{"id":5239,"date":"2018-10-30T17:07:00","date_gmt":"2018-10-30T16:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=5239"},"modified":"2018-10-30T17:28:55","modified_gmt":"2018-10-30T16:28:55","slug":"die-quartierfrage","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=5239","title":{"rendered":"Die Quartierfrage"},"content":{"rendered":"<p>Silke forderte Ende September zu einer <a href=\"https:\/\/unterwegsmitmirblog.wordpress.com\/2018\/09\/30\/blogparade-die-quartierfrage\/\">Blogparade<\/a> auf. Thema war:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die Quartierfrage<\/strong><\/p>\n<p>Sie lautete konkret:<\/p>\n<blockquote><p>\u2026wandern von Ort zu Ort\u2026oder festes Quartier.\u00a0Zelt, Hotel oder Wohnmobil?<\/p><\/blockquote>\n<p>Puh, was f\u00fcr eine Frage, macht es euch gem\u00fctlich, da muss ich weiter ausholen:<\/p>\n<h3>I. Camping:<\/h3>\n<p>Ich bin geb\u00fcrtiger Camper. Durch und durch. Das ist ein Geburtsschaden oder ein Gendefekt oder so etwas in der Art.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Schlafsack<\/strong>:Als Segelhelferin in Frankreich reichte mir der Schlafsack, wenn wir jeweils am Ende der Segelwoche mit den Jugendlichen einen Segelturn mit \u00dcbernachtung machten. Die Freiheit, unmittelbar vor dem Einschlafen in den Sternenhimmel zu schauen, war f\u00fcr mich immer das Gr\u00f6\u00dfte.<br \/>\nDies wiederholte ich auch sp\u00e4ter in S\u00fcdindien auf der Terrasse der Schule, die unser Patenkind besuchte. Und in der tunesischen Sahara, wo ich oft auf dem Landydach neben (!) dem Dachzelt schlief, um in die Sterne blicken zu k\u00f6nnen.<br \/>\nWenn ich die Wahl habe, ist dies immer noch meine \u00dcbernachtungsmethode Nummer 1. In diesem hei\u00dfen Sommer haben ich mich mehrfach aus dem Haus geschlichen, als die Kinder schliefen,\u00a0 lag mit dem Schlafsack auf dem Trampolin und schaute in die Sterne.<\/li>\n<li><strong>Biwaksack<\/strong>:\n<figure id=\"attachment_5293\" aria-describedby=\"caption-attachment-5293\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5293 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1514-Die-Brotpfadh\u00fctte-CK-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1514-Die-Brotpfadh\u00fctte-CK-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1514-Die-Brotpfadh\u00fctte-CK-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1514-Die-Brotpfadh\u00fctte-CK.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5293\" class=\"wp-caption-text\">Brotpfadh\u00fctte, nach einer Biwaknacht im M\u00e4rz<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf Pilgerwegen allein unterwegs habe ich mich stets mit dem Biwaksack begn\u00fcgt. Der Schlafsack allein war mir zu kalt f\u00fcr die Strecken in Nordfrankreich, mit dem Zelt wollte ich mich nicht abschleppen. War es windig oder regnerisch, half oft eine Schutzh\u00fctte oder Kapelle. Auch die Fallschutzmatten auf Spielpl\u00e4tzen waren ideal zum Biwakieren, darauf liegt es sich nicht ganz so hart.<br \/>\nNie habe ich mich einem Weg so nah gef\u00fchlt wie bei den Biwaksack-Touren. Das w\u00e4re heute nicht mehr m\u00f6glich, denn ich muss ja stets die gesamte Strecke als GPS-Track einreichen, sodass eine solche Lebensweise fernab jeder Steckdose undenkbar ist.<\/li>\n<li><strong>Kriechzelt<\/strong>:\n<figure id=\"attachment_5295\" aria-describedby=\"caption-attachment-5295\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5295 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/017-Wintercamping-auf-dem-Eifelsteig-CK-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/017-Wintercamping-auf-dem-Eifelsteig-CK-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/017-Wintercamping-auf-dem-Eifelsteig-CK-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/017-Wintercamping-auf-dem-Eifelsteig-CK.