Bitte entschuldigt, dass ich unsere Monatszusammenfassung mit Verspätung schreibe. Wir waren so beschäftigt, dass wir mitunter tagelang keinen Rechner in die Finger bekamen.

Im März 2021 haben wir

  • recherchiert: im Rheinland und in der Eifel, bei jedem Wetter von Eisregen bis zu sonnigen 26°C.
  • geschrieben: an Manuskripten zu zwei Wanderführern und zwei Ausflugsführern
  • beantwortet: einige Fragen zu meinen Eifelburgen in der Landesschau Rheinland-Pfalz*. Im Nachgang zur diesem „Couch-Gespräch“ erhielt ich tatsächlich noch zwei lange erwartete Mails aus der Eifel von einer Pensionswirtin und einem Hotelier-Ehepaar, die mich im Fernsehen sahen und denen wieder einfiel, dass ich ihnen ja für den Eifelsteig geschrieben hatte.
  • fotografiert: Burgen im Rheinland an einem klaren Tag während der Magnolienblüte und dabei
  • triumphiert: meine Mutter wollte mir nämlich nie glauben, wenn ich ihr beim Wilsberg* reinredete und sagte „Schau, das ist doch das Schloss Wülfrath*“ oder „Hey, das ist in Köln in der XY-Straße!“. Ihre wiederholte Entgegnung „Kind, Wilsberg ermittelt doch in Münster!“ konnte ich nun entkräften, denn ich platzte am Schloss Arff* mitten in die Dreharbeiten und ein netter Mensch aus dem Team erklärte mir, dass immer nur eine Woche in Münster gedreht wird und der Rest in und um Köln.
  • erkundet: die Sophienhöhe, und zwar gemeinsam mit der Haselmaus Sophie und einen erstklassigen Naturerkundungs-Set.
  • empfohlen: Den Escape-Room von Agent Y* in Brühl. Hoffentlich darf bald wieder offline – in echt – reallife – vor Ort in Escaperäumen gespielt werden.
  • gerechnet: wie die Maya, und zwar sowohl im soeben genannten Escape Room, als auch im Fern-Matheunterricht
  • uns gefreut: dass der Frost unserer Magnolie nicht geschadet hat
  • getrauert: um einen der großartigsten Menschen, die ich kannte. Wenn ich doch nur mehr Zeit hätte, würde ich euch viele Seiten lang über Theo Mittelstädt berichten. Über Theo – den Freund, den DRK-Kollegen, den Cocktail-Mixer, den Skipper, den Organisator, den Standesbeamten, den Kinderbetreuer und den Gärtner. Über den fröhlichen, geselligen, großzügigen, schlauen, liebenswerten, strengen, unnachgiebigen, liebenden und unermüdlichen Theo, der einer der wichtigsten Wegbegleiter und Wegbereiter meines Lebens war.
  • gesammelt: Mitte März haben wir wieder bei Hürth Putzmunter mitgemacht und auf dem Spielplatz hinter unserem Haus einen großen Berg Müll zusammengetragen. Das stört aber die Jugendlichen nicht, die dort fast jeden Abend saufen, grölen und kiffen. Keine zwei Wochen später fand meine Jüngste eine ganz besondere Dose:
  • geflucht: über Leute, die ihre Marihuana-Grinder auf dem Spielplatz vergessen und ich meinen Fünfjährigen die Frage „Mama, was ist das?“ beantworten muss.
  • gestempelt: an drei Tagen im März stand je eine Pilgerin vor der Tür. Alle unter dem Vorwand, sich bei mir den Pilgerstempel in den Pilgerpass drücken zu lassen, alle drei wollten zwar gar nicht richtig reinkommen, mussten aber dringend auf die Toilette. Auch das ist ein Problem bei Lockdown. Selbst wenn die Pilger jeden Abend wieder nach Hause (hier: Zülpich, Remscheid, Hückeswagen) fahren, müssen sie unterwegs ja auch ‚mal aufs Klo. Nachher weiter in Richtig Eifel geht das im Wald, aber nicht auf der Strecke vom Dom stadtauswärts.
