Schon in meiner Oktober-Zusammenfassung war unsere Stimmung nicht besonders gut. Das wurde im November nicht besser. Wenn ich sehe, wie sich etliche Menschen in unserem Umfeld mehrmals täglich mit wechselnden Familien und Freunden treffen, natürlich ohne Abstand und Maske und mit mehr als zwei Haushalten, wird mir flau. Ich wundere mich nicht, dass die Zahlen auf einem sehr hohen Niveau bleiben. Und das, obwohl die Ärzte inzwischen dazu angehalten werden, nur noch in Verdachtsfällen zu testen…

Wir igeln uns immer mehr ein, um das Risiko zu senken. Die Kinder hatten nur noch in der Schule Kontakt zu anderen Kindern, wir verlassen das Haus nur noch für ganz unvermeidliche Besorgungen und unaufschiebbare Termine. Das mag zwar schrullig wirken, aber das ist uns egal.

Das alles hat nicht geholfen, nun sind die Zwillinge offiziell in Quarantäne und wir drei großen leisten ihnen Gesellschaft in unserem Igelbau.

Im November 2020 haben wir:

  • recherchiert: vorwiegend online und ein wenig im Rheinland, leider nicht im Bergischen Land, weil unsere Cavingtour abgesagt wurde 🙁
  • geschrieben: an mehreren Manuskripten, immer noch mit tagelangen Ausfällen beim WLAN.
  • getroffen: einen Burgherrn, der mir Märchen erzählte
  • geplant: nix. Denn was will ich planen, wenn sich nicht absehen lässt, wann wieder eine halbwegs normale Recherche möglich ist?
  • ausgewählt: Fotos für den Pembrokeshire Coast Path. Ein trauriges Erlebnis angesichts des Umstandes, dass da ein Buch in ein Dorthinreiseverbot hinein veröffentlicht wird, dessen Veröffentlichung ohnehin schon verschoben wurde.
  • gejubelt: über eine ganz besondere Einladung, die dann aber leider wegen Quarantäne abgesagt werden musste
  • berichtet: über Tag 1 und Tag 2 zwei unserer Quarantäne
  • gekränkelt: Hattet ihr schon ‚mal eine Stimmbandentzündung? Das ist echt fies für eine Labertasche wie mich.
  • erkundet: einige weitere Spielplätze, einmal auch mit Kamera: – 6 – Piratenplatz
  • gelernt: Aurelia mit Mund-Nasen-Bedeckung. Sie hat sich daran gewöhnt, sagt sie. Aber müde war sie immer noch täglich. Sie wirkt geradezu erleichtert über den Umstand, dass sie nun wegen ihrer Erkältung und der Quarantäne der Schwestern selbst in freiwilliger Quarantäne ist und arbeitet fleißig an allen Themen, die sie online für die Schule erledigen kann.
  • gebacken: Highlight dieses Fleißanfalls ist der Blogartikel, den sie zum Thema Kaiserschmarrn geschrieben hat. Sie hat stundenlang recherchiert, Zutaten zusammengeklaubt, abgewogen, gemessen, gemixt, gebacken, fotografiert, getippt und Fotos ausgewählt, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden war.
  • nachgedacht: über eine Grundhaltung, die eine Bekannte Pay it forward nennt
  • gemalt: u.a. das Beitragsbild: lustige Gesichter auf eine süße Eigenkreation der Kinder
  • gebastelt: Kastanientiere und zwei Adventskalender, die wir mit selbst gemachten Schokolädchen befüllt haben. Viel besser als der ganze fertig gekaufte Krams.
  • geerntet: Himbeeren und Tomaten im eigenen Garten, Haselnüsse und Esskastanien bei Wanderungen.
  • gestoppelt: natürlich haben wir auch wieder unsere jährliche Zuckerrübe am Straßenrand aufgeklaubt
  • gezündelt: alle unsere Klamotten duften/riechen/stinken nach Rauch, weil wir im November so oft am Feuer saßen, um Marshmallows, Stockbrot und Esskastanien zu rösten.
  • eingekocht: Quitten in Whisky. Eigentlich ein Skandal, denn ich hatte meiner Mutter 1994 edlen und teuren Single Malt Whisky von den Orkneys mitgebracht, den sie aber nie getrunken hatte. Kurzerhand wurde er jetzt zum Einkochen verwendet. Aber wenn ich ehrlich bin, mag ich ihn mit Quitten sogar noch eine Spur lieber als pur.
  • gepuzzelt: Winterzeit ist Puzzlezeit bei uns. In diesem Jahr haben wir unsere Liebe zu Exit Puzzles und Exit Kids Puzzles entdeckt und sie euch vorgestellt.
  • gespielt: TipToi*, Gravitrax* und Space Escape*
  • vorgestellt: meine beiden neuen Bücher über die Via Coloniensis und die Burgen und Schlösser der Eifel

Updates:

  • Kaum haben wir zwei Monate mit grünem Wasser geduscht – schon ist es repariert! Also wirklich ruckzuck, wie der Handwerker es versprach…

*Werbung? Ja, durch Nennung von Produkten und Marken. Und zwar ohne Vergütung, aber aus voller Überzeugung!

4 thoughts on “Unser November 2020

  1. Ja, schade! Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ein Paket Wildschweingulasch ist noch übrig.Das mache ich dann aber wohl eher als Pilz-Rahmgulasch als mit Sauerkraut. War mir ein bisschen zu sauer.
    Ich bekomme jetzt auch nen Schnupfen. Klar, nach der Eiswasseraktion im Keller.

  2. Wenn ich immer eure „Ergebnisliste“ jeden Monat lese, werde ich immer ganz neidisch, denn auch ohne Corona Einschränkungen seid Ihr immer viel fleißiger als ich. Mit Bibos Geschreibe über das Wildschweingulasch bin ich drauf und dran beim Metzger meines Vertrauens auch welches fürs Wochenende zu besorgen.

      1. Den Knien geht es soweit gut. Das rechte wird sicherlich schön bunt werden dort bildet sich auf der kleinen Schramme aber schon eine gute Kruste. Die linke Seite ist auch okay, die Wunde nässt noch etwas. Werde nachher das Knie mal wieder etwas lüften, sprich Pflaster ab und Luft dran. Nerviger ist der Muskelkater in den hinteren Oberschenkelmuskeln bis hoch zu den A… Backen. Das kenne ich wenn ich längere Steilstrecken Berg ab gehe, Hat also nichts mit dem Sturz zu tun.

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