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5295\" class=\"wp-caption-text\">Wintercamping in der Eifel<\/figcaption><\/figure>\n<p>Meine erste Wanderung auf dem Offa&#8217;s Dyke Path machte ich mit Zweimann-Kriechzelt und komplettem Kochgeschirr.<br \/>\nDa war ich\u00a0 noch jung und leistungsstark. Auch sonst waren wir viel mit diesem Minizelt unterwegs.<br \/>\nEs hatte den Vorteil, dass wir es \u00fcberall aufbauen konnten, aber stets die Privatsph\u00e4re und den Witterungsschutz hatten, die uns beim Biwakieren fehlten.<br \/>\nHeute w\u00fcrden mir die Knochen vom harten Liegen auf der Isomatte und vom schweren Tragen an der Zeltausr\u00fcstung so sehr schmerzen, dass ich die Wanderung nicht mehr genie\u00dfen k\u00f6nnte.<\/li>\n<li><strong>Dachzelt<\/strong>:Ein weiterer Sprung Richtung Glamping war die Anschaffung eines Dachzelts. Nachdem wir uns daf\u00fcr entschieden hatten, dem Landy die D\u00fcnen der Sahara zu zeigen, \u00fcberwog die Angst vor Schlangen und Skorpionen. Die Vorstellung, Exemplare dieser Spezies k\u00f6nnten sich in unsere Kriechzelt einschleichen, raubte uns schon Wochen vor der Tour den Schlaf. Also musste ein Dachzelt her.<br \/>\nAber wir waren zu geizig, es fachgerecht vom H\u00e4ndler montieren zu lassen. Wir waren doch handwerklich fit, also montierten wir es selbst. Der letzte R\u00fctteltest vor der Abfahrt zur Einschiffung in Marseille ergab auch: knallfest! Trotzdem stoppte ein enormer Knall unsere Fahrt schon in der \u00dcberleitung der A555 zur A565. Steph hielt sofort an, sprang aus dem Wagen schlug die H\u00e4nde vors Gesicht und lachte sich fast tot: Das Zelt hatte sich w\u00e4hrend der Fahrt selbst aufgeklappt, weil wir D\u00f6sbaddel (1) es falsch herum montiert hatten und (2) die Abdeckplane mit zu schwachen Zurrgurten gesichert hatten. Auf diese Weise h\u00f6rten wir Nachrichten von uns selbst im Radio (&#8222;Achtung auf der A555: in der \u00dcberleitung zur A565 befinden sich Menschen auf der Fahrbahn&#8220;), denn Herr Ordentlich flitzte nat\u00fcrlich grade &#8218;mal eben gut 200 m zur\u00fcck, um die Plane einzusammeln.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5299\" aria-describedby=\"caption-attachment-5299\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5299 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCN1656-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCN1656-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCN1656-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCN1656.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5299\" class=\"wp-caption-text\">Dachzelt-Camping in Namibia<\/figcaption><\/figure>\n<p>Kurzer Zwischenhalt an der n\u00e4chsten Ausfahrt, wo wir die gesamten Spanngurtvorr\u00e4te einer Tankstelle aufkauften. Im F\u00e4hrhafen hatten wir dann Zeit genug, das Zelt mit dem Eingang nach hinten zu montieren, damit es in einem vergleichbaren Fall nicht mehr vom Fahrtwind aufgeweht werden konnte. An jedem Abend unserer Tunesientour sa\u00df ich ein bis zwei St\u00fcndchen im Schneidersitz auf dem Dach und n\u00e4hte die bei dem Knall gerissenen N\u00e4hte des Zeltes.<br \/>\nAuch bei Recherchen in Europa und bei Urlauben in Namibia, Botswana und Simbabwe war Dachzeltcamping f\u00fcr mich die Unterkunft der Wahl und der ideale Kompromiss zwischen Naturn\u00e4he und Sicherheit.<br \/>\nIch schw\u00f6re euch: Sobald ich kann, kaufe ich mir wieder einen Landy &#8211; <strong>mit<\/strong> Dachzelt nat\u00fcrlich!<\/li>\n<li><strong>Wohnzelt<\/strong>:Als wir mit dem Auto in Gro\u00dfbritannien unterwegs waren, kauften wir uns nach einem 12-t\u00e4gigen Dauerregen in Schottland ein gr\u00f6\u00dferes Zelt. In dem Kriechzelt trockneten die Klamotten nicht, alles war klamm und kalt. Wir husteten um die Wette, wollten aber partout die Reise nicht abbrechen. Wir stritten und zitterten, grantelten und dachten in allerlei Mordgel\u00fcsten \u00fcber die ideale Todesart f\u00fcreinander nach. Die Entsorgung der Leiche w\u00e4re in den vollkommen durchweichten Highlands kein Problem gewesen. Letztendlich fanden wir aber bei einer unserer Wanderungen einen winzig kleinen Outdoorladen, in dem wir ein ziemlich gro\u00dfes Zelt kauften, in dem wir sogar fast aufrecht stehen konnten. Nach zwei Tagen waren die darin aufgeh\u00e4ngten Kleidungsst\u00fccke fast trocken und wir nutzten das Zelt bei sp\u00e4teren Reisen auch zu dritt, viert und f\u00fcnft.