Es liegt hinter uns, dieses merkwürdige (= des Merkens würdige) Jahr 2020. Und damit auch dieser ganz andere Dezember. Nicht alles war gut, nicht alles war schlecht. Also irgendwie doch gar nicht so anders wie sonst.

Im Dezember 2020 haben wir:

  • recherchiert: im Rheinland
  • geschrieben: an Manuskripten zu einem Bildband, einem Wanderführer und einem Ausflugsführer
  • geplant: eigentlich wollte ich die großen Projekte für das Jahr 2021 längst geplant haben, stand ja sogar im August schon in der Monatszusammenfassung. Am Ende bin ich grade so weit, dass ich die nächsten Tage bis zum (eventuellen) ersten Schultag im neuen Jahr planen kann.
  • uns abgesondert: denn so heißt die über die Zwillinge verhängte Quarantäne ja in Behördendeutsch, nachzulesen bei unseren Quarantänetagen 1-12
  • reduziert: unsere Kontakte. Am Ende lief es im gesamten Monat Dezember auf ganze vier Treffen mit Menschen außerhalb unseres Haushaltes heraus.
  • geweint: das tun wir öfters, denn so sehr zum Lachen ist das Leben eben gar nicht immer. Bei Todesnachrichten und wenn die beste Freundin nach China umziehen muss, darf Rotz und Wasser geheult werden. Und dann hatte unsere Absonderung tatsächlich etwas Gutes: Weil die Einreisebestimmungen für China so streng sind, begab sich die Familie in strenge Vorquarantäne. Aurelia durfte aber nochmal einen Abschiedsbesuch machen, weil die Eltern ja von unserer Haltung wissen.
  • besucht: eine Freundin, die mit über 80 Jahren seit Wochen (aus Weihnachten) ganz allein zuhause war. Ihre Kinder sind mit sich selbst beschäftigt und schränken die Kontakte nicht ein.
  • geklönt: mit einer netten und vollkommen unerwarteten Besucherin, die uns noch dazu eine ganze Tüte mit schönen Sachen mitbrachte, z.B. das Spiel Skip-Bo
  • genossen: Das Fehlen der vielen Veranstaltungen, die sonst immer in den letzten Wochen vor den Ferien in der Schule stattfanden. Besonders Aurelia, die nicht gerne vor anderen Menschen spricht, gefiel sich als Teil eines Videos viel besser als auf der Bühne.
  • uns gefreut: über das Verkaufsverbot für Böller
  • geübt: Rollschuhfahren, erst im Haus und dann sogar draußen!
  • gelernt: zuhause. Zuerst war es die Quarantäne, dann wollte ich unmittelbar vor den Ferien für eine Woche kein Risiko mehr eingehen
  • gewartet: auf das Christkind
  • gefeiert: Advent, Weihnachten und Silvester auf ganz gemütliche Weise, herrlich! Naja, Silvester wurde nach Dinner for One op Kölsch richtig lebhaft. Oma schaute den WDR Silvester Countdown und wir haben zu We will rock you, YMCA und Yump ordentlich abgerockt -einschließlich Headbanging
  • geschnitten: ich bekomme langsam Routine beim Haareschneiden. Aber so ist das nun einmal, wenn die Friseure geschlossen haben und die Matte nervt.
  • resümiert: gestern hatte ich einen Durchhänger. Einer Standortbestimmung an der Schwelle von 20 zu 21 verdanke ich, dass ich das Jahr 2020 nicht ausschließlich negativ bewerte und für das Jahr 2021 nicht ausschließlich schwarz sehe.
  • genäht: nur eine Maske, dafür aber drei Seifenetuis
  • gestrickt: ganz viele fast quadratische Lappen. Ich hatte noch viel zu viel Restwolle übrig, aber nur noch einen funktionierenden Waschlappen und keinen einzigen Spüllappen mehr. Also habe ich lieber Reste verwertet als neu gekauft. Nicht aus Kostengründen, das war mal wieder die Öko-Dörthe in mir.
  • gegraben: die Kinder sind jetzt groß genug, dass die Regenwasserversickerungsmulde wieder in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt werden konnte. Dafür musste ich sie 35 cm tiefer legen.
  • gemalt: etwa 150 Bilder, darunter das Beitragsbild von Cari
  • geerntet: Esskastanien, Salbei, Marokkanische Minze und eine letzte Himbeere
  • getrocknet: die Kräuter wurden kurzerhand mit in die Sauna genommen
  • geröstet: Maronen, Esskastanien, Marshmallows und Würstchen über dem Feuerkorb und am Kamin
  • geflucht: über die vielen Menschen, die sofort bei der ersten Schneeflocke die Eifel und das Sauerland überrollen. Was haben die denn nicht verstanden an „unnötige Kontakte vermeiden“, wenn sie dicht an dicht (eine Bekannte aus Hellenthal berichtet von richtigem Gedränge mit Körperkontakt) auf den Rodelbergen stehen und in Ermangelung geöffneter WCs dort den Wald voll sch… und mit benutzten Papiertaschentüchern versauen? Es gibt doch mehr als drei Rodelhänge in der Eifel, da muss man sich doch an den stehenden Listen nicht so knubbeln
  • ermittelt: in einer Mordserie rund um Sherlocks Erben in Berlin und eine verschwundene Journalistin in Köln (dazu schreibe ich euch aber noch etwas mehr)
  • konferiert: diese Ermittlungen waren gleichzeitig mit den ersten Videokonferenzen meines Lebens verbunden. Ich bin stolz auf mich und meine Kinder lachen mich aus, denn sie haben ja in den Homelearning-Phasen jeden Tag Konferenzen.
  • gespielt: das neue Skip-Bo und den Spieleschrank rauf und runter, eins davon haben wir euch
  • vorgestellt: und zwar Verfuxt, bei dem wir als Spürhühner versuchen, einem räuberischen Fuchs das Inkognito zu nehmen, bevor er in seinem Bau verschwindet
  • experimentiert: mit den Kameraeinstellungen beim Silvesterfoto

Updates:

  • Der linke Fersensporn macht mir nun schon sooo lange zu schaffen. Ob ich doch in Spritzen oder OP einwillige?

*Werbung? Ja, durch Nennung von Produkten und Marken. Und zwar ohne Vergütung, aber aus voller Überzeugung!

6 thoughts on “Unser Dezember 2020

  1. Na, wie gesagt: Die anderen Rodelberge in der Eifel, im Bergischen und im Sauerland muss man halt kennen. Und ich glaube nicht, dass die, die da aus den Ballungsräumen hingefahren sind, sich da auch auskennen. Die wären normal im Wintersport in den Alpen.
    Saunen sind doch zu oder habt ihr ne Sauna im Haus?
    Die Mulde ist interessant. Könnte man eventuell die Ecken abrunden und ein paar Sumpfgewächse pflanzen?

    1. Sauna ist im Haus. Ganz unten ganz hinten, nur auf Trampelpfaden zwischen der Bergkette Willichnochentrümpeln, dem Monte Kinderklamott und dem Mount Mussichverkaufen zu erreichen.

      Die Mulde darf ich leider nur mit Gras bepflanzen (dafür habe ich aber Frist bis März), auch wenn sich in der Vorgängerin am Ende in manchen Sommern Topinambur und Entengrütze wohl fühlte

        1. Bei mir ist es aber Teil einer genehmigungspflichtigen Anlage, für die der Landkreis ganz strenge Regeln aufstellt. Einen Teich hatten wir auch mal. Aber das ist aktuell zu viel Arbeit für uns und dessen Bewohner fanden die Überflutungen nach Starkregen nicht lustig.

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