{"id":6961,"date":"2020-01-13T18:16:33","date_gmt":"2020-01-13T17:16:33","guid":{"rendered":"http:\/\/fernwehkinder.de\/?p=6961"},"modified":"2020-01-13T18:16:33","modified_gmt":"2020-01-13T17:16:33","slug":"yoga-fuer-anfaenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fernwehkinder.de\/?p=6961","title":{"rendered":"Yoga f\u00fcr Anf\u00e4nger"},"content":{"rendered":"\n<p>Anfang des Jahres fragte mich eine andere Mutter im Familotel*, ob mir am Silvestermorgen die Yogastunde gefallen hat. Ich musste l\u00e4nger nachdenken, als wir beide erwartet hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus entspann sich ein langes Gespr\u00e4ch \u00fcber Yogastunden f\u00fcr Anf\u00e4nger und die entsprechenden Trainerinnen. In den vergangenen Jahren hatten wir ausschlie\u00dflich mit Frauen als Trainer zu tun. Das ist aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Einig sind wir uns dar\u00fcber, dass es ziemlich ambitioniert ist, Anf\u00e4nger in Yoga zu unterrichten. Weil wir beim Erfahrungsaustausch viel gelacht haben, m\u00f6chte ich meine eigenen Erfahrungen mit euch teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ich noch nie regelm\u00e4\u00dfig Yoga betrieben habe und noch nicht einmal den Sonnengru\u00df ohne fremde Hilfe ausf\u00fchren kann, halte ich mich trotz einiger Yoga-Versuche f\u00fcr eine echte Yoga-Anf\u00e4ngerin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134542-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6987\" srcset=\"https:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134542-1.jpg 1024w, https:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134542-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134542-1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>AUM &#8211; vollkommen tiefenentspannt \ud83d\ude09<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">1.) DRK-Yogagruppe<\/h4>\n\n\n\n<p>Meine Mutter war jahrelang Mitglied einer Yoga-Gruppe beim DRK. Einmal durfte ich auch mitmachen, denn offiziell begann ein neuer Anf\u00e4ngerkurs.<\/p>\n\n\n\n<p>Da lagen nun 10 oder 12 Frauen aller Altersgruppen kichernd und prustend auf ihren Matten, w\u00e4hrend eine verzweifelte Trainerin versuchte, System in das Chaos zu bringen. Nach 60 Minuten Yoga hatte ich immer noch keine Ahnung, was der Sinn des Ganzen ist und wie es sich von anderen Gymnastikarten unterscheidet. <\/p>\n\n\n\n<p>Es stellte sich heraus, dass alle anderen Teilnehmerinnen schon seit Jahren dabei waren und die Trainerin es aufgegeben hatte, Begrifflichkeiten aus der Yogasprache und Meditationen einzubringen. Sie freute sich daran, dass die Kolleginnen einmal in der Woche gut gelaunt ihre Muskeln dehnten und verdrehten. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich war es nichts, ich ging kein zweites Mal zum Training.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Einsch\u00e4tzung als Yoga-Anf\u00e4ngerin:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fachliche Qualifikation: nicht einsch\u00e4tzbar<\/li><li>Abfrage von Vorerkrankungen: nein<\/li><li>Abfrage von Vorerfahrungen: nein<\/li><li>Atem\u00fcbungen: nein<\/li><li>R\u00fccksichtnahme auf die Bed\u00fcrfnisse der Teilnehmerinnen: 100 %<\/li><li>Lernerfolg f\u00fcr mich: 0 %<\/li><li>Fazit: nichts f\u00fcr mich, weil ich nicht Teil der Gruppe war und nichts \u00fcber Yoga gelernt habe.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2.) Mutter-Kind-Kur in der D\u00fcnenklinik* auf Spiekeroog<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei der Mutter-Kind-Kur hatten wir im Eingangsspr\u00e4ch die Wahl zwischen drei Entspannungstechniken: Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Yoga. Autogenes Training kannte ich bereits und wusste, dass ich dabei immer nur einschlafe. Die Muskelentspannung war schon voll belegt, also blieb mir Yoga.