<br \/>\nDer Vorteil, sich darin bewegen zu k\u00f6nnen, steht dem Nachteil gegen\u00fcber, erheblich l\u00e4nger beim Aufbau zu brauchen und ziemlich viel Stauraum damit zu verschwenden.<br \/>\nDaf\u00fcr war aber sogar meine damals schon Mitte 70-j\u00e4hrige Mutter sogar bereit, darin zu schlafen, nachdem ich ihr ein Feldbett gekauft hatte. Sie f\u00fchlte sich sehr wohl darin und erz\u00e4hlte stets von meiner fr\u00fchesten Kindheit, die ich in einem Steilwandzelt in der Eifel und in schier endlos langen Sommern in S\u00fcdfrankreich verbrachte. Mein Vater nahm n\u00e4mlich immer seinen gesamten Jahresurlaub nebst \u00dcberstundenausgleich am St\u00fcck, sodass wir zwei Monate in den S\u00fcden reisen konnten.<\/li>\n<li><strong>Wohnmobil<\/strong>:\n<figure id=\"attachment_5298\" aria-describedby=\"caption-attachment-5298\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5298 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Schweiz-Italien-Mai-Juni-2012-1624-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Schweiz-Italien-Mai-Juni-2012-1624-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Schweiz-Italien-Mai-Juni-2012-1624-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Schweiz-Italien-Mai-Juni-2012-1624.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5298\" class=\"wp-caption-text\">Mit dem Wohnmobil im Apennin-Gebirge<\/figcaption><\/figure>\n<p>1998 waren wir einen Monat lang mit einem gel\u00e4ndeg\u00e4ngigen Wohnmobil unterwegs. Es war der Traumurlaub schlechthin. Wir fuhren, bis wir keine Lust mehr hatten, stellten den Motor ab, zogen die Handbremse an &#8211; und wohnten! Wir sparten viel Zeit, die wir mit dem Auf- und Abbau eines Zeltes verbracht h\u00e4tten und nutzten diese lieber zum Wandern und f\u00fcr Lagerfeuer. Eigentlicher Grund f\u00fcr diese Wahl war Geiz, denn damals kostete f\u00fcr einen solchen Ausleihzeitraum bei Meyers Weltreisen ein normales gel\u00e4ndeg\u00e4ngiges Fahrzeug das gleiche wie ein gel\u00e4ndeg\u00e4ngiges Wohnmobil. Also konnten wir unerwartet Reisekosten einsparen und entdeckten erst viel sp\u00e4ter die weiteren Vorteile eines Wohnmobils in den Nationalparks der Rocky Mountains, n\u00e4mlich als wir eines Morgens erfuhren, dass vom Duft k\u00f6stlicher Lebensmittel ein oder mehrere B\u00e4ren das Zelt unserer Campingplatznachbarn aufgerissen hatten.<br \/>\nIm Mai 2012 und Dezember 2015 war ich mit Wohnmobilen unterwegs, als ich f\u00fcr die Via Francigena recherchierte. Auf diese Weise musste ich meinen Minim\u00e4usen, die damals jeweils noch sehr sehr Mini waren, den st\u00e4ndigen Quartierwechsel von Hotel zu Hotel nicht antun. Sie hatten den ganzen Tag ihre gewohnte \u00a0Umgebung &#8211; und ich sparte mir die Schlepperei des Gep\u00e4cks zwischen Auto und Hotel.<\/li>\n<li><strong>Wohnwagen<\/strong>:\n<figure id=\"attachment_5300\" aria-describedby=\"caption-attachment-5300\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5300 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180514_084536-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180514_084536-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180514_084536-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180514_084536.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5300\" class=\"wp-caption-text\">Beim Camping macht sogar das Sp\u00fclen Spa\u00df<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Mai\/Juni diesen Jahres dann der Aufstieg in die absolute Luxusklasse des Camping: der Wohnwagen.Damit habe ich f\u00fcr meine jetzige Lebenssituation die ideale Unterkunft gefunden: Anders als beim Wohnmobil l\u00e4sst sich das Zugfahrzeug abkoppeln und zur Anreise zum Startpunkt der Wanderung nutzen &#8211; w\u00e4hrend der Rest der Familie entspannt einen Urlaub in gewohnter Umgebung auf dem Campingplatz verbringt und sich wie zuhause f\u00fchlt.