{"id":7123,"date":"2020-03-16T22:58:14","date_gmt":"2020-03-16T21:58:14","guid":{"rendered":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=7123"},"modified":"2020-03-18T16:51:09","modified_gmt":"2020-03-18T15:51:09","slug":"schule-zuhause","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=7123","title":{"rendered":"Schule zuhause"},"content":{"rendered":"\n<p>Was wir aktuell wegen der Schulschlie\u00dfungen machen, in der Theorie normaler Lehrbetrieb, nur ohne Schulbetrieb. Weiterhin gibt es einen Lehrplan und Lehrer, die den Sch\u00fclern konkrete Inhalte vermitteln, Aufgaben stellen und diese auch auswerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem wird mir schnell klar, warum unsere Gesellschaft arbeitsteilig organisiert ist. Und soll ich euch mal etwas sagen? Ich bin froh dar\u00fcber. <\/p>\n\n\n\n<p>Wegen meiner Reisen flackerte hin und wieder in mir die Idee auf, einen Weg ins Homeschooling zu finden. Das sehe ich nach einem einzigen Tag &#8222;Lernen Zuhause&#8220; ganz anders &#8211; obwohl ich mir nicht einmal Gedanken \u00fcber die Inhalte machen musste. Deshalb will ich euch mal den ersten Schultag nach der Schulschlie\u00dfung bei uns schildern. Nat\u00fcrlich wird sich das in den folgenden Tagen noch besser einspielen, und nat\u00fcrlich wird in jeder Schule anders sein. Aber eins ist klar: es sind keine Ferien!<\/p>\n\n\n\n<p>Mein heutiger Tag:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4:13<\/strong> &#8211; Mein Hund muss Pippi. Ich lasse ihn in den Garten und rolle mich gl\u00fcckselig wieder im Bett zusammen. Wir k\u00f6nnen ja ausschlafen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6:00<\/strong> &#8211; Der Idiot von Smartphonewecker klingelt. Hat wohl nicht kapiert, dass ich die Kinder nicht zu Schule fahren muss. Ich drehe mich um und will weiter schlafen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6:05<\/strong> &#8211; Nele r\u00fcttelt mich unsanft. &#8222;Mama, du musst aufstehen! Dein Wecker hat geklingelt und ich will endlich lernen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6:15<\/strong> &#8211; WC, Dusche, Z\u00e4hneputzen, Anziehen muss ich im Eiltempo erledigen, weil das Kind &#8222;ENDLICH LERNEN&#8220; will. Wir haben ja noch keinen Lernplan, also nehmen wir nach dem Lesen\u00fcben einen Besch\u00e4ftigungsblock, auf dem sie Dreiecke, Kreise und Quadrate ausmalt, Punkte verbindet, Fehler sucht und Gegenst\u00e4nde z\u00e4hlt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>6:55<\/strong> &#8211; Die Gro\u00dfe wird wach, kommt die Treppe runter, setzt sich zu uns, g\u00e4hnt, geht wieder hoch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6:56<\/strong> &#8211; Der Hund kommt in die K\u00fcche, g\u00e4hnt mich an, legt mir die Pfote aufs Knie und versucht einen Kuss mit Zunge. Ich drehe mich in letzter Hunderstelsekunde zur Seite. Das Kind erlaubt mir, eine Lernpause zu machen, um eine Hunderunde zu laufen. &#8222;Aber eine KURZE, Mama!&#8220;, konstatiert sie, &#8222;Ich muss noch Zahlen machen und das Workbook!&#8220; Himmel hilf, das M\u00e4dchen ist vier Jahre alt. Wo soll das enden???