Ich sitze hier und schaue immer wieder aus dem Fenster. Es schneit dicke Flocken. Das ist im Rheinland so unüblich, dass ich mich kaum satt daran sehen kann. Wir haben also den Januar mit Schnee begonnen und beendet.

Im Januar 2019 haben wir

  • recherchiert: in der Eifel, und zwar bei Eiseskälte am Laacher See
  • geschrieben: die restlichen Touren für die Kurzwanderungen in der Südeifel
  • sortiert: einige Fotos für die Südeifel
  • geprüft: Die Karten und Tracks für den Offa’s Dyke Path
  • gezeichnet, gelacht und geplant: für ein kleines Bilderbuch mit dem Waldkauz Engelbert als Protagonist
  • fortgesetzt: den Urlaub im Fichtelgebirge. Wir konnten uns alle so gut erholen, dass wir sogar einen Tag verlängert haben. Die Kinder waren vollauf beschäftigt, sodass ich sogar an meinem Manuskript weiter schreiben konnte
  • genossen: Bathida ist im Schnee ein ganz anderer Hund. Sie tobt herum, hüpft wie ein Känguru und grunzt vor Glück. Egal, ob im Fichtelgebirge oder bei unseren Kölner Hunderunden. Mittwochabend hat sie sich auf der Terrasse so sehr einschneien lassen, dass wir sie im Dunklen nicht mehr gefunden haben. Nur die Nasenlöcher blieben durch ihren warmen Atem frei, der restliche Körper ist so gut isoliert, dass der Schnee nicht schmolz. Mein Wuffel ist glücklich!
  • investiert: in Kunst, denn im Hotel werden von Gastkindern gemalte Bilder zugunsten einer Spende an die Tabaluga-Stiftung abgegeben. Ich habe mich für das Gemälde einer 9-jährigen mit sechs niedlichen Monstern entschieden, das ihr in der Vorschau seht. Das drehe ich jeden Morgen, wenn ich von der Hunderunde komme, auf meine aktuelle Verfassung, grinse das passende Monster an und starte am Ende immer gut gelaunt in meinen Arbeitstag.
  • gebacken: Ja, wir backen auch im Januar, denn Aurelia hat zu Weihnachten von zwei verschiedenen Menschen – unabhängig voneinander – ein Lama-Buch und eine Lama-Ausstechform geschenkt bekommen und wir mussten natürlich sofort eines der Rezepte ausprobieren
  • gelernt: Aurelia kann jetzt flechten und eine Schleife binden. Jaja, jetzt kommt nicht mit „Ich konnte das aber schon mit 6 – 5 – 4 – 3 Jahren“! Ich könnte euch mindestens vier Kinder im Alter von 8, 9 und 10 Jahren nennen, die das nicht können. Ich habe auch schon als Vierjährige von meinem Onkel das Schleifenbinden gelernt, aber das war noch zu Zeiten, in denen jedes Paar Schuhe Schnürsenkel hatte. Die Generation Klettverschluss benötigt diese Kulturtechnik einfach im Alltag gar nicht.
  • uns verabschiedet: Cari braucht seit einem Monat zuverlässig auch nachts keine Windel mehr.
  • gebaut: Drei Schneemänner und Eselsbrücken, eigentlich für die Planeten unseres Sonnensystems, später aber – Dank eurer Unterstützung – auch für fast jeden anderen Lebensbereich.
  • geschmunzelt: Ja, nur geschmunzelt, denn bei dem Irrwitz, der da beim Brexit abgeht, bleibt mir das Lachen im Hals stecken, selbst wenn der Postillion die Lösung präsentiert: den Euxid
  • gerührt: Salben, Körperbutter und Duschbutter
  • gefeiert: mehrere Kindergeburtstage, einen davon mit einem Kuchen aus dem Thermomix (für mich nach wie vor ein Küchengerät von einem anderen Stern), der pro Stück so viele Kalorien hat, dass ein Stahlbauschlosser sie nicht einmal bei einer Doppelschicht mit anschließender Triatlon-Teilnahme verbrauchen kann.

Updates

  • Der Fersensporn macht mir morgens und nach Sitzpausen immer noch schwer zu schaffen. Trotz Stoßwellen, Antibiotika und Salben. Noch mehr Schonen geht nicht: Der Hund geht ohne mich nicht Gassi, die Kinder wollen einfach nicht allein zur Schule fahren. Es kann also noch etwas dauern, fürchte ich.
  • Letzten Donnerstag erhielt ich eine Mail aus der Schule, ich möge doch bitte Freitag an der Assembly teilnehmen. Mein Kind sei für einen Award vorgesehen. Okay, ist bestimmt wichtig fürs Kind, dass die Eltern dabei sind, also plante ich meinen Tag um und nahm teil. Das war auch gut so, denn bei vier von fünf anderen Geehrten waren sogar beide Elternteile zugegen, bei einem die Mama, und Aurelia wäre sehr traurig gewesen, wenn sie ohne Familie dagestanden hätte. Grund für die Auszeichung? „For being a kind friend and always finding ways to be helpful.“ Fein, gefällt mir besser als die Begründungen bei anderen Kindern wie „schöne Handschrift“.
Star of the Week

2 thoughts on “Unser Januar 2019

    1. Ich beneide meine Mädels auch. An manchen Tagen ärgere ich mich sogar darüber, dass sie das alles für selbstverständlich nehmen, bis ich mir dann klar mache, dass es ja für sie selbstverständlich IST.

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