{"id":2381,"date":"2017-04-20T22:58:07","date_gmt":"2017-04-20T20:58:07","guid":{"rendered":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=2381"},"modified":"2017-05-11T22:10:51","modified_gmt":"2017-05-11T20:10:51","slug":"wandern-mit-himmlischem-beistand","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=2381","title":{"rendered":"Wandern mit himmlischem Beistand"},"content":{"rendered":"<p>Auf meinem Wanderwunschzettel schlummerte seit Oktober eine ganz besondere Wanderung: 22 km von Lluc um den Puig Roig herum. Dass ich nicht nur einen\u00a0traumhaften Wandertag erleben w\u00fcrde, sondern viel \u00fcber meinen Schutzengel und die &#8222;Eingeborenen&#8220; der Insel lernen w\u00fcrde, ahnte ich noch nicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2407 alignleft\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090908-300x225.jpg\" alt=\"p4090908\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090908-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090908-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090908.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>F\u00fcr das Buch hatte diese Tour keine hohe Priorit\u00e4t, weil der Weg durch das Gebiet einer privaten Finca f\u00fchrt, dessen Eigent\u00fcmer nur am Sonntag Wanderer auf seinem Grundst\u00fcck duldet. An den restlichen Wochentagen sind die Tore verschlossen.\u00a0Bei den 27 Wanderungen, f\u00fcr die meine vom Verlag vorgegebene Zeichenzahl im Manuskript reichte, wollte ich meine Leser nicht mit einer Wanderung \u00e4rgern, die nur an einem Tag in der Woche gelaufen werden kann.<\/p>\n<p>Gereizt hat mich diese Tour aber dennoch. Also nutzte ich den einzigen Sonntag dieser Reise f\u00fcr diese lange Tagestour. Aurelia freute sich auf den <a href=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=2376\">Miniclub<\/a>, Oma und die Minim\u00e4use auf den Strand. Wir fr\u00fchst\u00fcckten ganz fr\u00fch und ich war trotz 75 Minuten Anreise schon vor 10 Uhr auf der Strecke. Der Start am Santuari de Lluc f\u00fchrte \u00fcber eine mir aus dem Oktober bekannte Strecke am steinernen Kamel vorbei durch offene Landschaft mit weiten Blicken und ich war schon\u00a0nach einem Kilometer selig, dass ich diese Rundwanderung in Angriff genommen hatte.<\/p>\n<p>Wie immer, wenn ich mich hier auf Mallorca auf die in den Karten von Alpina und PublicPress eingezeichneten Pfade verlasse, verlief ich mich schon bei km 2,8 aufs Brutalste. Der am Picknickplatz noch breite ausgetretene Weg, der laut Kartendarstellung unmittelbar bis zum Einstieg in die nur sonntags freigegebene Strecke f\u00fchren sollte, wurde immer schmaler und verlor sich nach etwa 600 m g\u00e4nzlich zwischen bizarren Felsen und Steineichen. Ebenfalls mit der Alpina-Karte unterwegs war ein Paar aus D\u00e4nemark, das an genau dieser Stelle auch schon ratlos im Wald stand. Mir wurde die Sucherei zu bl\u00f6de und ich trat den R\u00fcckweg an, auf dem ich noch drei herumirrende Niederl\u00e4nder und f\u00fcnf ebenso ratlose Deutsche traf, die dann auch alle umkehrten. Die beiden D\u00e4nen suchten weiter und ich erfuhr bei einer zuf\u00e4lligen Begegnung am \u00fcbern\u00e4chsten Tag, dass sie nur 100 m weiter gekommen waren, bevor sie sich an einem Stacheldrahtzaun verletzte, der ziemlich gemein auf Kopfh\u00f6he gespannt war und die Grenze eines Privatgrundst\u00fccks darstellte. Oje, die arme Frau, da war die sch\u00f6n geplante Wanderung schnell beendet, denn die tiefen Schnitte auf Wange und Nase mussten gen\u00e4ht werden. Auf meinen Schutzengel ist also immer noch Verlass, das h\u00e4tte mir genauso passieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2409\" aria-describedby=\"caption-attachment-2409\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2409 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090917-300x225.jpg\" alt=\"p4090917\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090917-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090917-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090917.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2409\" class=\"wp-caption-text\">Christobal und Ingrid<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_2408\" aria-describedby=\"caption-attachment-2408\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2408 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090916-300x225.jpg\" alt=\"p4090916\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090916-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090916-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090916.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2408\" class=\"wp-caption-text\">Christobal und Angel<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am Tor zur Finca Mossa traf ich zwei etwa gleichaltrige M\u00e4nner, die sich als Angel und Cristobal vorstellten. Angel war die Runde schon vor drei Wochen gelaufen und hatte seinen Cousin Cristobal bequatschen k\u00f6nnen, ihn bei seinem zweiten Mal zu begleiten. Sie fragten, ob ich sie ein St\u00fcck begleite. Warum nicht? Wir hatten ja den selben Weg. Und die beiden waren die ersten echten Mallorquiner, die ich bei all meinen Wanderungen kennen lernte.