{"id":2193,"date":"2017-03-19T11:08:13","date_gmt":"2017-03-19T10:08:13","guid":{"rendered":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=2193"},"modified":"2017-03-18T17:06:21","modified_gmt":"2017-03-18T16:06:21","slug":"entruempeln-fuer-fortgeschrittene","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=2193","title":{"rendered":"Meine Sachen haben auch Fernweh"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2228\" aria-describedby=\"caption-attachment-2228\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2228\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/P2250371-300x225.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/P2250371-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/P2250371-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/P2250371.jpg 922w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2228\" class=\"wp-caption-text\">Wir trinken seit Jahren\u00a0nur noch Frischgemahlenebohnenkaffee, aber meine Mutter jammerte, als ich diese beiden Maschinen an die Stra\u00dfe stellte<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ihr wisst ja, dass ich schon eine ganze Weile entr\u00fcmpele. Viel zu viele Sachen hatten keinen festen Platz, so z.B. konntet ihr Haarspangen, Kleingeld, B\u00fccher, Kulis und Scheren in jedem, ja, wirklich jedem, Raum finden.<\/p>\n<p>Von au\u00dfen kommt immer sehr viel hinzu. Alle drei Kinder sammeln und verwahren alles, was sie zu packen bekommen (eigene Kinder kommen eben nicht auf andere Leute). Das will alles wegger\u00e4umt und verwaltet werden. Alle Schr\u00e4nke und Regale waren vollgestopft mit Sachen, die verwahrt wurden, weil sie einmal Geld gekostet hatten, von lieben Menschen geschenkt wurden oder vielleicht noch irgendwann gebraucht w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Stelle ich etwas an die Stra\u00dfe, tr\u00e4gt meine Mutter es wieder ins Haus. &#8222;Das k\u00f6nnen wir bestimmt nochmal brauchen&#8220;, hei\u00dft es dann stets.<\/p>\n<p>Allein die Massen an Kritzelzeichnungen meiner M\u00e4use kommen \u00fcbereinander gestapelt gesch\u00e4tzt auf zwei laufende Meter. Trennen kann ich mich davon nicht, mir tut es um jedes Kunstwerk leid, weil es mit so viel Leidenschaft gemalt wurde.<\/p>\n<p>Doch als im Februar meine Gro\u00dfe &#8222;den kann ich noch zum Basteln brauchen &#8211; irgendwann!&#8220; aufheulte, als ich einen abgelutschten Eisstiel im Kamin als Anmachholz verwenden wollte, war mein Ma\u00df voll.<\/p>\n<p>Ich kam grade aus dem Keller und war meiner Motorradkombi aus Leder begegnet, die ich 1987 gekauft hatte und seit dem Verkauf meines Motorrades 1992 nicht mehr getragen hatte. Damals trug ich Kleidergr\u00f6\u00dfe 36\/38&#8230;<\/p>\n<p>Nachdem ich mit meinem <a href=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=60\">Kistenspiel <\/a>und meinem <a href=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=143\">1-100-Spiel<\/a> schon im vergangenen Jahr einiges aus dem Haus geschafft hatte, machte ich nun einen gro\u00dfen Rundumschlag: Noch verk\u00e4ufliche Tr\u00f6delsachen und B\u00fccher wanderten in 19 Kisten, mit dem ich Annas Auto mehrere Male tiefer legte. Ungenutzte Hundesachen, doppelter Hausrat und Bekleidung lagerten bis letzten Samstag in der Sauna, bis Melanie und Stephan sie zu Gunsten ihrer Tiertafel mitnahmen. Bei Booklooker hatte ich \u00fcber 200 B\u00fccher neu eingestellt (und davon bis heute bereits 23 verkauft). Das IKEA-Regal in Godorf, die B\u00fccher-Box vor Herberts B\u00e4ckerei und meine Mitnehmkiste haben sich \u00fcber neues Lesefutter im Zentner-Gewichtsbereich gefreut. Ich habe mich sogar ganz tapfer von meiner Tatzenjacke getrennt, die ich k\u00fcrzlich (= vor 26 Jahren) im Jack Wolfskin Laden gekauft hatte und die nun einfach aufgeschlissen war.