<br \/>\nDas Rangieren ist zwar nicht so der Br\u00fcller f\u00fcr mich, aber zum Gl\u00fcck gibt es ja auf den Campingpl\u00e4tzen immer mitleidige Seelen, die mir helfen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5302\" aria-describedby=\"caption-attachment-5302\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5302 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180520_120113-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180520_120113-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180520_120113-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180520_120113.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5302\" class=\"wp-caption-text\">Meine flei\u00dfige Helferin Cari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Und die Kinder werden ja auch gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker, sodass sie irgendwann auch mit schieben k\u00f6nnen.<br \/>\nGestern erst stellte meine Mutter einmal wieder die \u00c4hnlichkeit zwischen meinem Vater und mir fest. Bei einer Tasse Tee erz\u00e4hlte sie mir, dass mein Vater kurz vor seinem Tod unmittelbar vor dem Kauf eines Wohnwagens stand. Er war in Vertragsverhandlungen f\u00fcr einen Kauf im Fr\u00fchjahr 1969 und er starb im Oktober 1968 &#8211; ja, es j\u00e4hrt sich nun schon zum 50. Mal \ud83d\ude41<\/li>\n<li><strong>Longboat<\/strong>:In Wales habe ich eine besondere Art des Quartiers kennen und lieben gelernt: Das Longboat. Auf dem Llangollen Canal, dem Shropshire Union Canal und einigen anschlie\u00dfenden Kan\u00e4len tuckerten wir gem\u00fctlich mit unter 10 km\/h durch die Landschaft. Wo es uns gefiel, hielten wir an und machten f\u00fcr eine Teepause, eine Besichtigung, einen Einkauf oder f\u00fcr die ganze Nacht fest. Das ist wie Camping in einem Wohnmobil, aber die Wellen tragen wundervoll in den Schlaf. Die Fahrtgeschwindigkeit ist ideal zum Entschleunigen. Und das hantieren mit Motor, Ruder &amp; Co. herrlich zur Selbstbest\u00e4tigung.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>II. Einfachunterkunft:<\/h3>\n<p>Leider lassen mein R\u00fccken und meine Knie es nicht mehr zu, dass ich mit Zelt auf dem R\u00fccken wandern gehe. Bei Wanderreisen ist deshalb eine einfache Unterkunft die zweitbeste Wahl.<\/p>\n<p>In der kann ich oft zumindest noch essen, wann und was ich will. Es gibt keine Kleiderordnung und der Umgang miteinander ist zwischen Gastgeber und G\u00e4sten bzw. zwischen den G\u00e4sten untereinander sehr entspannt und offen.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Bothy:<\/strong>In Schottland habe ich einige Male in solchen unbewirtschafteten H\u00fctten geschlafen. Sie sind unverschlossen und stehen jedem Wanderer zur Verf\u00fcgung. Das ist etwas mehr Witterungsschutz als in einer offenen Schutzh\u00fctte im Kottenforst, aber selbst mit Schlaf- und Biwaksack trotzdem ziemlich kalt. Wie gut, dass es dort oft eine Feuerstelle oder sogar einen Kamin gibt. Oft kommt man nett ins Gespr\u00e4ch mit anderen Wanderern, die froh sind, &#8218;mal eine Nacht nicht im Zelt schlafen zu m\u00fcssen. Ganz allein bei Wind ist es darin ziemlich gruselig, noch gruseliger war es f\u00fcr uns nur, uns die Bothy mit einer Jagdgesellschaft teilen zu m\u00fcssen.<\/li>\n<li><strong>Bunkhouse<\/strong>:Bunkhouses sind das, was der Name ahnen l\u00e4sst: Geb\u00e4ude mit bunk beds = Etagenbetten. Das sind Einfachunterk\u00fcnfte, die im Niveau deutlich unterhalb von Jugendherbergen liegen. Oft sind die Geb\u00e4ude unbewirtschaftet oder gar unbeheizt. In abgelegenen Bergregionen in Schottland und Wales haben wir in Bunkhouses sehr nette andere Menschen kennengelernt, mit denen wir dann am n\u00e4chsten Tag gemeinsam die n\u00e4chste Etappe des Offa&#8217;s Dyke Path bzw. Whisky Trails wanderten. Gemeinsames Kochen ist dort selbstverst\u00e4ndlich.