Der Juli ist immer zweigeteilt für uns: Die Hektik der letzten beiden Schulwochen am Anfang und die ersten beiden Ferienwochen am Ende. Eigentlich hätten wir ja die gesamte Zeit in Wales verbringen wollen, aber wie Melanie einmal so schön bei einem anderen Beitrag anmerkte: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ (John Lennon) Und so haben wir den Juli ganz anders verbracht, als wir eigentlich geplant hatten.

Im Juli 2018 haben wir

  • recherchiert: in Köln, im Rheinland und in der Eifel. Und im Netz
  • geschrieben: noch ganz kurz an der Köln-Maus, mehr an den Eifelwanderungen.
  • redigiert: eine zweite Druckfassung eines neuen Buchs
  • gewandert: in der Eifel und in der näheren Umgebung
  • gewerkelt: In Haus, Hof und Garten haben wir unser handwerkliches Können unter Beweis gestellt.
  • gerechnet: ohne es zu merken beim Renovieren
  • philosophiert: Über kostenlose und hoch verbindliche Dienstleistungen
  • verkauft: Einigen platzraubenden Krams, den die Kinder freiwillig abgegeben haben. Wir legen das Geld beiseite und werden am Ende der Ferien je nach Summe Eis essen gehen oder im Spieleladen wieder neuen Krams kaufen. Dem kann ich kaum widerstehen, denn mit großzügiger Geste sagte Aurelia „Mama, du hast so viel Arbeit mit dem Aufräumen, als erstes kaufen wir ein 1000-Teile Puzzle für dich, dann teilen wir Kinder das restliche Geld fair auf.“
  • gebrochen: Neles rechten Arm, dabei auch gleich ein neues Wort
  • gelernt: Grünholzfraktur
  • gecampt: Eigentlich wollten wir nach dem letzten Kindergartentag im Garten campen. Ruckzuck stand das Zelt – keine zwei Stunden brauchten wir zu viert für eine Aufgabe, die ich allein wahrscheinlich in 15-20 Minuten erledigt hätte. Ausgerechnet für diesen Tag waren Gewitter angesagt. Bevor ich den Kindern absagen konnte, bekam ich von ihnen einen Korb: sie wollten lieber in dem neuen Bett schlafen.
  • vorgestellt: Sätze, die ich bei Mitwanderern besonders liebe
  • gequatscht: mit einem fantastischen Menschen, der sich nach neun Jahren wieder bei mir meldete. Bei uns beiden hatte sich das Leben in der Zwischenzeit so unglaublich verändert, dass es für mich an ein Wunder grenzt, dass wir uns so gut verstanden wie damals. Es gab keine Sekunde, in der peinliches Schweigen zwischen uns stand. Hach, herrlich! Eine Freundin sagte mir vor einiger Zeit:“echte Freundschaft übersteht alles“. Das mag sein. Aber für mich war dies eine unfassbar schöne Erfahrung.
  • berichtet: über unseren Besuch im Escape Room „Die magische Musikmaschine“ von Spybrain
  • gefeiert: Aurelia war in den Ferien zu zwei Geburtstagen eingeladen. Puh, ich bin froh, dass nun erst einmal Pause mit all diesen Shuttlediensten ist.

1 thought on “Unser Juli 2018

  1. a) gibt es also bald wieder was zum Pre-lesen? b) das Phänomen mit einer Freundin hatte ich auch, wir kennen uns seit einer Freizeit 1984, ihre Tochter ist mein Patenkind und obwohl sie nur circa 60-70 km entfernt wohnt hab ich sie zur Konfirmation meines Patenkinds das letzte Mal gesehen. Aber wir haben es tatsächlich letzten Mittwoch geschafft uns, für unserer Verhältnisse relativ spontan, zu treffen und uns über die letzten sechs Jahre zu aktualisieren. Es gibt so Freunde, die hast du Wochen Monate Jahre lang nicht gesehen, aber wenn man zusammensitzt ist es wie gestern. Schön das wir solche Freunde haben!!!

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