<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7:15<\/strong> &#8211; Als ich am Ende der Hunderunde in den Hof einbiege, stehen meine drei T\u00f6chter mit Sch\u00fcrzen und Kochm\u00fctzen vor der Haust\u00fcr und wollen Muffins backen. Na gut, hilft den kleinen vielleicht bei der Feinmotorik und der Gro\u00dfen bei Deutsch (Lesen) und Mathe (Ma\u00dfe &amp; Gewichte) <\/p>\n\n\n\n<p><strong>8:00<\/strong> &#8211; Fr\u00fchst\u00fcck. Zum Zeitunglesen fehlt mir die Ruhe, denn ich will noch schnell ein paar \u00dcberweisungen erledigen und die Sp\u00fclmaschine ausr\u00e4umen, bevor um 9:00 die Arbeitsauftr\u00e4ge aus der Schule geschickt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9:09<\/strong> &#8211; Aurelias Klassenlehrerin schickt die Tagesaufgaben: Eine Doppelseite Mathe (Tabellen, Strichlisten, Textaufgaben), ein zweiseitiger Text \u00fcber ein Reptil mit Leseverst\u00e4ndnisaufgaben, eine Seite Schreibschrift\u00fcbungen, eine Doppelseite Grammatik (phonemes). Ich drucke alles aus und erkl\u00e4re Aurelia, was getan werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9:15<\/strong> &#8211; Aurelia setzt sich brummend an die erste Aufgabe. Hach, ich kann sie gut verstehen. Handwriting war f\u00fcr mich auch immer der Horror. Noch dazu h\u00e4tte sie gerne l\u00e4nger geschlafen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9:30<\/strong> &#8211; Neles Lehrerin schickt die Tagesaufgaben. Endlich! Das Kind ist schon vollkommen hibbelig. Ich drucke die Aufgaben doppelt aus, denn Caris Lehrerin war schon letzte Woche krank und ich gehe davon aus, dass sie auch diese Woche krank ist und beim e-learning zumindest am ersten Tag niemand an Vertretungsunterricht denkt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>9:32<\/strong> &#8211; Nele st\u00fcrzt sich auf ihre Aufgaben in Englisch (6 Seiten zum Sound m, 1 Seite zum Unterschied von Ch und Sh) und Mathe (Zahlenreihenfolge von 1 bis 15). Cari schaut sich den Stapel durch, nimmt sich ihre Milch und kuschelt sich zu Oma aufs Sofa. Was tun? Ihr hinterher gehen? Dann ist das friedvollen ruhige Lernen der beiden anderen vorbei und sie fangen einen ihrer \u00fcblichen Streitigkeiten an. Also lasse ich der Kleinen freien Lauf und sp\u00fcle die Backutensilien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9:36<\/strong> &#8211; Die Deutschlehrerin schickt den Zwillingen die Tagesaufgabe zum Thema &#8222;Blumen &amp; Fr\u00fchling&#8220; und zum Buchstaben Uu. Im n\u00e4chsten Absatz finde ich 5 Youtube-Links mit Liedern, Gedichten und einer Bastelanleitung, die zu dem Thema passen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9:40<\/strong> &#8211; Aurelia schickt ihrer Lehrerin die Handschrift-Aufgabe \u00fcber Seesaw* und stellt verwundert fest, dass dort 15 unerledigte Auftr\u00e4ge zu warten scheinen, die sie aber nicht findet. Ich schicke der Lehrerin eine Mail dazu.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9:41<\/strong> &#8211; Die Vorschulleiterin schickt eine lange, schwer zu verstehende Mail mit ewig langen Listen, wie wir unsere Kinder zuhause f\u00f6rdern, fordern und besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen, darunter allein 36 Punkte beim Thema life skills und 28 links zu Lernplattformen und anderen Webseiten. Ich beschlie\u00dfe, diese Mail einfach nicht bekommen zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9:48<\/strong> &#8211; Die Klassenlehrerin kann sich diese kleine rote &#8217;15&#8216; auch nicht erkl\u00e4ren und bittet darum, sie zu ignorieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9:50<\/strong> &#8211; Nele fragt, was denn genau der Unterschied zwischen Bakterien und einem Virus ist? &#8222;\u00c4hem, oh, warte, das Teewasser kocht und ich muss noch schnell zur Waschmaschine.&#8220; w\u00e4re meine nat\u00fcrliche Reaktion gewesen, ich stelle mich der Herausforderung und wir fragen gemeinsam diverse Suchmaschinen und Webseiten. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>10:11<\/strong> &#8211; Die Deutschlehrerin schickt Aurelia ihre Tagesaufgabe<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10:15<\/strong> &#8211; Cari schaut kurz vorbei, ignoriert ihren Stapel und geht die Kaninchen f\u00fcttern. Aurelia brummt: &#8222;Na, wenn sie die jetzt z\u00e4hlt, macht sie ja auch irgendwie Mathe.