<\/li>\n<li><strong>Naturfreundehaus<\/strong>:Ich bin quasi in Naturfreundeh\u00e4usern gro\u00df geworden. All unsere Naturfreundefahrten f\u00fchrten in diese H\u00e4user und H\u00fctten, die meisten waren unbewirtschaftet. Mein Favourit war die Eisenwaldh\u00fctte bei Siegen, zu der wir vom Parkplatz erst noch eine ganze Weile wandern mussten und in der es nicht einmal Strom gab. Als Kind war ich vollkommen fasziniert davon, mit Gas zu kochen und mit einer Petromax-Laterne zum Klo zu gehen. Hier haben wir immer gemeinsam gekocht und gegessen, ohne die Selbstkocherk\u00fcchen der Naturfreundeh\u00e4user h\u00e4tte ich viele Gerichte gar nicht oder viel sp\u00e4ter erst kennengelernt.<\/li>\n<li><strong>Pilgerherberge<\/strong>:Das gemeinsame Kochen ist auch eine der angenehmsten Erinnerungen, die ich an Pilgerherbergen auf dem Jakobsweg und auf der Via Francigena habe. Au\u00dferdem genoss ich es immer, mit anderen Pilgern ins Gespr\u00e4ch zu kommen.\n<figure id=\"attachment_5303\" aria-describedby=\"caption-attachment-5303\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5303 size-medium\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Pilgerherberge-in-Cavagi\u00e0-3-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Pilgerherberge-in-Cavagi\u00e0-3-300x225.jpg 300w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Pilgerherberge-in-Cavagi\u00e0-3-768x576.jpg 768w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Pilgerherberge-in-Cavagi\u00e0-3.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5303\" class=\"wp-caption-text\">Pilgerherberge in Cavaglia<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Frankreich auf dem Jakobsweg war dies f\u00fcr mich mitunter sehr anstrengend, denn Franzosen nehmen auch als Pilger bei ihrer Sprechgeschwindigkeit keine R\u00fccksicht auf meine mittelpr\u00e4chtigen Sprachkenntnisse. Nach einem hei\u00dfen Diskussionsabend mit vier franz\u00f6sischen Pilgern in einer Pilgerherberge im Zentralmassiv war ich so fertig, dass ich am n\u00e4chsten Morgen absichtlich langsam machte, um nicht auch noch auf der n\u00e4chsten Tagesetappe mit ihnen in ihrer Sprache \u00fcber den Ausstieg aus der Atomenergie, das Essen von Kaninchenbraten und die Aufnahme neuer Staaten in die EU diskutieren zu m\u00fcssen&#8230;<br \/>\nDas war aber noch nichts gegen viele schlaflose N\u00e4chte in \u00fcberf\u00fcllten Schlafs\u00e4len mit mehr als zwei Dutzend schnarchenden Pilgerbr\u00fcdern und-schwestern, wie ich es mehrfach auf dem Weg nach Le Puy-en-Velay erlebte. Dies schreckt mich auch davor ab, den Camino Frances zu laufen &#8211; und die unangenehmen Krabbeltierchen, die ich in diesen Schlafs\u00e4len antraf und erst ergooglen musste.<\/li>\n<li><strong>Jugendherberge<\/strong>:Mit den Jugendherbergen ist es so eine Sache. Da gibt es am unteren Ende der Skala Herbergen, die nicht weit von Bunkhouse und Naturfreundehaus entfernt sind. Einzelwanderer treffen sich in der Selbstkocherk\u00fcche, \u00fcber allen Bettgestellen h\u00e4ngen dampfende Stinkesocken zum Trocknen und alle duzen sich. Die Kinder spielen sofort miteinander, die Erwachsenen tauschen sich \u00fcber Wanderrouten und Blasenpflaster aus.<br \/>\nBesonders mag ich es, dass in England und Wales vergibt der Warden Duties vergibt. Jeder Gast bekommt eine Aufgabe, die er &#8211; zus\u00e4tzlich zu seinem \u00dcbernachtungspreis &#8211; auszuf\u00fchren hat. Das h\u00e4lt ihn nur 10 Minuten auf, spart aber Personalkosten. Mir als Gast schenkt ein Duty auch eine besondere N\u00e4he zu der Herberge. Wenn ich bei der Anmeldung den Zettel &#8222;clean the kitchen floor&#8220; erhalte, achte ich schon\u00a0 beim Kochen darauf, nicht zu viel zu kleckern. Als Duties half ich bei allen Aufr\u00e4um- und Putzarbeiten, hackte Holz, n\u00e4hte einen Vorhang, reinigte eine Regenrinne in 5 m H\u00f6he, m\u00e4hte das einzige Mal in meinem Leben mit einem Traktorrasenm\u00e4her einen Rasen und ging mit dem Herbergshund Gassi.