Kein guter Monat für mich. Meine Stimmung war fast durchgängig traurig, deprimiert und lustlos. Allgemein. Aber auch speziell im Hinblick auf das Bloggen. Wozu das alles?

Wozu recherchiere ich für Bücher, die dann doch nicht erscheinen?
Wozu schreibe ich besorgte Mails an die Schule, die dort niemand liest?
Wozu mache ich Therapietermine aus, wenn uns niemand die Tür öffnet?

Und, sagt mal: warum schreibt mir denn keiner von euch, dass ich bei der Monatszusammenfassung von April nur Stichworte geschrieben und die Fotos vergessen habe??? Ich lasse das jetzt auch so unfertig, spiegelt es doch sehr gut meinen Zustand beim letzten Monatswechsel wider.

Im Mai 2021 haben wir

  • recherchiert: im Rheinland und in der Eifel, bei jedem Wetter, leider meist bei fiesem Regen. Erst die letzten Tage wurde es ja besser, aber nachts ist es immer noch ziemlich kühl. Das gibt nix mit dem Klimawandel in diesem Jahr…
  • organisiert: Recherchen unter erschwerten Bedingungen, aber wieder in Gesellschaft – mit einigen sehr lieben, einigen sehr aufgeweckten, einigen sehr motzigen und einigen sehr anstrengenden Recherchekindern.
  • geschrieben: an Manuskripten zu zwei Wanderführern und zwei Ausflugsführern.
  • geseufzt: Das letzten Monat schon beseufzte Buchprojekt ist wohl gescheitert.
  • beantwortet: Einige Leserbriefe, einer davon nur zum Kopfschütteln: Da beschwert sich bei mir doch allen Ernstes ein Leser, der mit einem im November 2020 erschienenen Pilgerführer unterwegs ist, dieser sei wohl nicht aktuell, denn im Februar und März waren alle Pilgerunterkünfte zwischen Köln und Trier geschlossen…
  • fotografiert: Einige Burgen und Ausflugsziele, nicht viel bei diesem Sauwetter.
  • erkundet: Wälder und Felder nah und fern. Mit Fernglas, Becherlupe, Thermosbecher-Porridge und Bollerwagen.
  • empfohlen: Ein wunderschönes Kinderbuch über eine Zeitreise der vier Nepomuks vom heutigen Brixen in die Räterzeit
  • verlost: zwei Exemplare dieses Buchs Zeitreise mit den Nepumuks, ihr könnt noch bis heute 12 Uhr teilnehmen
  • uns gefreut: darüber, dass die ersten Freibäder wieder öffnen, dann aber sofort wieder
  • geärgert: denn sie öffnen nur die Schwimmerbecken und nur für Schwimmer. Wie sollen meine Minimäuse denn endlich schwimmen lernen ???
  • gebibbert: wir konnten aber nicht länger warten und waren deshalb einfach im See schwimmen *bibber* *klapper* *zitter*
  • getrauert: um einen sehr netten Nachbarn, der stets ein nettes Wort für die Kinder und mich hatte. Es reißt nicht ab mit den Todesfällen.
  • gestempelt: im Mai konnte ich drei Pilger*innen mit Pilgerstempel und Toilettenbenutzungserlaubnis glücklich machen.
  • geführt: ein Stallgespräch mit Hühnern, Ziegen, Schafen, Pferd, Pony und Muli.
  • gerettet: den kleinen Alfonx21. Der Außerirdische hatte mit seinem Raumschiff eine Notlandung bei Rheinbach machen müssen.
  • durchgerauscht: diesmal nicht. Bei meiner zweiten Impfe musste ich an allen Stationen lange warten und fühlte mich sehr unwohl. Insgesamt 18 Mitarbeiter sind in meine Individualdistanz eingedrungen. Dabei hätte es gereicht, wenn das der Fiebermessmann am Eingang und der Impfarzt gewesen wären. Warum aber irgendwelche Johanniter mich am Ellbogen oder Rücken in eine Richtung schieben, die sie mir gleichzeitig erklären, will mir nicht einleuchten.
  • gefeiert: Den Geburtstag der Zwillinge zuhause ohne andere Kinder. Schon das zweite Mal. Aber sie wollten niemanden einladen, denn zu dieser Zeit war ja noch Homelearningphase. Ihre Logik war: Wenn wir unsere Freunde nicht in der Schule sehen dürfen, ist es zuhause erst recht verboten. Sie haben die Pandemieregeln so sehr verinnerlicht, dass es mir weh tut. Wir sind wohl wirklich nicht mehr resozialisierbar.
  • gelernt: Zuhause, in der Schule und im Wechselunterricht. Sehr gemischte Themen, von 3D-Formen, die mir in 13 Schuljahren nebst Mathe Leistungskurs nicht untergekommen waren über berühmte Menschen bis zu lebensrettenden Satzzeichen. Dieses Hin & Her macht die Kinder fertig. Und jetzt sind schon wieder Half-Term-Ferien. Schön blöd, da verpufft ein ganzes Schuljahr wie nichts.
  • konferiert: Wieder endlos & oft für die Schule.
  • konstruiert: Ein schwimmfähiges Wikingerschiff
  • gemalt: das Beitragsbild, von Nele und Cari, es zeigt die Flugpionierin Amelia Earhart bei ihrem letzten Flug :O
  • geerntet: Salbei, Zitronenmelisse, Lorbeer, Thymian, Oregano, Rhabarber, Waldmeister, Holunderblüten, Spitzwegerich.
  • gebacken: Holunderblütenpfannkuchen – seit Jahren endlich mal wieder!
  • ermittelt: Erneut für Escapemail*.
  • gespielt, gepuzzeltgelesen und vieles mehr.

*Werbung? Ja sicher! Und zwar aus voller Überzeugung, weil ihr ruhig wissen solltet, wer uns das Leben schwer oder schön macht. Ich werde für die Nennung der Namen, Firmen oder Produkte nicht bezahlt.

3 thoughts on “Unser Mai 2021

  1. Guten Morgen,

    Es tut mir leid, dass ich so selten auf deinen Blog reagiere. Aber ich lese ihn gerne und freue mich nach unserer gemeinsamen Zeit beginnt go immer etwas Neues von euch zu lesen. Ich hoffe der kommende Monat wird für euch besser und ihr könnt auch das schöne Wetter etwas genießen.

    Bis bald

    1. Liebe Iris, das ist lieb von dir. Bestimmt wird es wieder besser. Das ist ja das Schöne an einer Talsohle: danach geht es bergauf, egal in welche Richtung ;o)

  2. Ich bin so froh dass ich mich nur um mich kümmern muss und bin, im Vergleich zu Euch, kaum von irgendwelchen Einschränkungen betroffe. Manche nerven zwar, wie die neueste Regelung bzgl des Grenzübertritts in die Niederlande, aber das sind auch nur Befindlichkeiten.

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