<\/p>\n<p>Jetzt war ich an einem Punkt, an dem Platz genug vorhanden ist, um mit System vorzugehen. Nur welches System soll es sein?<\/p>\n<p>In der Vergangenheit war es am ehesten &#8222;<strong>Simplify your Life<\/strong>&#8220; von Werner Tiki K\u00fcstenmacher, dessen Zeichnungen ich sehr liebe. Mir hat immer die Idee gefallen, ohne Stress und weitere Unordnung eine Schublade, ein Regalfach oder einen Schrank nach dem anderen in Angriff zu nehmen. Doch nach all der langen Zeit muss ich mir eingestehen, dass ich f\u00fcr diese Methode nichts tauge. Es wird mit dieser Methode nicht weniger, im Gegenteil! All die Kleidung, Spielsachen und Ausstattung der Kinder ist ja zwangsl\u00e4ufig neu hinzu gekommen, aber auch meine eigenen Sachen sind zu viel.\u00a0Da ich vermute, dass einer der Gr\u00fcnde darin zu finden ist, dass viele Sachen in meiner Wohnung keinen festen Platz haben, muss also ein anderer Ansatz zugrunde gelegt werden.<\/p>\n<p>Bei Diana sah ich zuf\u00e4llig das Buch &#8222;<strong>Magic Cleaning<\/strong>&#8220; und sie war sogar bereit, es mir zu leihen. Wink des Schicksals? Keine Ahnung. Aber einen Versuch war es wert. Nun nahm ich\u00a0also die so genannte &#8222;<strong>KonMari<\/strong>&#8222;-Methode in Angriff. Ich kam nur schwer ins Buch. Obwohl ich Quer- und Schnellleserin bin, zog sich das Vorgepl\u00e4nkel ziemlich hin. Auf den\u00a0ersten -zig Seiten ist die Autorin damit besch\u00e4ftigt, sich selbst zu beweihr\u00e4uchern. Mir als Leserin ist aber vollkommen egal, dass sie schon als junges M\u00e4dchen die beste Aufr\u00e4umerin der Welt war. Als es dann endlich mit Tipps los ging, lasen sich die Ideen aber durchaus einleuchtend. Der Ansatz ist genau das Gegenteil von &#8222;eine Schublade nach der anderen&#8220;. Sie empfiehlt, zu einem Themenfeld ALLE Sachen an einen Punkt zu tragen, damit man \u00fcberhaupt einmal sieht, wie viel es ist.<\/p>\n<p>Vor Monaten w\u00e4re mir das gar nicht m\u00f6glich gewesen, weil ich von allem so viel hatte, dass es gar nicht irgendwo an eine Stelle gepasst h\u00e4tte. Nun aber konnte es los gehen. Ich erstellte eine Liste, in welcher Reihenfolge ich Berge auft\u00fcrmen wollte:<\/p>\n<figure id=\"attachment_2284\" aria-describedby=\"caption-attachment-2284\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2284 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170315_125349_resized-169x300.jpg\" alt=\"20170315_125349_resized\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170315_125349_resized-169x300.jpg 169w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170315_125349_resized-768x1365.