  • durchgerauscht: Omas zweite Impfung ging ohne Wartezeiten über die Bühne, wir mussten weder draußen im Zug stehen, noch mussten wir uns drinnen irgendwo hinsetzten, alles ist noch durchdachter organisiert als bei der ersten Impfung.
  • besucht: einen Gnadenhof. Wie knapp manche Tiere dort dem Tod entronnen sind, erkannten wir spätestens, als uns ein niedlicher kleine Eber mit „Schnitzel“ vorgestellt wurde.
  • gerettet: einen Agenten bei einer Outdoor-Mission, noch dazu in der verbotenen Stadt… Der Rest muss geheim bleiben. So haben wir es dem Auftraggeber versprochen. Wir werden erst im fertigen Ausflugsführer darüber berichten.
  • gelernt: im Wechselunterricht. Das ist für die Große noch belastender als das Homelearning, weil wir gar nicht mehr genau wissen, was an welchem Tag gemacht werden muss, weil sich die Präsenz- und Daheim-Tage ganz stur abwechseln. Blöderweise ist auch noch die beste Freundin in Gruppe B gelandet, Aurelia aber in Gruppe A.
  • geschraubt: Könnt ihr euch eine (16 kg leichte) Fünfjährige vorstellen, die mit vollkommen ernster Miene „Mama, kümmer du dich um diese Metallteile an der Zarge, ich halte die Tür!“ sagt?!
  • gebacken: den besten Kuchen ever: Ein Rocher*-Brownie mit Nutella*-Fudge. Ein Stück hat mehr Kalorien als den Tagesbedarf einer Bundesliga-Fußballmannschaft. Aber soooooooo lecker!
  • eingekauft: gut, das machen wir öfters. Aber ich hasse Einkaufen. Außer ein guter Freund, den ich seit fast zwei Jahren nicht mehr gesehen habe, nimmt mich mit zum English Shop* nach Köln. Das ist dann eher eine Anti-Fernweh-Therapie.
  • gefeiert: einen Online-Geburtstag. Das ist einer der Tiefpunkte dieser Pandemie für mein Mutterherz. Da hat Aurelias Freundin nun schon das zweite Mal im Lockdown Geburtstag. Diesmal besteht sie auf einer Feier. Sie verschickt Einladungen, bringt ihren Gästen (kontaktfrei natürlich) sogar Tüten mit Snacks, Getränken,… und dann sitzen sechs Mädchen zwei Stunden vor ihren Klapprechnern, schwatzen und spielen mit den jeweiligen Tablets gleichzeitig Roblox*.
  • genäht: noch einige Maskenetuis.
  • gerührt: Seifenspezialitäten zum Verschenken und für das eigene Waschbecken
  • gemalt: das Beitragsbild ist aus Aurelias Matheunterricht. Gute Idee, auch wenn sie Fernweh weckt…
  • geerntet: Salbei und Zitronenmelisse für den nächsten Tee und riesige Berge von Feldsalat.
  • ermittelt: Noch einmal für Escapemail*. Wir sind stolz darauf, unseren Cousin befreit zu haben
  • konferiert: Homelearning-Konferenzen und Spielkonferenzen.
  • gespielt, gepuzzelt, gelesen und vieles mehr.

*Werbung? Ja sicher! Und zwar aus voller Überzeugung, weil ihr ruhig wissen solltet, wer uns das Leben schwer oder schön macht. Ich werde für die Nennung der Namen, Firmen oder Produkte nicht bezahlt.

4 thoughts on “Unser März 2021

    1. Das war in einem Dr. Oetker Guglhupf drin. Soll ich dir eine Kopie schicken oder beim nächsten Backdurchgang eine 1 zu 1 Backanleitung fotografieren?

  1. Wir sollten uns endlich von dem Begriff „Social Distancing“ distanzieren, denn es ist nur ein „Physical Distancing“. Auch wenn es nicht schön ist kann man auch in gewissen Umfang auf Entfernung „Social“ sein.

    1. Dabei gebe ich dir Recht, aber es heißt eben immer noch so und fühlt sich in den meisten Fällen auch genau so an. Für uns Erwachsene kann es social close, aber physical distant sein, aber manch einer, besonders die Kinder und Senioren brauchen für soziale Nähe auch Umarmungen und andere Berührungen.

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