<\/p>\n<p>Angel (gesprochen: Anchel), der Engel, ist ehemaliger Telefonica-Ingenieur und hat seit seiner Entlassung wegen der erheblichen Verkleinerung der Firma viel Zeit zum Erkunden seiner Heimat. Cristobal, der seinen Namen mit Christopher \u00fcbersetzte und betonte, dass sein Name noch heiliger ist als Angel, ist Informatiklehrer in Palma. Passend zum eben schon aktiven Schutzengel lief ich also nun mit dreifachem himmlischem Beistand.<\/p>\n<p>Die Folgen von f\u00fcnf Bypass-Operationen zwangen Christobal beim Aufstieg zu mehreren Pausen, w\u00e4hrend ich langsam aber stetig weiter aufstieg. Der arme Kerl wurde von seinem Cousin angetrieben. Angel hatte n\u00e4mlich die Tour minuti\u00f6s durchgeplant und die erste Rast erst f\u00fcr den Eselspass vorgesehen. Dort trafen wir uns wieder, weil ich mich dort f\u00fcr mein Picknick in den Schatten einer Kiefer setzte. Die beiden Herren am\u00fcsierten sich \u00fcber die vielen Deutschen, die dort schwitzend und mit roten K\u00f6pfen in der Sonne sa\u00dfen. Daran erkennen sie Deutsche, Engl\u00e4nder und Niederl\u00e4nder. Alle anderen Touristen und die Einheimischen setzen sich in den Schatten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2412\" aria-describedby=\"caption-attachment-2412\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2412 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090943-300x225.jpg\" alt=\"p4090943\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090943-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090943-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090943.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2412\" class=\"wp-caption-text\">Na? Habt ihr aufgepasst? Wie hei\u00dfen diese Steinm\u00e4nnchen in Landessprache?<\/figcaption><\/figure>\n<p>Schnell stellte sich heraus, dass Angel ein sicherheitsfanatischer Erbsenz\u00e4hler ist. Er erkl\u00e4rte mir gef\u00fchlte 1000 Male, dass in baumlosen Regionen der Insel der Weg mit Steinm\u00e4nnchen markiert wird, die auf Mallorquin &#8222;Fita&#8220; hei\u00dfen. Meine Beteuerungen, diese Steinm\u00e4nnchen und auch richtig gro\u00dfe Steinpyramiden \u00a0von anderen Wanderungen auf Mallorca und aus anderen Wanderregionen Europas zu kennen, prallten an ihm ab. Nie wich er von dem mit Steinm\u00e4nnchen markierten Pfad weiter als 20 cm ab. Das f\u00fchrte zum Teil f\u00fcr ihn zu w\u00fcsten Klettereien, denn manchmal befanden sich die Steinm\u00e4nnchen eben nicht unmittelbar am Wegesrand, sondern einen halben Meter oberhalb oder unterhalb, um auch vom Weg aus sichtbar zu sein.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2411\" aria-describedby=\"caption-attachment-2411\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2411 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090942-300x225.jpg\" alt=\"p4090942\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090942-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090942-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090942.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2411\" class=\"wp-caption-text\">Der Pfad f\u00fchrte hier ganz entspannt unterhalb dieser Felswand entlang, aber das Steinm\u00e4nnchen sa\u00df eben nicht im Gras, sondern auf dem Fels&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als dann noch Nebel aufzog, wurde er noch vorsichtiger und erkl\u00e4rte mir mehrfach, wie gef\u00e4hrlich es doch ist, in der Tramuntana zu wandern. Noch dazu als Frau allein. Ohne Kleidung in Warnfarbt\u00f6nen. Und zu allem \u00dcberfluss auf solch einer gef\u00e4hrlichen Strecke.<\/p>\n<p>Jaja, und das auf einer allenfalls mittelschweren Wanderung, die nur sonntags gelaufen werden kann, auf der wir sogar Kinder von gesch\u00e4tzten 8-9 Jahren trafen und auf der ich (auch wenn ich die beiden nicht getroffen h\u00e4tte) zwischen dem &#8222;Sonntagstor&#8220; und dem H\u00f6hlenhaus stets mindestens zwei weitere Wanderer vor oder hinter mir sah, egal wie tief die Wolken um uns herum hingen. An manchen Engstellen mussten wir sogar l\u00e4nger warten, um Wanderer im Gegenverkehr vorbei zu lassen oder eine unverstellte Aussicht zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2406 alignleft\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090907-300x225.jpg\" alt=\"p4090907\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090907-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090907-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090907.