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170315_125349_resized-576x1024.jpg 576w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170315_125349_resized.jpg 918w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2284\" class=\"wp-caption-text\">Keine Ahnung, wie der Titel lautet, aber das Buch ist rot<\/figcaption><\/figure>\n<ol>\n<li>Bekleidung<br \/>\na) eigene Bekleidung (Jacken, Hosen, Pullover, Shirts, Unterw\u00e4sche, Schuhe, Rest)<br \/>\nb) Kinderkleidung<\/li>\n<li>B\u00fccher<br \/>\na) eigene B\u00fccher<br \/>\nb) Kinderb\u00fccher<\/li>\n<li>Geschirr &amp; Besteck (Essgeschirr, Kochgeschirr, Tupperdosen, Backzubeh\u00f6r)<\/li>\n<li>Haustextilien (Decken, Bettw\u00e4sche, Tischdecken, Sets, Gardinen)<\/li>\n<li>Elektrisches (K\u00fcchenmaschinen, Haushaltsger\u00e4te, Akkus, Videos, DVDs, CDs, H\u00f6rb\u00fccher)<\/li>\n<li>Papier (Zeitschriften, Prospekte, Eintrittskarten, Versicherungsunterlagen, Bauakten, Quittungen, Aufkleber)<\/li>\n<li>Kleinkram (Spangen, Kn\u00f6pfe, Stifte, Schraubendreher, Schl\u00fcsselanh\u00e4nger, Schmuck, K\u00f6rperpflege)<\/li>\n<li>Recherchematerial (Karten, B\u00fccher, Prospekte, Faltbl\u00e4tter, Notizblocks)<\/li>\n<li>Outdoor (Zelte, Isomatten, Kocher, Rucks\u00e4cke, GPS, Funktionskleidung)<\/li>\n<li>Andenken (Dias meines Vaters, Eintrittskarten meiner Kindheit, meine Sandsammlung, und und und)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mir fiel es erstaunlich leicht, in den ersten Kategorien Dinge auszumustern. Nach den Schwangerschaften\u00a0brauche ich eine Schuhgr\u00f6\u00dfe mehr. Auch\u00a0in Kost\u00fcmchen und Hosenanz\u00fcge in Kleidergr\u00f6\u00dfe 34 oder 36 werde ich nie mehr passen. Also weg damit, egal wie gut sie noch in Schuss sind und was sie vor Jahren gekostet haben. An einigen hingen sogar noch die Preisetiketten. Vor 20 Jahren als Geschenk erhaltene Tischdecken, die immer noch originalverpackt waren, weil ich sie f\u00fcr den richtigen Anlass verwahrt hatte, durften auch gehen. Mein Highlight waren die Sitzungsprotokolle aus den Jahren 1984 ff. des Jugendrings der Stadt H\u00fcrth, in dem ich ein paar Jahre Vertreterin des Jugendrings war. Ich k\u00f6nnte hier stundenlang die kuriosesten Dinge aufz\u00e4hlen, die Jahre und Jahrzehnte ein trauriges Leben in den hintersten Ecken meiner Regale und Sch\u00e4nke fristen mussten, ohne jede Hoffnung, irgendwann (noch) einmal von mir benutzt zu werden.<\/p>\n<p>Ich behalte neben den Nachschlagewerken nur die B\u00fccher, die mir so gut gefallen, dass ich sie noch ein zweites\/weiteres Mal lesen will. Das sind erstaunlich wenige. Als gestandene Bookcrosserin wei\u00df ich ja, dass Regalhaltung Buchqu\u00e4lerei ist. Aber Gleiches gilt doch auch f\u00fcr Kleidung, Schmuck, Ski und Klappspaten. Die armen Wichte langweilen sich doch in meinem Keller zu Tode! Also ging auch meine seit 15 Jahren nicht mehr anger\u00fchrte M\u00e4rklin-Eisenbahn in gute H\u00e4nde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2260 alignright\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170221_132433_resized-300x169.jpg\" alt=\"20170221_132433_resized\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170221_132433_resized-300x169.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170221_132433_resized-768x432.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170221_132433_resized.jpg 816w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wer bitte ben\u00f6tigt 8 (in Worten: acht) Brief\u00f6ffner?<br \/>\nIch jedenfalls nicht, ich rei\u00dfe meine Post schon im Flur stehend mit dem Finger auf. Die vier h\u00e4sslichsten Exemplare dieser Spezies hatten noch einen perfekten letzten Auftritt als Anmachholz im Kamin. Nun suche ich immer noch ein neues Zuhause f\u00fcr eine orange Blume, einen roten Vogel, ein Edelstahlmodell von Colani und ein Holzunikat von der Isle of Skye.