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal pro Woche trafen wir uns auf einem gem\u00fctlichen Dachboden und lernten unter Anleitung einer Yoga- und Pilates-Lehrerin verschiedene Yogastellungen. Stets wurde darauf hingewiesen, was sie bewirken und f\u00fcr wen sie ungeeignet oder nur in einer Variante geeignet sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten viel Spass beim &#8222;St\u00f6hnenden Krokodil&#8220;, bei der &#8222;Glotzenden Kuh&#8220; und beim &#8222;Umst\u00fcrzenden Baum&#8220;. Nie werde ich vergessen, wie eine Teilnehmerin sich bei der &#8222;Palme&#8220; mit den Worten &#8222;Wie eine Elfe!&#8220; aufrichtete, zu Boden krachte und sich korrigierte: &#8222;Okay. Dann eben nicht Elfe, sondern Elefant. H\u00f6rt sich ja fast gleich an!&#8220; und die Trainerin noch einen drauf gab: &#8222;Wenn die beiden abst\u00fcrzen, h\u00f6rt es sich aber gar nicht gleich an!&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p>Meine Einsch\u00e4tzung als Yoga-Anf\u00e4ngerin:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fachliche Qualifikation: gut aus- und fortgebildet<\/li><li>Abfrage von Vorerkrankungen: ja<\/li><li>Abfrage von Vorerfahrungen: ja<\/li><li>Atem\u00fcbungen: nur die Bauchatmung<\/li><li>R\u00fccksichtnahme auf die Bed\u00fcrfnisse der Teilnehmerinnen: 100 %<\/li><li>Lernerfolg f\u00fcr mich: 50 %<\/li><li>Fazit: meine erste echte Yoga-Erfahrung hat mir Lust auf mehr gemacht.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">3.) Schwangerschaftsyoga im Krankenhaus Weyertal*<\/h4>\n\n\n\n<p>Eine Gymnastiklehrerin, die selbst seit Jahren Yoga betrieb, f\u00fchrte acht Schwangere durch ihre f\u00fcnf Yogastunden. Was unsere B\u00e4uche zulie\u00dfen, wurde gemacht. Das war f\u00fcr mich eher wenig, denn ich war ja schon mit den Zwillingen schwanger bis zum Kinn, als der Kurs begann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anweisungen waren klar, sie bem\u00fchte sich, uns Unwissenden die richtigen (deutschen) Begriffe f\u00fcr unsere Verrenkungen beizubringen. Sie korrigierte unsere Stellungen durch Worte und nur auf Nachfrage, indem sie uns in die richtige Position schob.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie f\u00fchrte die meisten \u00dcbungen schneller aus, als es uns mit Babybauch  sinnvoll erschien. Auf unsere W\u00fcnsche nach mehr Dehnung, Entspannung und Atmung ging sie nicht ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stimmung in der Gruppe war gut, wir quatschten immer noch lange nach der Stunde \u00fcber Stellungen &#8222;gestrandeter Wal&#8220; und &#8222;w\u00fcrgender Hund&#8220;, denn einer Teilnehmerin wurde es bei allen Kopf\u00fcberpositionen nicht nur schwindelig, sondern auch noch spei\u00fcbel&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Einsch\u00e4tzung als Yoga-Anf\u00e4ngerin:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fachliche Qualifikation: nicht einsch\u00e4tzbar<\/li><li>Abfrage von Vorerkrankungen: ja<\/li><li>Abfrage von Vorerfahrungen: nein<\/li><li>Atem\u00fcbungen: nein<\/li><li>R\u00fccksichtnahme auf die Bed\u00fcrfnisse der Teilnehmerinnen: 70 %<\/li><li>Lernerfolg f\u00fcr mich: 20 %<\/li><li>Fazit: Es war okay, aber ich war auch nicht traurig, als es zu Ende war<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134545.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6988\" width=\"119\" height=\"243\"\/><figcaption>Der Baum &#8211; wahrscheinlich eine Krumpelkiefer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><!--EndFragment-->4.) Kanga-Training<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit meinen Minim\u00e4usen meldete ich mich zum <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pg\/KangatrainingKoeln\/posts\/\">Kanga-Training mit Judith<\/a>* an. Das ist eigentlich eine Mischung aus R\u00fcckbildungsgymnastik, Aerobic und Fitnesstraining mit Kind. Die Babys und Kleinkinder wurden bei den \u00dcbungen am Boden als Gewichte eingesetzt und bei den aufrechten \u00dcbungen in ihren Tragen auf Bauch und\/oder R\u00fccken in den Schlaf geschaukelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Sequenz war immer der Morgengru\u00df, den die Kanga-Trainierin zur Musik von <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Zt8GRmvocXA\">Mai Cocopelli<\/a>* vormachte.  