Wir sind immer noch unglücklich über die ausgefallenen vier wunderschöne Recherchewochen in Wales, die bis zum Sonntag nach Fronleichnam gedauert hätten. Aber es war nicht alles traurig.

Im Juni 2020 haben wir:

  • recherchiert: in der Eifel, leider nur an drei Tagen, es fehlt immer noch ein Recherchetag, dann komme ich endlich in Trier an!
  • geschmunzelt: über einen besonders kreativen Hobbygärtner in der Südeifel, der seinen Vorgarten coronakonform gestaltet hat
  • geschrieben: am Manuskript für die Via Coloniensis
  • sortiert: Fotos für den Pembrokeshire Coast Path
  • beantwortet: ganze 19 Seiten mit Fragen meiner neuen Lektorin, puh!
  • geprahlt: mit meinem mit Burgen-Vokabelheft
  • uns gefreut: Dass mein Pilgerführer über den Jakobsweg von Trier nach Le Puy-en-Velay ab der dritten Auflage von dem sympatischen Autor und Weitwanderer Martin Simon weiter geführt wird.
  • geübt: endlich sind die Schwimmbäder wieder offen und wir waren in den vergangenen zwei Wochen viermal schwimmen. Die Kleinen hatten das Gefühl, alles wieder vergessen zu haben, was sie jemals im Schwimmkurs gelernt hatten. Doch schon beim zweiten Mal wurden sie wieder mutiger, inzwischen trauen sie sich schon wieder 2-3 Armzüge ohne Schwimmhilfe zu.
  • gelernt: seit Mitte des Monats endlich wieder in der Schule. Da nun in der Klasse keine Maskenpflicht mehr besteht und die Kinder wieder täglich zur Schule gehen können, konnte sich die Große dann doch dafür begeistern. Vielleicht kann ich ja in diesen vier Wochen endlich wieder in halbwegs normaler Geschwindigkeit für die Verlage und im Haus arbeiten.
  • gemieden: die Elternmassen, die beim Abholen nach dem Unterrichtsende vollkommen undiszipliniert drängten und drängelten. Entgegen der normalen Regelung der Schule, dass die Drittklässler noch von den Lehrern an die Eltern übergeben werden, wurde Aurelia nun zum Independant Traveller erklärt und darf allein – und durch einen anderen Ausgang – die Schule verlassen. Sie ist stolz darauf, ein Stück Selbstständigkeit gewonnen zu haben, die an einer Staatlichen Schule selbstverständlich ist.
  • gesammelt: Zu früh aus der Deckung gekommen und dabei nicht einmal die Klappe gehalten. Weil ich ja sonst nichts zu tun habe, sammle ich jetzt auch noch Geld von den Eltern aus Aurelias Klasse für die Lehrerinnen ein. Normalerweise wurde das Geld von Mutter zu Mutter überreicht, was nun wegen Corona nicht geht. Mit dieser Änderung sind die Eltern vollkommen überfordert. Nur bei der Hälfte der Mütter klappte das reibungslos, indem ihre Kinder meiner Tochter Umschläge mit dem Geld gaben oder sie es per PayPal* schickten. Ein Vater gab das Geld einer Mutter aus einer anderen Klasse. Eine Mutter schickte mir das Geld in drei Einzelzahlungen – jeweils mit PayPal-Gebühren! Eine Mutter paypalte das Geld an eine Telefonnummer statt an meine email-Adresse und wunderte sich, dass es nicht ankam. Ein Vater teilte mir mit, er müsse erst warten, bis seine Frau von der Dienstreise zurück sei… Und mein Highlight ist die Mutter, die das Geld der Lehrerin offen aushändigte mit der Bitte um Weiterleitung an mich!
  • geführt: eine weitere Woche Homelearning- Tagebuch bei Instagram und Facebook
  • getüvt: diesmal das Auto
  • entrümpelt: Wir hatten endlich wieder Lust zum Ausmisten und haben einiges bei Mamikreisel* verkauft, vieles zum Bauhof gebracht und die Aktion „Platz schaffen mit Herz“ von Otto* für uns entdeckt: Statt einen Sack in einen dubiosen und dreckigen Kleidercontainer zu stecken, geben wir auf Kosten des Otto Versandes saubere Kartons mit unseren Spenden bei Hermes* ab und haben dabei die Hoffnung, dass unsere Spenden eher einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden.
  • gefunden: Beim Aufräumen haben wir den Großteil eines Spiels gefunden, das und Silke vor einer ganzen Weile geschenkt hatte. Nur die Spielanleitung fehlte. Auf deren zufälliges Erscheinen warten wir nicht mehr, die wird heute Abend im Netz gesucht oder beim Spielverlag angefordert.
  • gemalt: u.a. das Beitragsbild, ein Dankeschön-Plakat von Aurelia für ihre Klassenlehrerin.
  • gebaut: und zwar unser mehr als 3 m breites Sommerbett im Spielzimmer. In den Sommermonaten ist es unter dem Dach so heiß, dass keine von uns gut schläft, also wurden drei Matratzen an das Sofa geschoben und wir schlafen kühl und gut.
  • geerntet: Erdbeeren, Himbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren aus dem eigenen Garten, Wildkirschen auf dem Spielplatz
  • gekocht: Die kleine Cari ist der Oma eine echte Hilfe beim Marmeladekochen (es ist natürlich streng genommen Konfitüre, aber wir haben immer Marmelade gesagt und tun es weiterhin auch bei Kirschen und Erdbeeren)

Updates:

  • Mein Westerwaldbuch ist endlich offiziell zu haben. Hurra!
  • Der Fersensporn war nur verreist. Er ist zurück. Diesmal im linken Fuß 🙁

*Werbung? Ja, durch Nennung von Produkten und Marken. Und zwar ohne Vergütung, aber aus voller Überzeugung!

1 thought on “Unser Juni 2020

  1. Herrlich, diese Aktivitäten im Monatsüberblick rühren mich immer wieder. Mein Jünster ist zwar schon 16, die Älteste ist 44, aber ich denke bei diesen Abenteuern immer wieder gern an ähnliche Erlebnisse zurück. Vielen Dank für diese Beiträge!

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