<\/p>\n<p>Gegen Ende der Liste wurde es etwas schwieriger, ich war aber schon so geschult von den vorausgehenden Themen, dass auch hier erstaunlich viel den Weg in die M\u00fclltonne, an den Stra\u00dfenrand und in die Sozialprojektkisten fand. Manchmal bekam ich Angst vor der eigenen Courage und hatte den Eindruck, meine Sachen h\u00e4tten geradezu darauf gewartet, von mir in der dunkelsten Ecke des untersten\u00a0Kartons im letzten Regal wiederentdeckt und in die Freiheit entlassen zu werden. Ob Dinge wohl auf Fernweh bekommen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>F\u00e4llt euch oben in meiner Aufz\u00e4hlung am letzten Thema etwas auf? Spontan beim Anlegen der Liste hatte ich dort immer &#8222;mein&#8220; geschrieben, vorher gar nichts oder &#8222;eigene&#8220;. Mein Herz sagte mir also schon beim Aufschreiben, dass hier andere Ma\u00dfst\u00e4be angelegt werden mussten.Wie gut, dass es der letzte Punkt war. So war sich schon ge\u00fcbt und konnte relativ sicher entscheiden, was bleibt und war gehen darf.<\/p>\n<p>Mein Entscheidungskriterium war ganz einfach die Frage &#8222;Tut mir dieses Erinnerungsst\u00fcck gut?&#8220;. Nahm ich also etwas in die Hand, bei dem ich eine sch\u00f6ne Erinnerung bekam und l\u00e4chelte, war es hier bei mir noch genau richtig. Auch bei Erinnerungen an schwierige Zeiten wurde es mir manchmal ganz warm ums Herz und ich empfand Dankbarkeit daf\u00fcr, dies durchlebt und hinter mir gelassen zu haben. Das war auch in Ordnung f\u00fcr mich. Es blieben aber auch sehr viele Dinge, die zum Teil nach vielen Jahren nur \u00c4rger\/Wut\/Trauer\/Resignation in mir weckten. Die flogen sofort im hohen Bogen auf den RausausdemHaus-Stapel, selbst wenn sie wertvoll waren.<\/p>\n<p>Dieses Aufr\u00e4umen hat damit auch eine therapeutische Wirkung auf mich. So halte ich z.B. an den Hochzeitsfotos und dem Ehering von 1991 fest, obwohl diese Ehe schon 1993 geschieden wurde. Wir sind immer noch Freunde, lachen immer noch \u00fcber unsere gemeinsame Vergangenheit und freuen uns aus der Ferne am Leben des anderen. Ich habe ein gerahmtes Foto meines 1968 verstorbenen Vaters gefunden, das nun einen Ehrenplatz erh\u00e4lt. Auf der anderen Seite habe ich die Unterlagen von meinem Umbau 2000-2002 in die blaue Tonne geworfen, weil diese Zeit eines der dunkelsten Kapitel im meinem Leben war.<\/p>\n<p>Karneval lernte ich eine Frau kennen, die sich vorgenommen hatte, nur noch exakt 100 Teile zu besitzen. Davon bin ich auch nach dieser gro\u00dfen gro\u00dfartigen Entr\u00fcmpelung weit entfernt. Aber mit jeder aus dem Haus getragenen Kiste Krempel, mit jedem demontierten Treppenschutzgitter, mit jedem gef\u00fcllten Kleidersack wurde mir leichter ums Herz. Dinge, die ich nicht habe, muss ich auch nicht sortieren, pflegen und aufr\u00e4umen. Herrlich.<\/p>\n<p>Auch wenn noch nicht alles das Haus verlassen hat, weil ich f\u00fcr viele Dinge noch die richtigen Abnehmer suche: Alle Teile aus meinem Besitz wissen nun, ob sie bleiben oder gehen d\u00fcrfen. Das gibt mir ein gutes Gef\u00fchl. Entgegen der KonMari-Methode werfe ich n\u00e4mlich nicht den Gro\u00dfteil der aussortierten Sachen weg. Als alte \u00d6ko-D\u00f6rthe mit Naturfreunde-Vergangenheit mag ich den neuen Begriff <strong>Nachhaltigkeit<\/strong>. Wenn also eine Sache einmal hergestellt wurde und in der Welt