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Angel belustigte sich \u00fcber die Turnschuhe seines Cousins, denn man m\u00fcsse doch auf eine Tages<strong>wanderung<\/strong> auch <strong>Wander<\/strong>schuhe anziehen. Der Rucksack sei kein typischer Wanderrucksack und er habe zu viele Sachen eingepackt. St\u00e4ndig sorgte er sich darum, wo wir unsere F\u00fc\u00dfe hinsetzen, zeigte bei jedem Abhang in die Tiefe. Oft drehte er sich daf\u00fcr um und ich hatte &#8222;hoffentlich achtet er auch auf seine Schritte&#8220; noch nicht zu Ende gedacht, als er strauchelte und etwa 1,2 m tief fiel. Zum Gl\u00fcck bremste das hohe Dissgras seinen Fall und ich konnte ihm schnell aufhelfen. Ich denke fast, dass all die zur Schau gestellte Bergerfahrung nur dar\u00fcber hinweg t\u00e4uschen sollte, dass er selbst etwas Angst vor den schmalen Pfaden hatte, vielleicht auch nicht ganz schwindelfrei und trittsicher ist. Aber korrekt ist korrekt und das zeigte sich in jeder Geste und jeder Bemerkung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2410\" aria-describedby=\"caption-attachment-2410\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2410 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090932-300x225.jpg\" alt=\"p4090932\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090932-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090932-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090932.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2410\" class=\"wp-caption-text\">Christobal genie\u00dft die Aussicht zu einem Felsen mit dem Namen Kuhmaul oder Kuhlippe, bei der \u00dcbersetzung waren die beiden uneins<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mein pers\u00f6nliches Highlight war eine gemeinsame Rast. Er l\u00e4utete sie uns gegen\u00fcber ein mit &#8222;10 Minuten Pause&#8220; auf Mallorquin und Englisch. Als ob ich es nicht kapiert h\u00e4tte, erkl\u00e4rte er mir nach einer Weile (ich vermute: nach 6 Minuten) &#8222;In 4 Minuten gehen mein Cousin und ich weiter, bist du dann auch schon so weit und begleitest uns weiter?&#8220; Wie gut, dass er nicht sah, dass Cristobal mit den Augen rollte. Nachdem er seinen Energy-Drink nicht etwa aus der Flasche, sondern aus einem eigens daf\u00fcr mitgebrachten Plastikbecher getrunken hatte, sah er erneut auf die Uhr, murmelte &#8222;Eine Minute noch&#8220; und l\u00e4utete den Aufbruch ein. Sein braver Cousin musste sich schon im Gehen den Rucksack festschnallen, um den Anschluss nicht zu verpassen,<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war in\u00a0diesem Moment wieder einmal ganz klar: In keiner Nation lassen sich alle Menschen \u00fcber einen Kamm scheren. Diese beiden Mallorquiner haben mit einem &#8222;hei\u00dfbl\u00fctigen Spanier&#8220; ebenso viel \u00c4hnlichkeit wie ein besoffener rheinischer Karnevalist mit dem Bild des korrekten Deutschen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2413\" aria-describedby=\"caption-attachment-2413\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2413 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090953-300x225.jpg\" alt=\"p4090953\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090953-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090953-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/P4090953.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2413\" class=\"wp-caption-text\">Ein erster Blick hin\u00fcber zu Es Cosconar<\/figcaption><\/figure>\n<p>Den n\u00e4chsten Stopp hatten die beiden Herren an dem H\u00f6hlenhaus Es Cosconar eingeplant. Angel erl\u00e4uterte mir etwa achtmal, dass Coscon im Spanischen &#8222;Beule am Kopf&#8220; bedeutet, er deshalb vermutete, dass sich fr\u00fchere Bewohner \u00f6fters den Kopf an den Fels\u00fcberh\u00e4ngen gesto\u00dfen haben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Rast stiegen die beiden Cousins eine Treppe hinauf, um ziemlich verborgen im\u00a0Schatten zu rasten. Mich fr\u00f6stelte, also blieb ich vor dem Haus in der Sonne sitzen. Diesmal also eine typische deutsche Wandererin.<\/p>\n<p>Christobal sah ziemlich geschafft aus, ich hatte Mitleid mit ihm, konnte es ihm aber nicht verst\u00e4ndlich machen.\u00a0Angel merkte ihm aber wohl auch seinen Zustand an, denn zur fahrplanm\u00e4\u00dfigen Zeit kamen sie nicht die Treppe hinab, sondern bedeuteten mir, ich m\u00f6ge voraus laufen, sie w\u00fcrden noch etwas rasten und langsamer zur\u00fcck gehen.<\/p>\n<p>Wir sahen uns an diesem Tag nicht wieder, schade, denn unterhaltsam war das Gespr\u00e4ch in jedem Fall. Ich hoffe, es geht Christobal nach dieser langen, schlauchenden Runde gut. Denn hinter Es Cosconar f\u00fchrte der Weg noch einige Kilometer ohne Schatten bergab und durch ein Tal, dann aber wieder in anstrengenden Serpentinen bergauf zum Startpunkt am Santuari de Lluc.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf meinem Wanderwunschzettel schlummerte seit Oktober eine ganz besondere Wanderung: 22 km von Lluc um den Puig Roig herum. 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