimiert sich, wenn wir z.B. für eine Strecke, die mit dem Auto in 35 Minuten zu erreichen ist, fahrplanmäßig 2:40 h benötigen und am selben Tag nicht einmal zurück kommen.
  • getrauert: um meinen Ziehvater Kurt Köhler, von dem ich mich leider nicht verabschieden durfte.
  • aufgestellt: nach dem Erscheinen der Todesanzeige im Kölner Stadtanzeiger* konnte ich ihm zumindest virtuell bei wir trauern eine Kerze aufstellen. Neumodischer Larifari? Nein! Das tat mir gut und war wichtig für meinen Trauerprozess.
  • gebaut: Bei einem Besuch im Freilichtmuseum Kommern* durften die Kinder Steckenpferde bauen. Meine Mutter erkannte sofort, dass es dieselbe Bauart war, die sie aus dem Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit in Erinnerung hatte. Wir bekamen es supernett erklärt und am Ende hatten alle drei Kinder ein wunderschönes Steckenpferd. So war der Rückweg auch nicht mehr so anstrengend, denn sie mussten ja gar nicht laufen, sondern konnten reiten ;o)
  • gedreht: Im Freilichtmuseum Lindlar* haben sich alle drei Kinder in der Seilerei ein eigenes Springseil gedreht. „Das hüpft sich viel besser als Seile aus Plastik.“, sagt die Kleinste und die beiden Großen nicken.
  • besucht: die Römervilla* in Ahrweiler, das Vulkanhaus* in Strohn, das Maarmuseum* in Manderscheid, die LVR-Freilichtmuseen* in Kommern und Lindlar, den Regierungsbunker* in Ahrweiler, das Ofen- und Eisenmuseum* in Hüttingen, das Handwebmuseum* in Rupperath. Das Erstaunliche daran? Die Kinder haben nur ein einziges Mal „Das Museum war langweilig“ ins Tagebuch geschrieben. Alle anderen Museen konnten ihr Interesse wecken, sei es mit dem Ausstellungsthema, der Präsentation der Exponate, einer mitreißenden Führung oder einer gut gemachten Rallye.
  • erzählt: Mein ultimativer Tipp für den Museumsbesuch mit Kindern: Nehmt einen uralten Menschen mit, der in seiner Kindheit noch all die Dinge selbst in der Hand hatte, die dort ausgestellt sind. Oma kam gar nicht aus dem Erzählen heraus, wenn sie mit Kohle gefüllte Bügeleisen, Waffeleisen für den Kolzofen, etc. sah.
  • gewebt: Spannend ist auch, was man in einem Museum über seine Kinder erfährt. Im Handwebmuseum erzählte uns Aurelia , während sie ein Band webte, dass sie in der Schule einen Handwebrahmen hat und gerne damit webt. Ohne diesen Museumsbesuch hätte ich das wahrscheinlich nie erfahren.
  • umarmt: die Lavabombe in Strohn. Wenn man sie schon nicht hochheben kann, wird sie eben umarmt. Wir waren nur zu viert, also mussten wir immer wieder neu ansetzen und kamen zu dem Ergebnis, dass 15 Kinder nötig sind, um sie einmal komplett zu umarmen.
  • erkundet: Die Grube Silberhardt* im Bergischen Land und den Schieferstollen* in Recht. Meine Kinder lieben es, an heißen Tagen die Jacke anzuziehen, den Helm aufzusetzen und in ein Besucherbergwerk einzufahren. Fast mussten wir die private Führung durch den Stollen vorzeitig abbrechen, weil sich unsere Recherchehelfer keine Gedanken über die Temperaturen unter Tage gemacht hatten und schon nach einigen Metern erbärmlich froren. Wie praktisch, dass ich so gut gepolstert bin und dem Jungen meine Jacke abgeben konnte, die sogar noch einen Teil der nackten Beine bedeckte.
  • uns gewundert: darüber, dass wohl andere Familien die dunkle Welt im Berg nicht mögen. Wir bekamen eine fantastische Caving-Tour durch die Kluterthöhle* in Ennepetal für 5 bis 15 Kinder ab 8 Jahren angeboten, fanden aber nur zwei Kinder, die mitmachen wollten. Traurig sagte ich wieder ab und wir warten nun mit dieser Recherche, bis die Zwillinge (und ihre rechercheerprobten Freunde) 8 Jahre alt sind.
  • besichtigt: die Obstweinkellerei Am Wässerchen* in Eschfeld. Leider gibt es dort nur in der Erntezeit viel zu sehen, aber der Saft, Wein und Likör schmeckt immer noch köstlich!