ist, sollte sie so lange und so viel wie m\u00f6glich genutzt werden. Nur damit l\u00e4sst sich die Ausbeutung der Ressourcen bei der Herstellung dieser Sache und ihrer potentiellen Nachfolger rechtfertigen. Bestes Beispiel daf\u00fcr ist meine weiter oben schon erw\u00e4hnte Tatzenjacke. Damals produzierte Jack Wolfskin noch qualitativ hochwertige Outdoorbekleidung, die auch einem Dauereinsatz \u00fcber Jahrzehnte standhielt. Nach dem Motto &#8222;Ich kann es mir nicht leisten, billig einzukaufen&#8220; oder &#8211; wie meine Mutter immer sagt &#8211; &#8222;Wer billig kauft, kauft doppelt und dreifach&#8220;, h\u00e4tte ich in der gleichen Zeit bestimmt ein halbes Dutzend billige Jacken gekauft und weg geworfen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2291\" aria-describedby=\"caption-attachment-2291\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2291 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_082938_resized-169x300.jpg\" alt=\"20170317_082938_resized\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_082938_resized-169x300.jpg 169w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_082938_resized-768x1365.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_082938_resized-576x1024.jpg 576w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_082938_resized.jpg 918w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2291\" class=\"wp-caption-text\">All diese DM M\u00fcnzen und Sonderpr\u00e4gungen habe ich bereits bei der Landeszentralbank abgegeben.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was ich also noch verwende, darf gerne bleiben. Es ist nun wieder aus der hintersten Ecke der Regale, Schubladen und Kisten in mein Bewusstsein zur\u00fcckgekehrt und hat nun eine gute Chance, auch wieder gerne und oft genutzt zu werden. Einiges wartet noch auf eine genaue Durchsicht. Dazu geh\u00f6ren die Kameras meines Vaters, unsere M\u00fcnzalben und die Briefmarkensammlung meiner Mutter. Wegwerfen geht dabei nicht. Einfach als Mischkarton einem H\u00e4ndler anbieten behagt mir auch nicht. Also werde ich mich damit genauer besch\u00e4ftigen m\u00fcssen, um eine ihnen angemessene Verwendung zu finden. Diese Dinge wissen also schon, dass sie auf Reisen gehen werden, noch steht aber das Reiseziel nicht fest. Nur die D-Mark Sonderm\u00fcnzen und all unser\u00a0quer durchs Haus verteilt gefundenenes DM-Kleingeld fand am Freitag den Weg zur Landeszentralbank. Vorher hatte ich tagelang die \u00f6rtlichen M\u00fcnzh\u00e4ndler abgeklappert, die aber allesamt f\u00fcr die Sonderm\u00fcnzen sogar noch weniger (bis zu 25 %) geben wollten, als der Nominalwert ist.<\/p>\n<p>Nun bin ich gespannt, wie lange der schon erreichte Zustand anh\u00e4lt und wie sich alles entwickelt. Meine Mutter hat sich angesteckt und stellt mir momentan t\u00e4glich ihre aussortierten Dinge in den Flur, damit ich sie einer fachgerechten Entsorgung zuf\u00fchre.<\/p>\n<p>Aber ich bin jetzt ger\u00fcstet und wei\u00df, was zu tun ist, wenn die unerfreulichen und ungenutzten Dinge wieder \u00dcberhand nehmen. Dann geht es in die n\u00e4chste Runde und bestimmt f\u00e4llt wieder ein riesiger Berg Sachen an, die das Haus verlassen d\u00fcrfen, weil ich dann so weit bin, mich von ihnen zu trennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr wisst ja, dass ich schon eine ganze Weile entr\u00fcmpele. 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