Osterferien ohne Reise, ein ganz komisches Gefühl.

Ansonsten gewöhnen wir uns an die neue Situation und kommen mit verblüffend wenig Streit durch die Zeit.

Im April 2020 haben wir:

  • recherchiert: in der Eifel, leider an zwei Tagen, die habe ich aber sehr genossen.
  • geschrieben: an den Manuskripten für die Via Coloniensis und für meine Eifelburgen.
  • nachgefragt: wie wichtig Lesern einer Burgbeschreibung der Unterscheid zwischen Eigentum und Besitz ist.
  • uns gefreut: über kulante Rückerstattungen von P&O Ferries* und AirBnB*
  • uns geärgert: über eine teure Autoreparatur
  • renoviert: wir sind mit unserem innenliegenden Außenkeller fertig, dabei haben wir uns als Entrümplerinnen, Fliesenlegermeisterinnen, Tapeziererinnen und Möbelbauerinnen betätigt
  • gelernt: und zwar weiterhin zuhause. Das wird wohl auch noch eine ganze Weile so bleiben. Zwar könnte ich – rein rechtlich – die Kinder in die Notbetreuung schicken. Aber dort lassen sich die Hygiene und Abstandsregeln ja gar nicht einhalten. Was aber, wenn eines der Mädchen mit dem Virus nach Hause kommt und meine Mutter oder mich zwei Wochen später am Beatmungsgerät hängen? Nicht auszudenken, welche Schuldgefühle diese Tochter durch ihr ganzes Leben schleppen würde. Deshalb arrangieren wir uns mit der Situation und versuchen täglich aufs Neue, uns in Gelassenheit zu üben. Mit ihren Freunden streiten können sie sich inzwischen im Videochat genauso zickig wie im echten Leben…
  • geführt: das Homelearning-Tagebuch bei Instagram und Facebook
  • gejubelt: über die schöne Gestaltung meines Artikels über Wales in Clever Campen (in dem Verlag ist es nämlich nicht üblich, den Autoren das fertige Layout zur Freigabe zukommen zu lassen und es war eine echte Überraschung für mich)
  • begrüßt: dass bei den ersten Lockerungen des Shutdown auch die Buchhandlungen berücksichtigt wurden
  • gefeiert: das 40. Jubiläum des Conrad Stein Verlags. Leider nur virtuell, die echte Feier folgt (hoffentlich) zum 4. Geburtstag.
  • entrümpelt: und dabei festgestellt, dass wir Stammkunden haben, die schon fast darauf warten, dass wir wieder etwas an die Straße stellen. Meine Mutter musste zum Arzt und hatte auf dem Rückweg Blumen eingekauft. Diese stellte sie hinter ihr auto, also direkt an den Gehweg, vergaß aber beim Reinkommen, dass sie mich bitten wollte, sie ihr rein zu tragen. Als es ihr eine Stunde später einfiel, waren die Pflänzchen weg. Viel Freude wünschen wir dem vermeintlichen Blumenretter, der es bestimmt gut gemeint hatte. Wir haben herzhaft über uns selbst gelacht!
  • gespielt: vieles, was die Kinder schon für den nächsten Flohmarkt aussortiert hatten, kommt nun wieder in den Focus. Da wird eine Stunde mit dem Kaufladen gespielt, zwei Stunden mit den Playmobilfiguren und einen ganzen Samstag mit allen verfügbaren Puzzles.
  • gemalt: u.a. ein wunderschönes Bild zum Thema „Falling into Space“ (Aurelia) und das Beitragsbild, bemalten und gebastelte Frösche für eine Schulaufgabe
  • gestaunt: über die Menschen, auch Ärzte, die vor einigen Wochen noch gegen die „unhygienischen Stofflappen“ gewettert haben, die wir nähen, und jetzt nach der Kehrtwende der Regierung sogar eine vollständige Maskenpflicht durchgesetzt hat
  • genäht: zahlreiche weitere Behelfsmasken für die Flinken Helfer Finger Erftstadt. Inzwischen rüsten wir damit sogar Helfer in den Nachbarstädten aus und das Kinderkrankenhaus in Köln. Außerdem einige Alltagsmasken für die Familie und liebe Freunde.
  • vorgestellt: Auf den Blog-Buch-Seiten könnt ihr nun auch die Eifel mit Kindern finden
  • gefiebert: Mich hat am Donnerstag ein fieses Bakterium angefallen und umgehauen. Fieber, Durchfall und brutale Schmerzen im ganzen Körper machten den Hausbesuch eines ärztlichen Notdienstes erforderlich. Alles dachte schon an Corona, aber der Test blieb zum Glück negativ. Die Blutwerte sprachen eindeutig von Bakterien. Puh, das hat uns ziemlich erschreckt.

Updates:

  • Unsere besten weiteren Tipps zur Beschäftigung zuhause (für Kinder und Erwachsene) sind Musiclab*, mit dem ihr selbst komponieren könnt und Hour of Code*, mit leichten Programmierübungen (auch in Deutsch, aber in Englisch ist die Auswahl größer). Das war Teil der Hausaufgaben für Aurelia, aber sie macht es nun auch freiwillig ohne Auftrag weiter
  • Ich hatte eins der Westerwaldbücher an meinen Recherchehelfer verschickt. Der informierte mich mit einem Foto über die besondere Art, wie Büchersendungen im Westerwald vor der Auslieferung behandelt werden:

*Werbung? Ja, durch Nennung von Produkten und Marken. Und zwar ohne Vergütung, aber aus voller Überzeugung!

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