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10:18<\/strong> &#8211; Cari ist wieder da und m\u00f6chte Lesen \u00fcben. Die gedruckten B\u00fccher sagen ihr nicht zu, also suche ich online bei oxfordowl etwas Passendes. Wir finden ein Sachbuch \u00fcber Regenkleidung und eine kleine Geschichte mit geheimnisvollen Fu\u00dfspuren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10:20<\/strong> &#8211; Aurelia soll ihre Wochenhausaufgabe m\u00fcndlich vorstellen. Das geht aber neben der lebhaften Nele nicht. Also verkr\u00fcmelt sie sich mir ihrem Tablet in ihr Zimmer und nimmt ein verbl\u00fcffend langes Video mit detailliertesten Erl\u00e4uterungen auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10:33<\/strong> &#8211; Die Grundschulleiterin schickt eine umfangreiche Anleitung zum Remote Learning mit minuti\u00f6sem Stundenplan f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage. Der kommt f\u00fcr heute eindeutig zu sp\u00e4t, aber wir werden ihn morgen einmal ausprobieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10:49<\/strong> &#8211; In die WhatsApp Gruppe von Neles Klasse wird ein kindgerechtes Erkl\u00e4rvideo zum Coronavirus gepostet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11:15<\/strong> &#8211; Ich fordere die Damen zu einer Pause auf. Die Muffins sind nun kalt genug f\u00fcr die Glasur und Dekoration. W\u00e4hrend die M\u00e4dchen den Tisch und sich selbst einsauen, kn\u00f6pfe ich mir den Vorratsschrank vor. Alles raus, wischen &#8211; nur die noch l\u00e4nger haltbaren Sachen wieder rein &#8211; schon steht auf der Arbeitsplatte eine bunte Mischung aus Backzutaten, Popcornmais und Kirschgr\u00fctze. Sie grinsen mich geradezu an, weil sie wissen, dass ich mir nun in den n\u00e4chsten Tagen Rezepte f\u00fcr sie \u00fcberlegen werde. Aurelia ist als erste fertig mit ihren essbaren Kunstwerken. In ihrer Verzweiflung, sie m\u00fcsse nun mit der Deutschaufgabe beginnen (ihr habe ihr doch gar keine Reihenfolge vorgegeben&#8230;), \u00fcbernimmt sie das Auswaschen des Vorratsschrankes. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>11:45 <\/strong>&#8211; Cari ist wieder oben. Da ich wei\u00df, dass meine Mutter um 12 Uhr noch einen Termin beim Kieferchirurg hat, will ich nach meiner Kleinen sehen und finde meine Mutter schlafend auf dem Sofa. &#8222;Mama! Du musst doch in einer Viertelstunde beim Arzt sein!&#8220; &#8211; &#8222;Der hat abgesagt, die Beh\u00f6rden haben ihm wegen Corona die Praxis zu gemacht&#8220; Sie erz\u00e4hlt mir in einem Nebensatz, dass ihr totschlecht ist, weil sie wohl die neuen Antibiotika nicht vertr\u00e4gt. Cari sagt &#8222;Arme Oma&#8220;, holt ein tropfnasses Handtuch und klatscht es ihr ins Gesicht. Schon ist die \u00dcbelkeit vergessen, denn jetzt haben wir beide alle H\u00e4nde voll zu tun, das Sofa und den Holzfu\u00dfboden vor einem Wasserschaden zu retten. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>12:19<\/strong> &#8211; Ich bin mir mit einer anderen Mutter einig, dass die Aufgaben (und das Herunterladen) ziemlich kernig sind. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>12:24<\/strong> &#8211; Der Leiter f\u00fcr die Klassen 3-6 informiert in einer Mail \u00fcber die drei Kommunikationswege der Sch\u00fcler\/Eltern mit der Schule und f\u00fcgt 10 Links f\u00fcr Lernplattformen ein, die uns beim Helfen helfen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>12:30<\/strong> &#8211; Ich werfe schnell ein paar Fritten in die Hei\u00dfluftfritteuse. Meine Mutter hat keinen Hunger, aber eine Einkaufsliste f\u00fcr mich. Eigentlich will ich sofort starten, aber die Zwillinge brauchen Hilfe bei einem Arbeitsblatt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>13:05<\/strong> &#8211; Aurelia h\u00f6rt den Briefkasten klappern, holt die Post und wir freuen uns \u00fcber den Jahresbrief unseres indischen Patenkindes. Jetzt muss erst einmal schnell ein Bild f\u00fcr die ferne Freundin gemalt werden und alle \u00fcberlegen, was ich ihr schreiben soll.