Oh, der Februar ist auch schon wieder herum?!? Autsch! Das ging ja rasend schnell. Aber das Wetter umfasste ja auch alle vier Jahreszeiten: beißenden Frost – Frühlingssonne – sommerliche 21°C – Nachtstürme.

Im Februar 2021 haben wir

  • recherchiert: im Rheinland und in der Eifel (da lagen sogar 2 cm Schnee, während hier ja gar nichts vom deutschlandweiten Schneechaos angekommen war.)
  • geschrieben: an Manuskripten zu zwei Wanderführern und zwei Ausflugsführern
  • geflucht: über eine ganze Woche, in der unser Router streikte und zwei Tage, an denen die online-Datenbank des einen Verlags nicht zugänglich war.
  • den Kopf hängen lassen: mit meinen Manuskripten geht es nicht weiter. Was schon geschrieben ist, stellt keinen der Beteiligten zufrieden. Wandern ist nicht, wenn ich nicht übernachten kann. Fotografieren ist in dieser grauen Zeit nicht schön, ich warte auf das erste Grün. Bildbandrecherche geht nicht, wenn alle Burgen und Archive zu sind. Schreiben kann ich knicken, so lange wir noch im Homelearning sind. Und welche Ausflüge kann ich bei Dauerregen um den Gefrierpunkt recherchieren? Auch im Februar haben wir ja vergeblich auf Schnee gewartet. Alles doof!
  • gecacht: an unserer Wanderstrecke zum Monte Troodelöh lag kurz vor Ende ein gemeiner Geocache, denn die Finderin wurde von Kampf-Dornen angefallen.
  • adoptiert: ein kleines Hundebaby aus dem Tierschutz. Die kleine Blueberry (offiziell) bzw. Bella (Rufname der Futterchefin) hat für die Kinder einen hohen Kuschel- und Spielfaktor. Mama und Oma freuen sich nur halbherzig, denn das Thema Stubenreinheit macht sehr viel zusätzliche Arbeit. Andererseits ist das für Oma der erste richtige Kuschelhund – der erste, der bei ihr sogar aufs Sofa darf!
  • gefroren: und zwar im Durchzug vor dem Impfzentrum. Die Eingangssituation war wohl für den Sommer geplant worden, denn die (alten und uralten) Impflinge mussten lange im bitterkalten Durchzug warten, bis sie ins Gebäude gelassen wurden. Aber die Freude überwog. Meine Mutter hat die erste Spritze intus und auch relativ gut überstanden.
  • besucht: einige Spielplätze. Wie gut, dass die bei diesem Lockdown offen sind.
  • erklommen: den höchsten Punkt Kölns. Das Gipfelkreuz wurde zwar seit meinem letzten (zufälligen) Besuch durch einen Gipfelstein ersetzt und das Gipfelbuch war geklaut worden. Trotzdem ein schöner Ausflug. Hier könnt ihr ihn in Bibos Blog nachlesen: Lockdown 2, Tag 109 -110
  • gefunden: Bei dieser Wanderung haben wir einige schön bemalte Steine gefunden. Die Rheinsteine haben wir behalten und bei Facebook* geloggt, die von den Zeugen Jehovas haben wir lieber im Wald gelassen.
  • uns gefreut: über ein unerwartetes Carepaket mit Schokolade von einer langjährigen Bookcrossing-Freundin
  • geübt: Radfahren, aber ohne Erfolg. Die beiden sind noch zu langsam und zaghaft. Wir vertagen das.
  • gelernt: überwiegend zuhause. Nach dem Homelearningtag 100 konntet ihr dann auch eine Zwischenbilanz lesen. An manchen Tagen haben wir uns auch einfach über den Stundenplan hinweg gesetzt und sind lieber im Hellen in den garten gegangen und haben erst am späten Nachmittag Aufgaben gemacht. Danach gab es eine Woche Wechselunterricht. Das ist irgendwie noch nerviger als reines Homelearning, weil kein Rhythmus in den Tag kommt. Die Kleinen kommen vollkommen erschöpft aus dem Unterricht und schlafen im Auto ein, bevor wir das Schulgelände verlassen. Nach drei Monaten zuhause sind sie vollkommen entwöhnt. Wir sind inzwischen so verwirrt, dass am Mittwoch keines der drei Kinder Sportsachen trug, obwohl wir am Vorabend darüber gesprochen hatten. Wir hatten es alle wieder vergessen. Naja, so weit wohnen wir ja nicht von der Schule entfernt, also wurden die Sachen nachgereicht.