<br \/>\nAm anderen Ende der Skala rangieren die Jugendg\u00e4steh\u00e4user, die sich durch nichts von einem Hotel unterscheiden, au\u00dfer durch die Mitgliedschaft im nationalen Jugendherbergsverband. In eine solche Luxusherberge gerieten wir im Oktober 2015 am Genfer See. Zwar hatten meine Mutter, die Kinder und ich ein Vierbettzimmer mit Etagenbetten, aber auch ein eigenes Badezimmer und Keycards statt Schl\u00fcssel. Es gab keine Gemeinschaftsr\u00e4ume, weil dies &#8222;nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df f\u00fcr eine Herberge wie unsere&#8220; sei, erkl\u00e4rte man mir beim Einchecken. Die Menschen hinter der Rezeption taten stets so cool und gesch\u00e4ftig, dass wir uns gar nicht so wohl f\u00fchlten wie in typischen Jugendherbergen. Auch die G\u00e4ste benahmen sich so distanziert wie in einem Hotel.<\/li>\n<li><strong>Kirche &amp; Kloster<\/strong>:Eine besonders typische Einfachunterkunft ist die Kirche oder das Kloster. Auf Pilgerreisen habe ich oft nur mit dem Schlafsack auf dem Boden der Kapelle, im Biwaksack im Kreuzgang oder auf dem Sofa im B\u00fcro der Schwester Oberin geschlafen. In Qualit\u00e4t und Ausstattung\u00a0 sind Klosterunterk\u00fcnfte breit gef\u00e4chert. Deshalb lernte ich auch Einzelzimmer mit eigenem Waschbecken kennen, die es mit jedem Hotelzimmer h\u00e4tten aufnehmen k\u00f6nnen.\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-5239 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/fernwehkinder.de\/?attachment_id=5294'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3061-Warnschild-in-der-Abtei-Himmerod-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-5294\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3061-Warnschild-in-der-Abtei-Himmerod-200x200.jpg 200w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3061-Warnschild-in-der-Abtei-Himmerod-600x600.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-5294'>\n\t\t\t\tIn Himmerod hat man Sinn f\u00fcr Humor\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/fernwehkinder.de\/?attachment_id=5297'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1208-Kloster-Steinfeld-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-5297\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1208-Kloster-Steinfeld-200x200.jpg 200w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1208-Kloster-Steinfeld-600x600.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-5297'>\n\t\t\t\tKloster Steinfeld trennt zwischen M\u00e4nnlein und Weiblein\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/fernwehkinder.de\/?attachment_id=5301'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180517_150538-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-5301\" srcset=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180517_150538-200x200.jpg 200w, http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180517_150538-600x600.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-5301'>\n\t\t\t\t..und in Wales gibt es morgens ein T\u00e4sschen Tee auf dem Taufstein\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Hier macht mir das gemeinsame Essen \u00fcberhaupt nichts aus. Es gibt einfache, bodenst\u00e4ndige Kost, genau wie ich es mag.<br \/>\nZu einem gemeinsamen Gebet braucht mich in einer solchen Unterkunft niemand \u00fcberreden. Das ist f\u00fcr mich selbstverst\u00e4ndlich, wenn ich die Gastfreundschaft des Klosters wahrnehme.<br \/>\nBesonders eindrucksvoll habe ich die Pilgermeditation in der Abtei Himmerod in Erinnerung, zu der uns der G\u00e4stebruder schon um 5 Uhr weckte. Wir lauschten den fr\u00fchen V\u00f6geln beim Morgengesang und liefen barfu\u00df durch das eiskalte Gras eines ungem\u00fctlichen Tages Mitte M\u00e4rz, er nannte dies &#8222;Tautreten&#8220; &#8211; und wir &#8222;fantastisch&#8220;!