Der Juli 2020 war ein ganz ungewöhnlicher Sommermonat- verglichen mit anderen Jahren. Wir haben uns an Mund-Nasen-Schutz gewöhnt und trauen uns wieder auf kleine Reisen innerhalb von Deutschland. Skeptisch verfolgen wir die Urlaubsheimkehrer, die in einem Gefahrengebiet waren und/oder mit dem Flugzeug reisten. Wir sorgen uns um Schulschließungen bei einer zweiten Welle, um unsere eigene Gesundheit, um die finanziellen Folgen und vieles mehr. Aber wir leben unser Leben und geben uns alle Mühe, es zu genießen.

Im Juli 2020 haben wir:

  • recherchiert: in der Eifel (endlich bin ich mit meiner Jakobswegrecherche bis nach Trier vorgedrungen) und im Rheinland, z.B. im Wildpark Dünnwald (op dr Schäl Sick)
  • geschrieben: das Manuskript für die Via Coloniensis ist nun im Verlag
  • geschmunzelt: über den Titel von Silkes Blogbeitrag über ihr Privatlektorat zu diesem Manuskript, bei dem sie die digitalen Wanderschuhe schnürte
  • sortiert: die Fotos für die Via Coloniensis und
  • vorgestellt: einen Teil des 99%-igen Ausschusses dieser Sortierarbeit
  • gelesen: die zweite Autorenkorrektur für das Burgenbuch
  • skizziert: ein Exposee für einen neuen Bildband, bitte drückt mir die Daumen, dass es der Dame im Verlag zusagt
  • geplant: einen Besuch auf der TourNatur, die Recherchen für die Neuauflagen zu einem Fernwanderweg (an zwei Tagen vielleicht sogar mit sehr netter Begleitung) und zwei Kinderreiseführern
  • besucht: Omas Tante Klara war vor einigen Monaten 100 Jahre alt geworden. Da wir nicht in Mecklenburg-Vorpommern wohnen, durften wir sie im Lockdown nicht besuchen. Das haben wir nachgeholt. Die Freude beider alten Damen war grenzenlos. Sie telefonieren zwar mindestens zweimal in der Woche, aber das ersetzt ja keinen persönlichen Besuch.
  • gebadet: in der Ostsee. Weil wir einmal in der Nähe waren und in Tante Klaras Wohnung kein Platz für uns alle wäre, hatten wir für eine Woche eine Ferienwohnung auf Usedom genommen. Wie schön, dass es die ganze Woche nass und regnerisch war, die Sonne kam immer nur für ein halbes Stündchen heraus. So mussten wir am Strand keine Angst davor haben, wie die Ölsardinen zu liegen.
  • gefeiert: Einen Kindergeburtstag im ganz kleinen Kreis. Das Geburtstagskind hat sich extra die Zwillinge eingeladen, weil sie dann bei gleichem Risiko ein Kind mehr einladen kann. Da sind die Fünfjährigen doch glatt vernünftiger als die 25-jährigen Feiernden auf Malle
  • uns gefreut: mit Rebi über das Ende ihres vierten Semesters. Sie war so früh fertig, dass sie uns gestern zu einem spontanen Umtrunk einlud und ihre fantastischen Fotos präsentierte. Damit wird sie bestimmt zum Diplom zugelassen, da sind echte Meisterwerke drunter. Wenn ihr also mal eine Fotografin mit den Schwerpunkten Portrait und Architektur sucht, vermittle ich gerne den Kontakt.
  • geübt: wir kommen weder beim Schwimmen, noch beim Radfahren ohne Stützräder weiter. Vollkommen in Ordnung, dann sind die beiden eben noch nicht so weit und wir versuchen es später noch einmal.
  • gelernt: Bis zum 10. Juli war noch offiziell Schule, daran schlossen sich drei Wochen Ferienbetreuung in festen Gruppen an. Zwei dieser Wochen nahmen wir in Anspruch und die Kinder kamen jeden Tag glücklich wieder nach Hause. Nach der langen Coronaauszeit sind wir alle froh, dass die Ferien auf diese Weise verkürzt werden. Die Kinder sind glücklich über Altersgenossen und ich über ein paar Stunden für meine Arbeit.
  • gewaschen: Wir waren wohl seit Dezember nicht mehr in der Waschanlage, das behaupten zumindest die Parktickets, die ich beim Ausräumen gefunden habe. „CarWash“ ist für die Kinder immer ein Erlebnis, erst in der Waschanlage, dann mit den superstarken Saugrüsseln und schließlich zuhause mit Glasreiniger, Spülwasser, Lappen und Schwämmchen für die letzten Feinarbeiten im Innenraum. Am nächsten Tag beglückwünschte mich an der Schule eine andere Mutter, die allen ernstes glaubte, ich hätte ein neues Auto gekauft: „Ach, wieder ein Transporter! Wie praktisch! Und Rot ist deine Lieblingsfarbe, oder?“
  • nachgedacht: über Besserwisser, Lehrmeister und Oberlehrer, die ihre zarten Deutschkenntnisse anderen mit wenig Fingerspitzengefühl nahe bringen
  • entrümpelt: Weiter ging es: mit Verkäufen bei Mamikreisel*, Besuchen auf dem Bauhof und Paketen an die Aktion „Platz schaffen mit Herz“ von Otto*
  • gemalt: u.a. das Beitragsbild, Aurelia hat zum Schul-Thema „Sagen, Mythen & Legenden“ die Medusa gemalt und gebastelt.
  • geerntet: Erdbeeren, Himbeeren, eine (!) Mirabelle, rote und schwarze Johannisbeeren aus dem eigenen Garten, Brombeeren bei Waldspaziergängen in der Ferienbetreuung
  • gekocht: Die Brombeeren musste Oma sofort zu Saft verarbeiten, damit Aurelia diesen am nächsten Tag wieder mit in die Schule nehmen konnte. Alle Kinder und Lehrerinnen waren begeistert, obwohl jeder nur etwa einen Fingerhut voll erhielt.
  • vorgestellt: einen hilfreichen Ausflugsführer für die Ostseeküste

Updates:

  • Der Fersensporn muss nun auch wieder mit Stoßwellen behandelt werden. *jaul*

*Werbung? Ja, durch Nennung von Produkten und Marken. Und zwar ohne Vergütung, aber aus voller Überzeugung!

1 thought on “Unser Juli 2020

  1. Das „LIKE“ schliesst den Fernsensporn ausdrücklich auch, ich habe ähnliches, würde es aber Hacken-Sporn nennen, da meine „Vernöcherung“ hinten an der Ferse (Hacke) entseht (es ist ein Kommen und Gehen)

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