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>13:42<\/strong> &#8211; Mir f\u00e4llt auf, dass ich meinen Blogartikel zum K\u00f6lschen Grundgesetz gestern gar nicht online gestellt habe und hole es mit zwei Klicks nach. Dabei entscheide ich, f\u00fcr den heutigen ungew\u00f6hnlichen Tag einen Lifeticker f\u00fcr mich selbst zu f\u00fchren (den ihr nun mit dem Abschicken dieses Blogbeitrags auch lesen k\u00f6nnt)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>13:58<\/strong> &#8211; Die Schule schickt die Liste mit den Clubs (= AGs) f\u00fcr die Zeit nach Ostern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>14:01<\/strong> &#8211; Alle drei Kinder haben die Club-Auswahl getroffen <\/p>\n\n\n\n<p><strong>14:58<\/strong> &#8211; Die Mutter einer Klassenkameradin von Aurelia bittet mich per WhatsApp um ein Foto der Deutschhausaufgabe (also nicht der Tagesaufgabe, sonder der HAUSaufgabe von letzter Woche).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15:05<\/strong> &#8211; Ich fahre &#8222;grad mal eben&#8220; zum Fressnapf* und zum Aldi*, finde dort nur 50 % meines Wunschzettels, stehe auch beim Lidl* und Rewe vor leeren Regalen, obwohl ich doch nur 1 kg Mehl f\u00fcr unseren n\u00e4chsten Backtag haben wollte, und komme genau rechtzeitig wieder, um von netten Nachbarinnen eine gro\u00dfe T\u00fcte mit Kohlrabibl\u00e4ttern in Empfang zu nehmen, die sie beim Penny* f\u00fcr unsere Kaninchen gehamstert haben. Danke sehr!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15:07<\/strong> &#8211; Die Deutschlehrerin schreibt, sie habe f\u00fcr Year 3 das falsche Blatt geschickt und f\u00fcgt das richtige an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15:17<\/strong> &#8211; Aurelias Klassenlehrerin schickt eine \u00dcbersicht \u00fcber den Wochenlehrplan, damit wir uns darauf einstellen k\u00f6nnen. Ta\u00e4glich stehen uns weiterhin Englisch, Handwriting, Topic, Grammatik, Lesen und Mathe bevor, hinzu kommen Aufgaben f\u00fcr Kunst, Musik und Sport. Das wird spannend!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>16:00<\/strong> &#8211; Die Deutschlehrerin stellt in ihrer Mail fest, dass sie die Aufgaben der Kinder nicht \u00fcber SeeSaw* lesen kann und wir ihr sie bitte scannen und mailen oder auf team* hochladen oder selbst korrigieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>16:30<\/strong> &#8211; Aurelia stellt erschreckt fest, dass sie erst die H\u00e4lfte ihrer Aufgaben fertiggestellt hat und bittet mich darum, in ihrer N\u00e4he zu bleiben. Wir einigen uns auf einen Kompromiss: Sie setzt sich an den Gartentisch, so lange ich den Rasen m\u00e4he.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>17:15 <\/strong>&#8211; Die Kleinen erwachen aus einem fast dreist\u00fcndigen Mittagsschlaf. W\u00e4hrend sie ein Ausmalbild bearbeiten, ausschneiden und Fahrradfahren \u00fcben, k\u00e4mpft sich Aurelia weiter tapfer durch ihre Aufgaben, fotografiert und mailt sie, zwischendrin dreht sie ein Filmchen von den Kaninchen und schaut ein Video bei Youtube (und ich tue so, als merke ich es nicht). Homeoffice f\u00fcr 8-j\u00e4hrige!