<\/li>\n<li><strong>Privatleute<\/strong>:Auf Pilgerwegen bieten auch Privatleute Unterk\u00fcnfte an, oft sogar spontan. Mitunter ist mir das zu nah, zu pers\u00f6nlich und zu einengend, weil ich mich ja in den Tagesablauf meiner Gastleute einf\u00fcgen muss. Noch schlimmer f\u00fcr mich: ich muss essen, was sie mir vorsetzen und mich sogar noch dar\u00fcber freuen, selbst wenn ich es \u00fcberhaupt nicht mag.<br \/>\nAber bevor ich an einem windigen Regentag den Biwaksack aufsuchte, habe ich so manch ein Angebot &#8222;kommen Sie doch mit zu mir&#8220; oder &#8222;kommen Sie rein&#8220; in Anspruch genommen, wenn ich Einheimische nach dem Weg zu einem gesch\u00fctzten Eckchen fragte. Ich wurde auf Matratzen, Sofas, einem superweichen Teppich untergebracht, auch \u00fcber drei ausrangierte Wohnwagen im Garten, einen Schlafplatz in einer Scheune und eine H\u00e4ngematte im Dachgeschoss kann ich berichten.<\/li>\n<li><strong>Ferienwohnung<\/strong>:Sehr reizvoll ist f\u00fcr mich auch die Ferienwohnung. Man ist unter sich und isst unter sich. Es ist wie zuhause, nur in sch\u00f6nerer Umgebung. Ferienwohnungen mag ich als zentrales Quartier bei der Recherche von Tageswanderungen, wie z.B. mit Silke vor zwei Jahren in der N\u00e4he von Bitburg oder immer wieder bei meiner Freundin Maria in Leudersdorf. Aber auch bei Streckenwanderungen sind wir schon in Ferienwohnungen geraten, wenn die Vermieter grade eine Buchungsl\u00fccke hatten und sogar f\u00fcr eine Nacht Wanderer\/Pilger aufnahmen.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>III. Unterkunft mit Service:<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich schlafe ich auf meinen Reisen auch in Pensionen und Hotels. Aber nicht besonders gerne, muss ich zugeben. Mit so viel vermeintlichem Luxus kann ich oft gar nichts anfangen. Was hilft mir ein unendlich gro\u00dfes Fr\u00fchst\u00fccksbuffet mit R\u00e4ucherlachs und Leberpastetchen, wenn ich daf\u00fcr ein halbes Verm\u00f6gen ausgeben muss und mir am Ende doch nur ein Marmeladenbrot mache? Die Kinder haben immer dann Hunger, wenn grade keine Essenszeiten sind und meine Mutter kann ja nur kleine Portionen essen, die den teuren Essenspreis nicht rechtfertigen. Es gibt unsinnige H\u00f6chstbelegungszahlen f\u00fcr Zimmer, um das Ganze f\u00fcr uns noch teurer zu machen und der Kontakt zu anderen G\u00e4sten ist wesentlich schwieriger als beim Camping und in Einfachunterk\u00fcnften<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Pension<\/strong>:In einer Pension finde ich ein gemachtes Bett vor und bekomme das Fr\u00fchst\u00fcck serviert. Da ich zum Fr\u00fchst\u00fcck am liebsten Haferbrei oder Nutellabrot esse, sitze ich morgens in einer Pension immer vor meinem Fr\u00fchst\u00fcck und beschr\u00e4nke mich darauf, es eine Weile frustriert anzustarren, um mir dann ein Marmeladenbrot zu schmieren.<br \/>\nIst es eine sympathische Pensionswirtin, frage ich, ob ich mir mit der angebotenen Wurst und dem Ei ein Lunchpaket machen darf. Honig, Butter und K\u00e4se gehen unbenutzt wieder in die K\u00fcche. Aber mir ist es noch nie, bei all meinen Pensions\u00fcbernachtungen in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz, wirklich noch nie gelungen, morgens nur das hingestellt zu bekommen, was ich wirklich mag. Egal, wie intensiv ich am Vorabend darum gebeten habe, K\u00e4se und Butter wegzulassen. Egal, wie sehr ich um eine zweite Portion Marmelade\/Konfit\u00fcre\/Gelee statt Wurst\/K\u00e4se\/Ei\/Honig\/Butter gebeten habe. Ich werde dann als Veganer abgestempelt und bekomme irgendwelchen f\u00fcrchterlich riechenden Sojapasten oder Tofuwurst hingestellt.\u00a0Welch eine Verschwendung!