  • trainiert: in der 2. und 3. Ferienwoche fand sogar das Basketballtraining statt, prima, wir dachten, in den Ferien wäre auch Trainingspause.
  • gespielt: zwischen all den Ausflügen hatten die Kinder immer noch genug Zeit, um im Garten, mit Freunden und auf dem Spielplatz zu spielen. Sogar unangetastete Geschenke aus den letzten drei Jahren wurden ausgegraben, um sie endlich zur Hand zu nehmen, bzw. zusammenzubauen. Auch unterwegs fand sich immer wieder ein netter Spielplatz.
  • geschlendert: ja, wandern kann man es echt nicht nennen, wenn man neben einem Esel geht, auch wenn die netten Damen vom Kartsteinhof* es Eselswanderung nennen. Schön war es trotzdem – und wir haben dort die „buntesten Hühnereier ever“ gekauft.
  • geküsst: Den Frosch am Holzmaar, er will und will aber auch in diesem Jahr weder Prinz noch Prinzessin werden. Wir bleiben dran…
  • gestaunt: Die Recherchen für das Buch „Eifel mit Kindern“ führten uns zum Pumspeicherkraftwerk der SEO* im luxemburgischen Stolzembourg. Wie Strom entsteht und auf die Minute genau hergestellt werden kann, faszinierte die Kinder sehr – umso mehr, als Stromsparen und Energiekrise ja momentan in aller Munde ist. Unser Ansprechpartner war sehr gewissenhaft, deshalb ließ er uns in einen Konferenzraum führen, wo wir erst einen 22 Minuten langen Film ansehen mussten, in denen wir über alle Sicherheitsregeln der SEO* ins Bild gesetzt wurden. Wir wissen nun, welche interne Telefonnummer wir im Notfall anrufen müssen, auf wie viele Meter wir uns dem Ober- oder Unterbecken ohne Schwimmweste annähern können und in welchen Werksteilen wir nicht schweißen dürfen. Sogar Mitarbeiterausweise wurden uns ausgestellt. Erst danach fuhren wir mit ihm auf dem Werksgelände um die beiden Oberbecken und durften sogar auf luftigen Gitterstegen und Leitern zu der Stelle laufen, an der das Wasser 300 m über der Kaverne mit den Stromgeneratoren steht. Technik, die begeistert!
  • gefahren: Sessellift, gleich dreimal, zuerst nach unserem SEO*-Besuch in Vianden, dann auf dem Weg zum Schloss Burg und schließlich in Cochem. Witziges Detail: Es sind ja hier außerhalb der Alpen immer Zweierlifte und es gibt keine Konzepte für allein reisende Mütter mit drei Kindern. Denn Kinder unter 12 Jahren müssen mit einem Erwachsenen fahren. In Burg war es kein Problem, weil wir drei Erwachsene mit drei Kindern waren, das passte genau. In Vianden setzte der Mann in der Talstation kurzerhand Aurelia, Nele und mich nebeneinander und Cari auf meinen Schoß. So konnten vier zu viert auf einem Zweiersitz fahren. Das ging in Cochem nicht. Hier wurde mir an der Kasse vorgeschlagen, ohne extra Berechnung mit jedem Kind einzeln (oder mit zweien) nach oben zu fahren, wieder runter zu kommen und das nächste Kind hochzubringen (ich wagte gar nicht, mir vorzustellen, wie sich die jeweils anderen beiden Kinder allein an der Tal- bzw. Bergstation fühlen, während ich mit der dritten unterwegs bin). Zum Glück waren genug andere Reisende mit ungeraden Personenzahlen unterwegs, so konnte ich mit den Zwillingen bergauf fahren, während Aurelia ein angeregtes Gespräch über unsere Recherchen mit einer netten Mutter aus einer anderen Familie führte. Bergab suchte sich Cari einen niederländischen Vater aus, mit dem sie Englisch quatschen konnte, während ihre beiden Schwester mit mir ins Tal schwebten.