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>18:00<\/strong> &#8211; Aurelia und ich sind in den letzten Z\u00fcgen bei ihren Aufgaben, da kommen die Zwillinge mit der frohen Kunde, dass Oma Abendessen gekocht hat. Wir essen schnell, dann fotografiert und mailt sie die letzten beiden Aufgaben an ihre Lehrerin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>18:27<\/strong> &#8211; Ich berate mich mit Silke zu unserer f\u00fcr Ende des Monats geplanten Eifelrecherche<\/p>\n\n\n\n<p><strong>19:03<\/strong> &#8211; Aurelias Klassenlehrerin schickt ihre Mail von heute Vormittag noch einmal, weil einige Eltern sie wohl nicht erhalten haben (oder dies beschlossen haben, so wie ich mit der einen Mail)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>19:56<\/strong> &#8211; Aurelias Klassenlehrerin kommentiert und korrigiert eine von Aurelias Aufgaben auf Seesaw<\/p>\n\n\n\n<p><strong>20:00<\/strong> &#8211; dito<\/p>\n\n\n\n<p><strong>20:08<\/strong> &#8211; dito<\/p>\n\n\n\n<p><strong>20:09<\/strong> &#8211; dito<\/p>\n\n\n\n<p><strong>20:11<\/strong> &#8211; dito (Uff, was hat die denn f\u00fcr Arbeitszeiten???)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>20:12<\/strong> &#8211; Aurelia kommt zu mir und bittet mich, mit ihr gemeinsam die Antworten ihrer Lehrerin zu lesen. Wir besprechen ganz ausf\u00fchrlich, was sie morgen noch \u00fcberarbeiten und ein weiteres Mal einreichen m\u00f6chte. Ich g\u00e4hne und gebe auf. Heute werde ich ins Bett gehen, ohne einen einzigen Blick in mein Manuskript geworfen zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>21:10<\/strong> &#8211; Nele steht neben mit am Schreibtisch und korrigiert die Schreibversuche ihrer Zwillingsschwester, w\u00e4hrend ich hier so vor mich hin tippe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>21:20<\/strong> &#8211; Nele begleitet mich auf die Hunderunde. Dabei besch\u00e4ftigt sie sich noch mit der Farblehre, \u00fcber die wir heute gesprochen haben. Da ging es um den eher leichten Teil der Thematik (blau + gelb = gr\u00fcn, rot + blau = lila). Jetzt fragt sie mich nach rosa + gr\u00fcn, braun + wei\u00df, schwarz + grau, wei\u00df + beige, rot + silber. Puh, das war knapp. Ich konnte auf alles antworten, aber schon nicht mehr im Komfortbereich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>22:00 &#8211;<\/strong> Wieder zuhause, geht sie mit den Worten &#8222;harter Arbeitstag&#8220; ins Bett.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>22:05<\/strong> &#8211; Ich antworte der Mutter wegen der Deutschhausaufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>22:10<\/strong> &#8211; Gerade, als ich das Notebook zuklappen will, kommt Cari auf meinen Scho\u00df, schnappt sich einen Notizblock und \u00fcbt ihren Namen. Sie will eigentlich danach noch etwas basteln, aber hat Gnade mit mir. Denn ich muss jetzt ins Bett!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: <\/strong>Die Kinder kommen gut mit dem Zuhauselernen klar, die Lehrer und Eltern m\u00fcssen ihre Performance noch optimieren. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber<\/strong>: Der erste, der mir erz\u00e4hlt, dass sich Schulschlie\u00dfungen mit Homeoffice prima kombinieren lassen, wird an meinem hysterischen Lachen ertauben! Selbst im optimalen Falle h\u00e4tte ich maximal drei Stunden Zeit f\u00fcr meine berufliche Arbeit gehabt. Dann d\u00fcrfte ich aber keinen Hund haben und br\u00e4uchte eine Haushaltshilfe. Denn Backen erfolgte unter dem Aspekt der Kinderbetreuung, aber Einkaufen, Rasenm\u00e4hen &amp; Co tun sich nicht von allein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was wir aktuell wegen der Schulschlie\u00dfungen machen, in der Theorie normaler Lehrbetrieb, nur ohne Schulbetrieb. 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