<\/li>\n<li><strong>Bed &amp; Breakfast<\/strong>:Jaja, sagt ihr vielleicht, das ist der britische Gegenentwurf zur Pension. Falsch! Das ist die ideale Pension f\u00fcr mich! Hier bekomme ich bei der Ankunft eine Tasse Tee angeboten, habe Tea &amp; Coffee making facilities im Zimmer und werde gefragt, was ich zum Fr\u00fchst\u00fcck essen m\u00f6chte. Oft schon abends, sonst aber sp\u00e4testens morgens, wenn ich mich an den Fr\u00fchst\u00fcckstisch setze.<br \/>\nHier bietet man mir mein geliebtes Porridge an und ist nicht b\u00f6se, wenn ich danach einfach nur 1-2 Scheiben Toast mit Jam, Jelly or Marmelade essen will. Ist mir nach mehr, bekomme ich nur das serviert, was ich wirklich mag, hier geht nichts ungegessen zur\u00fcck und wandert in den M\u00fcll. Gro\u00dfartig!<\/li>\n<li><strong>Hotel Garni<\/strong>:ist gar nichts f\u00fcr mich. Das Unpers\u00f6nliche eines Hotels kombiniert mit dem Wegwerffr\u00fchst\u00fcck einer Pension. Dazu mag ich mich gar nicht weiter \u00e4u\u00dfern.<\/li>\n<li><strong>All Inklusive Hotel<\/strong>:AI-Urlaub war jahrelang so ziemlich das Letzte, was ich mir vorstellen konnte. Mit meinem damaligen Lebensgef\u00e4hrten, der bis dato nur diese Art des Reisens von seinen Eltern kannte, war ich vor etlichen Jahren einmal in einem All Inclusive Hotel in der T\u00fcrkei. F\u00fcnf Sterne, weil er nicht gerne AI-Armb\u00e4ndchen trug. Uns wurde nicht nur einfach Zucker in den A&#8230;. geblasen, nein, es war Puderzucker, noch dazu vorher fein gesiebt. Fr\u00fchst\u00fcck &#8211; Sp\u00e4taufsteherfr\u00fchst\u00fcck &#8211; Poolsnack &#8211; Mittagessen &#8211; Poolsnack &#8211; Kaffee &amp; Kuchen &#8211; Abendessen &#8211; Mitternachtssnack. Ein Termin (aus seiner Sicht) jagte den anderen. Er mochte gar nicht aus dem Hotel gehen, weil er ja dann eine der vielen Mahlzeiten verpasst h\u00e4tte, f\u00fcr die der doch mitbezahlt hatte. Egal ob wir a\u00dfen, auf der Terrasse sa\u00dfen oder zum Zimmer gingen, es dauerte nie l\u00e4nger als zwei Minuten, bis der n\u00e4chste aufdringliche Animateur einen von uns ungefragt am Arm packte und zu einem der albernen Spielchen, zur Wassergymnastik, zur Probe f\u00fcr den Karaoke-Wettbewerb oder sonstigen nervig lauten Aktivit\u00e4ten zerren wollte.<br \/>\nMir wurde das schon am zweiten Tag zu doof. Ich mietete mir noch vor dem Sp\u00e4taufsteherfr\u00fchst\u00fcck ein kleines Auto und erkundete die Gegend. Ohne vom Hotel oder Reiseveranstalter organisierten Gruppenausflug. Einfach privat. Me, myself and I. Und ich war gl\u00fccklich. Ja, genauer gesagt, hungrig und gl\u00fccklich, denn ich hatte mir nichts vom Buffet mitgenommen. Der Herr hatte sich von Mahlzeit zu Mahlzeit geschleppt und Durchfall bekommen. Das festigte meine Einstellung zu All Inclusive und ich war sicher, dies zuk\u00fcnftig nicht noch einmal buchen zu wollen.<br \/>\nNun mit Kindern ist es anders. Wenn wir bei den Mallorcarecherchen die Wahl hatten, fand ich All Inclusive praktisch, weil es keine Diskussionen \u00fcber das Bestellen von Getr\u00e4nken gab. Auch im Urlaub im Familienhotel ist es bequemer, wenn ich wei\u00df, dass meine Kinder und meine Mutter genug trinken, weil sie es nicht immer extra bestellen und bezahlen m\u00fcssen. Aber auf Mallorca und im Fichtelgebirge gibt es auch &#8222;nur&#8220; vier Mahlzeiten am Tag, also grade einmal die H\u00e4lfte der t\u00fcrkischen V\u00f6llereiangebote.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Fazit<\/strong>: Es gibt f\u00fcr mich nicht das ideale Quartier, es ist immer von der Situation abh\u00e4ngig, in der ich einen Schlafplatz ben\u00f6tige.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>&#8230;und ihr so?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nachtrag: Nun will ich grade meinen Link in Silkes Blogparade eingeben, da sehe ich, dass sie die Kommentare daf\u00fcr schon geschlossen hat. \ud83d\ude41 Schade, zu langsam. Wie so oft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Silke forderte Ende September zu einer Blogparade auf. 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