  • gelacht: Die Kinder können gar nicht fassen, dass der deutsche Begriff für die klitzekleen Käppes’che (Rosenkohl) so ganz anders klingt als das kölsche Sprütche und das britische Brussel sprouts. Selbst die Niederländer sind näher dran mit Spruitjes/Spruitkool!
  • nachgedacht: Meine Große war beim Anblick ihres Zeugnisses sehr nachdenklich. Sie macht sich Sorgen, ob es fürs Gymnasium reicht. Alle drei Kinder sind enttäuscht von ihren Zeugnissen. Denn es ist Usus in dieser Schule, bei allen Aufgaben, vor Allem im Homelearning, aber auch schon im Präsenzunterricht, vollkommen übertrieben (aus meiner Sicht) zu überloben, dann kommen aber auf dem Zeugnis realistische Noten. Das finde ich nicht fair. Schon beim Abgeben der Arbeiten müsste den Kindern ehrlich gesagt werden, was gut läuft und was sie besser machen könnten. Das macht einzig die Deutschlehrerin, bei den anderen Fächern hätte ich anhand der Lehrerkommentare keine Ahnung vom Leistungsstand meiner Kinder.
  • geschraubt: Diesmal wollten zwei Lampen, ein Auto und ein Fahrrad repariert werden.
  • gebacken: Beim Aufräumen des Vorratsschranks tauchten noch zwei Gläser Aprikosenkonfitüre auf, die danach verlangten, zu Nussecken verarbeitet zu werden. Lecker Wanderverpflegung im Winter (im Sommer würde die Schokolade schmilzen)
  • gefeiert: Karneval – zuhause – und meinen Geburtstag – ohne Gäste 🙁
  • genäht: einige Täschlein, in dem die FFP2-Maske transportiert werden kann.
  • gemalt: erneut unfassbar viele Bilder, darunter das Beitragsbild von
  • geerntet: Salbei für den nächsten Tee und riesige Berge von Feldsalat.
  • ermittelt: Diesmal waren wir für Escapemail* auf einer Inselgruppe unterwegs. Leider wurde unser Cousin dabei entführt… Und wir haben auch noch in unserer Dreiergruppe einen Browserspiel-Fall gelöst. Der hat sich aber leider bei mir nicht einmal gut genug im Gedächtnis gehalten, um mich an seinen Namen zu erinnern.
  • eingestellt: Die Ermittlungen mit Sherlock Junior*. Auch nach vier weiteren Briefen bleibt es dabei: Sherlock Junior ist nichts für Aurelia, das ist zu viel Lesen und zu wenig Rätseln.
  • konferiert: die Ermittlungen waren wieder mit Videokonferenzen verbunden. Auch die Kinder hängen abwechselnd den ganzen Tag in ihren Homelearning-Konferenzen und verabreden sich auch zu Spielkonferenzen.
  • gespielt, gepuzzelt und vieles mehr. Aber die Luft ist raus, die Kinder wollen nach draußen, in die Schule, ins normale Leben. Die Zwillinge sind 5 Jahre als und haben bereits 20 % ihres Lebens mit Corona-Einschränkungen verbringen müssen. Kein Ende in Sicht. Waren all unsere Einschränkungen für die Katz? Die Zahlen gehen wieder hoch, die Impfungen dauern zu lange, die Mutanten sind zu schnell, wie wird das enden?

*Werbung? Ja, durch Nennung von Produkten und Marken. Und zwar ohne Vergütung, aber aus voller Überzeugung!

5 thoughts on “Unser Februar 2021

  1. Sind die Fotos eigentlich angekommen? Ich hatte Dir einen Link zum Runterladen verschickt. Falls nein, muss ich das verlängern.

  2. Bella ist ja sehr sehr schön anzusehen 🙂 Da werdet Ihr bestimmt noch viel Freude dran haben !!!
    Viele Grüße
    Freddy

  3. Ach so und Sprüütche ist doch sprachlich verwandter mit Sprouts als mit Rosenkohl.
    Sprüütche heißt wohl auch Sprößlling, Nachkomme.
    Es ist nicht wichtig, ob Aurelia sofort auf’s Gymnasium geht, oder erstmal nicht. Sie kann später noch wechseln. Sie kann auf einer Gesamtschule auch Abi machen. oder ohne Abi z.B. Fotografin oder Grafikerin werden. Talent zeichnet sich ja schon ab. Die guten Englischkenntnisse nimmt ihr auch keiner mehr ab. Unsere Kids werden viel zu früh auf Abitur und Studium fixiert, dabei sind sie gerade erst aus dem Ei gekrochen.

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