  • angeschaut: drei Kindertheaterstücke auf Freilichtbühnen, die Bühnen und Inszenierungen hätten kaum unterschiedlicher sein können, aber jeder Besuch war auf seine Weise großartig. Und keiner der Intendanten konnte sich Seitenhiebe auf die Genderdebatte verkneifen, zum Teil zum Piepen komisch! Bei Pippi Langstrumpf* auf der Naturbühne Blauer See* in Ratingen war uns allen die Geschichte wohlbekannt. Dass aber der Kleine Onkel von einem echten Apfelschimmelpony gespielt wird und beim starken Arnold die Melodie von Rocky* gespielt wird, war schier unvorhersehbar. Das Horizont Theater* aus Köln bot wieder ein Sommertheater auf der Burg Satzvey* an. Das Stück (Der Zauberer von Oz) war zwar schön, aber wir waren enttäuscht darüber, dass die Burgbäckerei geschlossen war, obwohl sie letztes Jahr nicht überflutet worden war. Die übliche Autogrammstunde der Schauspieler nach der Aufführung riss aber alles wieder heraus. Als Abendstück sahen wir uns den Räuber Hotzenplotz* auf der Freilichtbühne Schuld* an. Das war mir nach den schweren Flutschäden ein Herzensanliegen. Unten im Ort ist die Katastrophe noch allgegenwärtig, gesperrte Straßen, Baustellen und eine Telefonzelle mit Tausch- und Verschenksachen wie Kaffeemaschinen, Kinderspielen und Hockern. Natürlich haben die Kinder sofort das ganze Auto nach Hörspiel-CDs und anderen potentiellen Spenden durchforstet.
  • gerutscht: Auf der Sommerrodelbahn in Daun. Leute! Wenn ich ‚mal meine gesammelten Angstschreie hören wollt, schaut mir zu, wenn Cari am Geschwindigkeitshebel sitzt. Mit ihr schießt man nahezu ungebremst ins Tal!!!
  • geklettert: Die Kinder hatten immer noch schlechte Erinnerungen an den Kletterwald Freiraum Erlebnis* in Hennef, ich musste also erst einmal Erinnerungen an die schönen anderen Kletterwälder (z.B. in Brühl und Odenthal) wecken, um sie zu neuen Versuchen bequatschen zu können. Das gelang mir zum Glück auch und wir genossen einen großartigen Kletternachmittag im Kletterwald Wald-Abenteuer* in Bad Neuenahr. Wir kommen wieder, sobald ich abgenommen und die Kinder zugenommen haben, damit wir alle einmal auf der langen Seilrutsche über die Paradieswiese fliegen können. Zwei Wochen später im Kletterwald Hürtgenwald* dann wieder der nächste Tiefschlag: Ein unmotiviertes junges Ding trennt die beiden Kleinen bei der Einweisung von uns Großen, hilft nicht beim Anlegen der Gurte und überprüft nicht deren sicheren Sitz. Einen speziellen Kinderparcour gibt es nicht, die Kinder klettern im Anfängerparcours mit. Cari rutscht gleich beim zweiten Element fast aus dem Gurt und hat danach so viel Angst, dass sie nur noch runter will. Sie wird zwar abgeseilt, aber auch danach sind wir verwundert darüber, dass anfangs nur eine Betreuerin für den ganzen Kletterwald zuständig ist und diese in der letzten Kletterstunde auch noch unauffindbar ist.
  • gefüttert: natürlich waren wir auch in Wildparks. Am schönsten war es im Hochwildpark Kommern*, dort waren wir am ersten Ferientag die einzigen Gäste und die Tiere kamen hungrig und neugierig auf uns zu. Blueberry war selig vor Freude über eine solche Abwechslung, sie beschnüffelte jede Ziege und jedes Kamerunschaf einzeln. Auch die Wildparks in Daun, Bad Marienberg und Leverkusen waren ganz nett.
  • gebaut: Wasserfilter, Behelfsunterschlupf,… bei einem spannenden Wildnistag. Auch Feuermachen und Bogenschießen war dabei.
  • erzählt: mehr als ein Dutzend Märchen der Brüder Grimm, als wir uns den Märchenwald Bad Breisig* ansahen und danach auf dem Märchenweg gewandert sind.
  • entspannt: Mir war mulmig zumute, als ich mit den Kindern zu einem Besuch in der Vulkaneifeltherme* in Bad Bertrich fuhr. Therme? Mit Kindern? Kann das gut gehen? Oder werden sie ständig zur Ordnung gerufen? Die Dame am Telefon hatte betont, dass man sich sehr darum bemühe, den Aufenthalt in der Therme auch für Kinder angenehm zu gestalten. Mit unserem Erscheinen drückten wir das Durchschnittsalter der Anwesenden etwa auch 70 Jahre. Aber der nette Schwimmmeister versorgte die Kinder sofort mit Schwimmnudeln, Ball, Tauchringen und Schwimmbrett. Am Ende schloss er uns sogar extra die Saunalandschaft auf, damit wir noch eine halbe Stunde das dortige Schwimmbecken für uns allein hatten, „bevor die Nackten kommen“, wie er formulierte. Wir haben alle vier herrlich entspannen können, im Wasser, in der Sauna und auf den Sonnenliegen. Herrlich, dass meine Mädels inzwischen groß genug fürs Relaxen sind.
