{"id":3824,"date":"2017-12-20T08:06:49","date_gmt":"2017-12-20T07:06:49","guid":{"rendered":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=3824"},"modified":"2017-12-20T00:44:49","modified_gmt":"2017-12-19T23:44:49","slug":"adventskalender-2017-tuer-20-fotos-und-text-fehlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=3824","title":{"rendered":"Adventskalender 2017 \u2013 T\u00fcr 20"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3757 alignleft\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/PB051348-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/PB051348-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/PB051348-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/PB051348.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>T\u00fcr 20 ist die T\u00fcr zum <strong>Spielzimmer<\/strong>.<\/p>\n<p>Dieses Zimmer hatte schon sehr viele Namen und Funktionen. Nach dem Hausbau 1952 befanden sich hier zwei Zimmer, in denen meine Tante und mein Onkel lebten. Nach deren Auszug waren es Wohnzimmer und Hobbyraum f\u00fcr meine Eltern. Anfang der 1970er Jahre, nach dem Tod meines Vaters, lie\u00df meine Mutter die Zwischenwand herausrei\u00dfen und hatte auf diese Weise ein gro\u00dfes Ess- und Wohnzimmer geschaffen. Als solches benutzten unsere Mieter ab 1981 und ich ab 1991 auch.<\/p>\n<p>Beim gro\u00dfen Umbau 2000-2002 blieb dieses sch\u00f6n gro\u00dfe Zimmer irgendwie au\u00dferhalb meiner Planungen. Es wurde weder umgebaut noch umgewidmet, war daher eine ganze Weile das einzige bewohnbare Zimmer auf der Baustelle. Dieser Bau hat mich damals schwer mitgenommen. Urspr\u00fcnglich sollte er von zwei vollen Geh\u00e4ltern finanziert werden. Nach meiner Erkrankung, dem Auszug meines Mannes und meiner Versetzung in den Ruhestand stand ich pl\u00f6tzlich mit einem Ruhegehalt von 41 % meiner Bez\u00fcge da. Entsprechend musste ich sehr viele Arbeiten in Eigenleistung machen bzw. zu Ende bringen, um mich nicht v\u00f6llig zu verschulden. Das zog sich entsprechend in die L\u00e4nge, aber ich wohnte tapfer weiter in der Baustelle, in diesem Zimmer. Egal wie hundem\u00fcde ich abends auf meine Matratze gefallen war: Ich h\u00f6rte ja, wenn fr\u00fch morgens eine Lieferung oder einer der Handwerker kam und konnte ihn in Empfang nehmen.<\/p>\n<p>Das war auch praktisch in der Zeit, als das Dach offen war. Es gab zwar eine Notabdichtung, aber daraus floss das Regenwasser nicht gut ab. Der Architekt riet mir dazu, das Wasser abzupumpen, damit es nicht bei zu hohem Wasserstand die offene Treppe herunter flie\u00dft. Es kam zu Verz\u00f6gerungen beim Zimmermann und beim Dachdecker, eine Firma ging Pleite und mein Dach stand den ganzen Sommer offen. Wann immer es regnete &#8211; und das war im Sommer 2000 sehr oft und sehr stark &#8211; zog ich Gummistiefel und Regenanzug an, ging auf den abgedichteten Dachboden und setzte dich Tauchpumpe in Gang. Nur w\u00e4hrend der Sanierung von Wasserleitungs- und Stromnetz zog ich f\u00fcr einige Wochen zu meiner Mutter. Aber auch dort h\u00f6rte ich nachts den Regen aufs Dachfenster prasseln und radelte zu meiner Tauchpumpe. Bis heute werde ich bei starkem Regen nachts wach und mein erster Gedanke ist &#8222;Wasser pumpen!&#8220;. Das nenne ich &#8218;mal ein gut verankertes Trauma!