Wir haben es geliebt und ich versuche es bis heute immer wieder, bin aber zu d\u00e4mlich, gleichzeitig auf einen Bildschirm zu schauen und die Bewegung auszuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Trainerin hat uns den Morgengru\u00df nicht einmal als Yoga\u00fcbung vorgestellt. Dennoch war dies eine sehr sch\u00f6ne Yogaerfahrung f\u00fcr mich. <\/p>\n\n\n\n<p>Meine Einsch\u00e4tzung als Yoga-Anf\u00e4ngerin:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fachliche Qualifikation: nicht einsch\u00e4tzbar<\/li><li>Abfrage von Vorerkrankungen: ja<\/li><li>Abfrage von Vorerfahrungen: nein<\/li><li>Atem\u00fcbungen: nein <\/li><li>R\u00fccksichtnahme auf die Bed\u00fcrfnisse der Teilnehmerinnen: 50 %<\/li><li>Lernerfolg f\u00fcr mich: 50 %<\/li><li>Fazit: Eine sch\u00f6ne kleine Yoga-Zeit inmitten von nicht mehr erinnerlichen anderen \u00dcbungen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">5.) Privatstunde bei der Yoga-Therapeutin Mala Schlegel*<\/h4>\n\n\n\n<p>Mein absolutes Highlight war der Privatunterricht bei <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/mala.schlegel\">Mala Schlegel<\/a>* im Mai 2019. Ich kannte sie schon von sehr wirkungsvollen Massagen im <a href=\"https:\/\/www.hotel-krug.de\/home\/\">Familotel Fichtelgebirge<\/a>*, bei denen wir ins Gespr\u00e4ch \u00fcber meinen Fersensporn kamen. Sie beschrieb mir einige Yoga\u00fcbungen, die gut bei Fersensporn helfen &#8211; und ich quengelte und dr\u00e4ngelte so lange, bis sie sich bereit fand, mir eine private Yogastunde zu erm\u00f6glichen. Wobei &#8222;Stunde&#8220; das falsche Wort ist: aus den ohnehin schon vereinbarten 90 Minuten waren am Ende ziemlich genau zwei Stunden geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste halbe Stunde verbrachten wir mit Atem\u00fcbungen. Sehr fremd, aber auch sehr wohltuend. Es folgten einige mir schon bekannte Yogastellungen, Asanas genannt, und viele neue M\u00f6glichkeiten, sich selbst zu verknoten und den Atem zu nehmen. An die Reihenfolge kann ich mich nicht erinnern, aber Sonnengru\u00df, herabschauender Hund, Kobra, Heuschrecke, Kindhaltung, Fisch, Drehsitz, Krokodil und Bogensch\u00fctze waren in jedem Fall dabei. Sie nannte mir jedes Asana in Deutsch und in Sanskrit.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgten dann noch einige \u00dcbungen, die speziell auf meinen geschundenen R\u00fccken, das defekte Knie und den Fersensporn einwirken sollten. <\/p>\n\n\n\n<p>Meine Einsch\u00e4tzung als Yoga-Anf\u00e4ngerin: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fachliche Qualifikation: gro\u00dfartig<\/li><li>Abfrage von Vorerkrankungen: ja<\/li><li>Abfrage von Vorerfahrungen: ja<\/li><li>Atem\u00fcbungen: ja sehr ausf\u00fchrlich: Bauch-, Wechsel- und Schnellatmung<\/li><li>R\u00fccksichtnahme auf die Bed\u00fcrfnisse der Teilnehmerinnen: 100 %<\/li><li>Lernerfolg f\u00fcr mich: 80 % (leider vergesse ich so etwas viel zu schnell)<\/li><li>Fazit: wunderbar! Ich habe mich davor und danach selten so schmerzfrei, gelenkig und wohl gef\u00fchlt<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">6.) Yoga-Kurs bei Flexx Fitness*<\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.flexx-fitness.de\/training\/kurse.html\">Flexx Fitness<\/a>* ist ein Fitness-Studio (auch bekannt als Fitness-Polizei), das im Rahmen der Mitgliedschaft auch Yoga-Kurse anbietet. Sie werben damit, dass mit ihrem Yoga-Konzept die tiefen Muskeln trainiert und die Sauerstoffzufuhr verbessert, weil w\u00e4hrend des gesamten Trainings auf die Atmung geachtet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort habe ich an drei aufeinanderfolgenden Freitagen bei drei verschiedenen Trainerinnen atmen k\u00f6nnen, wie ich wollte und nicht so richtig erkennen k\u00f6nnen, welchen Zweck das Ganze hatte. Die \u00dcbungen wurden in rasantem Wechsel ausgef\u00fchrt, zum Teil falsch vorgemacht, mit falschen Namen benannt.  