  • geschwommen: sind wir auch im Bleibtreusee, und haben uns sogar gewagt, unsere Blueberry mitzunehmen, denn Silke war dabei. Der Hund hat in seiner ersten Panik erst einmal ordentliche Streifenmuster in meiner Haut hinterlassen, paddelte dann aber zusehends entspannter durch das Wasser. Das wird nun im Augst nochmal wiederholt, denn der Gang war danach runder.
  • ausprobiert: Bei unserem nächsten Besuch am Bleibtreusee haben wir aber den Wuffel zuhause gelassen, denn wir wollten ausprobieren, ob wir SUP fahren können: Das hatten die Kinder letztes Jahr schon einmal ganz kurz für Fotos bei einer Bekannten versucht, aber ich wollte mich auch einmal drauf stellen. Nach zwei Stunden stand fest: die Kinder haben das bessere Gleichgewichtsgefühl und ich muss dringend etwas tun, um gelenkiger zu werden. Gut gelaunt und klatschnass waren wir alle, als wir das Brett zurückgaben. Das wird auch noch einmal wiederholt.
  • spaziert: und gekneippt, denn in Bad Marienberg gibt es im Kurpark einen Kneipp’schen* Apothekergarten und einen sehr gepflegten Barfußpfad, der an einem Fußbecken und zwei Armtauchbecken beginnt bzw. endet. Herrlich erfrischend!
  • beherbergt: Silke war für zwei Nächte bei uns – zu kurz, aber schön!
  • bekocht: vier Pilger kamen für Tee, Pippipause, Stempel und Weginfos zu uns.
  • entkommen können: aus einem (auf Harry Potter* getrimmten) Escape Room in Krefeld und aus einem Zauberwald. Das war das erste Exit-Spiel* von Kosmos*, das wir probiert haben. Wie gut, dass Silke davon schon eine ganze Reihe gemacht hatte und uns den Spielablauf erklären konnte.
  • uns gegruselt: bei der Geisterführung in der Reichsburg Cochem*. Eine kindgerechte Führung durch viele dunkle Nebenräume, bei der wir viel über den Vorteil von Ehrenstrafen gegenüber Freiheitsstrafen gelernt haben und sich eine Fledermaus fast in meinen Haaren festgeflogen hat.
  • geerntet: Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Tomaten, Gurken, Feigen und viele Gartenkräuter.
  • gekocht: Mir kam es so vor, als habe meine Mutter mehrere Zentner Brombeerkonfitüre gekocht, bei mir hat es nur für ein Kilo Feigenkonfitüre gereicht.
  • gebacken: Stockbrot, mindestens einmal pro Woche. Aurelia hat den Thermomix nun komplett in Beschlag genommen und überrascht uns jedes Mal mit einer neuen Geschmacksrichtung. Unsere Favoriten sind Stockbrot mit Pizzagewürz und mit Salamistückchen.
  • gegessen: sehr lecker beim Inder in Hürth und in den verschiedensten Ausflugslokalen unterwegs.

*Werbung? Ja sicher! Und zwar aus voller Überzeugung, weil ihr ruhig wissen solltet, wer uns das Leben schwer oder schön macht. Ich werde für die Nennung der Namen, Firmen oder Produkte nicht bezahlt.

5 thoughts on “Unser Juli 2022

  1. Ihr Lieben, eigentlich wollte ich auch ein Beitragsbild und weitere Fotos einbauen, aber es klappt nicht. Heute muss ich ins Bett, ich versuche es morgen wieder. Ingrid

    1. Und wir sind soooo froh, dass du hier warst. Hoffentlich bald wieder. Wir umarmen dich alle – und Bella schickt einen feuchten Hundekuss (natürlich mit Zunge)

  2. Trotz Einschränkung so aktiv! Die Seilbahnepisode erinnert an dieses Rätsel mit Schaf Kohlkopf und Wolf und man kann nur jeweils einen mit ins Boot nehmen.
    Das nächste Mal, wenn ihr Seilbahn fahren wollt, nehmt einfach mich mit. Ich bin doch für alles zu haben.

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