<\/p>\n<p>Mit Abschluss der Bauarbeiten nutzte mein damaliger Lebenspartner den Raum als B\u00fcro &#8211; und sp\u00e4ter auch f\u00fcr seinen Flipper und seine beiden &#8222;einarmigen Banditen&#8220;. Nach seinem Auszug bekam es einen Namen, der ihm bis heute anhaftet: &#8222;eBay-Zimmer&#8220;. Meine Mutter und ich kippten dort n\u00e4mlich alle Sachen ab, die wir nicht mehr haben wollten. Sie zog ja zu mir ins Haus in eine eigene Wohnung und wir mussten beide kr\u00e4ftig entr\u00fcmpeln. Hunderte von B\u00fcchern stapelten sich dort. Meine Mutter brachte Berge von ungenutzten Haushalsgegenst\u00e4nden an, die sie als Dankesch\u00f6n f\u00fcr ihre Arbeit als ehrenamtliche Herbergsmutter im Villehaus und als Kochfrau bei Naturfreundefahrten und im Kindergarten geschenkt bekommen hatte. Sie hatte immer all solche Geschenke verwahrt, weil man sie ja vielleicht irgendwann noch einmal brauchen k\u00f6nnte. Aber mit dem Einzug hier stellte sie fest, dass sie eigentlich nur je eine Pfefferm\u00fchle, ein Schl\u00fcsselbrett oder einen Klopapierhalter ben\u00f6tigt. Ich habe Berge von Bett- und Tischw\u00e4sche f\u00fcr sie verh\u00f6kert, oft nur f\u00fcr 1 Euro je Set, damit wir Platz bekamen. Allein 18 Pfefferm\u00fchlen gingen \u00fcber meinen virtuellen Tresen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3654\" aria-describedby=\"caption-attachment-3654\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3654 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/PA211049-e1509017183517-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/PA211049-e1509017183517-300x300.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/PA211049-e1509017183517-150x150.jpg 150w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/PA211049-e1509017183517.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3654\" class=\"wp-caption-text\">Viel Platz zum Toben<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nachdem das meiste verkauft war, renovierte ich das Zimmer und stellte einen gro\u00dfen Vollholztisch aus Sheshamholz hinein. Darauf kann ich dann schon &#8218;mal bei einem umfassenderen Buchprojekt zwei Landkarten nebeneinander ausbreiten oder in den Tagen vor einer Reise alle Sachen stapeln, die am Ende im Koffer bzw. im Auto sein m\u00fcssen. Oder ich kann darauf mit allen drei Kindern zusammen malen, spielen oder basteln.\u00a0Der Platz reicht sogar f\u00fcr die ausgebreiteten Hausaufgaben von Aurelia, w\u00e4hrend wir anderen malen. Oder f\u00fcr ein Puzzle, ein Malbuch und ein auf dem Tisch tanzendes Kind. Ja, er ist gro\u00df und stabil genug, dass wir darauf auch tanzen. Ich will nicht wissen, was die Passanten denken, die uns auf ihrem Weg zur oder von der Stadtbahn sehen. Uns geht es gut dabei. Inzwischen hei\u00dft das eBay-Zimmer deshalb Spielzimmer.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3655\" aria-describedby=\"caption-attachment-3655\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3655 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/PA211067-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/PA211067-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/PA211067-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/PA211067.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3655\" class=\"wp-caption-text\">Nein, da waren keine Einbrecher drin. So sieht es dort oft aus<\/figcaption><\/figure>\n<p>Und genau das ist es auch. Ein getrenntes Zimmer, in dem die Kinder spielen k\u00f6nnen. Das hat f\u00fcr mich den Vorteil, dass ich mit dem wachen Zwilling dort noch malen oder vorlesen kann, wenn der m\u00fcde Zwilling schon nebenan ungest\u00f6rt schl\u00e4ft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>P.S. Hier endet das spontane Fotografieren, denn wir starten in einer Stunde f\u00fcr eine Woche ins Fichtelgebirge. Ich habe aber noch schnell ein paar T\u00fcren auf Vorrat fotografiert, damit es bis zum 24. Dezember f\u00fcr euch weiter geht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>T\u00fcr 20 ist die T\u00fcr zum Spielzimmer. Dieses Zimmer hatte schon sehr viele Namen und Funktionen. 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