Fehlhaltungen wurden nicht korrigiert. Bei keiner der drei Trainerinnen konnte ich mir sicher sein, ob sie den Unterschied zwischen Bauch-Beine-Po-Workout und Yoga kennt.<\/p>\n\n\n\n<p> Meine Einsch\u00e4tzung als Yoga-Anf\u00e4ngerin: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fachliche Qualifikation: wohl kaum<\/li><li>Abfrage von Vorerkrankungen: nein<\/li><li>Abfrage von Vorerfahrungen: nein<\/li><li>Atem\u00fcbungen: nein<\/li><li>R\u00fccksichtnahme auf die Bed\u00fcrfnisse der Teilnehmerinnen: 0 %<\/li><li>Lernerfolg f\u00fcr mich: 0 %<\/li><li>Fazit: ein Gymnastikwolf im Yogaschafspelz<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">7.) Auszeit mit Yoga und Meditation im Familotel*<\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.elke-daeubner.de\/\">Elke D\u00e4ubner<\/a>* ist die zweite Wellnessfee im Familien Klub Krug*. Am Silvestermorgen bot sie eine &#8222;Auszeit mit Yoga und Meditation&#8220; an. Sie ist ayurvedische Gesundheitsbereaterin, zertifizierter Personal Coach und wohl ein echtes Multitalent. Denn sie hat auf ihrer Homepage Yoga, Meditation, Kochkurse, Gew\u00fcrzmischungen, Coaching, Schminken, Ayurveda-Workshops, Halbtagswellness, Massagen, Peelings und Abreibungen im Programm.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr uns Teilnehmerinnen begann die Yogastunde mit einer Reiz\u00fcberflutung, hervorgerufen durch starken R\u00e4ucherst\u00e4bchenrauch, der in den Augen brannte und im Hals kratzte. Etwas entt\u00e4uscht l\u00f6schte sie das St\u00e4bchen und begann mit den \u00dcbungen. Es war ihre Premiere und wir konnten ihr die Aufregung anmerken.  <\/p>\n\n\n\n<p>Zwar sagte sie, dass jede nur so weit dehnen soll, wie ihr angenehm ist. Dann aber ging sie bei jeder \u00dcbung herum, um die Stellung zu korrigieren. Das finde ich okay und wichtig. Leider wollte sie mehr: ungefragt verst\u00e4rkte sie die jeweilige Dehnung mit einem festen Druck. Das hasse ich, denn ich wei\u00df genau, wo f\u00fcr meinen kaputten R\u00fccken und mein defektes Knie die Grenzen liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Elke versuchte zu erkl\u00e4ren, ich hatte aber das Gef\u00fchl, dass ihr mitunter Begrifflichkeiten fehlten. Obwohl ich aus Zeiten des Katastrophenschutzes raue Worte gew\u00f6hnt bin, muss ich zugeben, dass ich mich daran gesto\u00dfen habe, dass sie z.B. von &#8222;Hintern&#8220; sprach. Das Wort ist okay, wenn man sich bei einem Busungl\u00fcck oder Wohnungsbrand mit &#8222;Beweg deinen Hintern!&#8220; gegenseitig zur Eile antreibt. Aber wenn die Yoga-Trainerin sanftem Tonfall &#8222;&#8230;und wir achten darauf, dass unter Hintern angespannt ist.&#8220; sagt, irritiert mich das.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein lustig gemeintes &#8222;Ach?! Sagte ich es bereits? Atmen!&#8220; wurde von uns nur die ersten 3-4 Male als witzig empfunden und wurde bei einer Teilnehmerin im Laufe der Stunde zum echten Aufreger.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Ausflug ins Lach-Yoga wirkte eher unsicher, aber zeigte Wirkung. Sich vor eine andere Frau zu stellen und auf &#8222;ha-ha-ha&#8220; &amp; &#8222;ho-ho-ho&#8220; zu klatschen, bzw. sich gegenseitig die Handfl\u00e4che mit einem gequietschten &#8222;hihihihihi&#8220; zu kitzeln ist so bl\u00f6de, dass es schon wieder gut ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"http:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134546-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6989\" srcset=\"https:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134546-1.jpg 1024w, https:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134546-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134546-1-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>hihihihihihihi<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei der abschlie\u00dfenden Meditation konnte ich nicht entspannen. Mein R\u00fccken schmerzte und mir f\u00e4llt Meditation ohnehin sehr schwer.<\/p>\n\n\n\n<p> Meine Einsch\u00e4tzung als Yoga-Anf\u00e4ngerin:  <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fachliche Qualifikation: solides Basiswissen<\/li><li>Abfrage von Vorerkrankungen: nein<\/li><li>Abfrage von Vorerfahrungen: nein<\/li><li>Atem\u00fcbungen: ja, Bauchatmung und Wechselatmung<\/li><li>R\u00fccksichtnahme auf die Bed\u00fcrfnisse der Teilnehmerinnen: 50 %<\/li><li>Lernerfolg f\u00fcr mich: 20 %<\/li><li>Fazit: ein netter Jahresausklang mit Verbesserungspotential<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">8.) Yogazentrum H\u00fcrth<\/h4>\n\n\n\n<p>Nach meiner R\u00fcckkehr aus dem Winterurlaub fand ich den Weg zum <a href=\"http:\/\/yogazentrum-huerth.de\">Yogazentrum H\u00fcrth<\/a>. Hier werden ziemlich viele Yoga-Kurse angeboten, sogar tags\u00fcber. Das passt perfekt, denn dann sind die Kinder in der Schule und ich habe auch die n\u00f6tige Ruhe daf\u00fcr. Im Stundenplan tauchen Vinyasa Flow,  Kundalini Yoga, Hatha Yoga, Yin Yoga, Ashtange Yoga, Hatha Yoga f\u00fcr den R\u00fccken und spezielle Yogastunden f\u00fcr Kids, Teens, Senioren und Schwangere auf, au\u00dferdem Workshops und andere Veranstaltungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Probestunden \u00e0 5 Euro werden mir angeboten, um zu sehen, ob Yoga etwas f\u00fcr mich ist, meine Vorerkrankungen werden sogar schriftlich abgefragt. Auch nach den Probestunden brauche ich  mich nicht auf einen speziellen Stil oder gar Kurs festlegen, denn ich zahle keinen Monatsbeitrag f\u00fcr einen Kurs, sondern kann 5er- und 10er-Karten kaufen, die nur dann abgestempelt werden, wenn ich wirklich teilnehme.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein erstes Probetraining ist Yoga 60 bei Angelina. Das ist Yoga f\u00fcr Senioren, das auch f\u00fcr Menschen empfohlen wird, die vollkommen neu einsteigen und es langsam angehen lassen wollen. Die sympatische Trainerin mit dem niederl\u00e4ndischem Akzent f\u00fchrt und ohne Nennung von \u00dcbungsnamen sicher und einf\u00fchlsam durch die Stunde. Sie erkl\u00e4rt, dass sie sich heute f\u00fcr Yin-Yoga entschieden hat, um zu Beginn des Jahres beide Seiten (Anspannung und Entspannung) so abzuwechseln, wie es auch im Leben sein sollte. Bei jeder \u00dcbung wird erkl\u00e4rt, bei welcher Bewegung ein- bzw. ausgeatmet wird. Au\u00dferdem gibt es noch eine &#8222;halbe Wechselatmung&#8220; &#8211; wie auch immer es korrekt hei\u00dft, denn wir atmen eine ganze Weile ausschlie\u00dflich durch ein Nasenloch.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einigen \u00dcbungen gab sie Tipps f\u00fcr Teilnehmerinnen mit Vorerkrankungen. Sie ging herum und schaute auf die richtige Ausf\u00fchrung. Sie korrigierte durch leise Anregungen, ohne Hand anzulegen. Wenn sie am Ende noch darauf geachtet h\u00e4tte, uns nach der letzten gut erw\u00e4rmenden Anspannungs\u00fcbung die Socken anziehen zu lassen, h\u00e4tten die anderen Teilnehmerinnen in der Umkleidekabine auch nicht \u00fcber kalte F\u00fc\u00dfe gejammert.<\/p>\n\n\n\n<p>Jochen, ihr Gatte, ist der Trainer f\u00fcr das Hatha-Yoga am Montagvormittag, das ich mir heute als meine zweite Probestunde ausgesucht habe. Wir Teilnehmer werden mit frisch gebr\u00fchtem Chai empfangen. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei manchen Asanas gibt er Erkl\u00e4rungen, die meisten werden im sanften Sprechfluss benannt. Wer nicht wei\u00df, wie Krieger 3 und Heraufschauender Hund gehen, schaut es sich vom Trainer oder den Nachbarn ab. Er benennt die Asanas mit den deutschen Namen und nimmt sich viel Zeit f\u00fcr den Atem. Jochen geht herum, korrigiert Fehlhaltungen zum Teil mit Worten, zum Teil mit sanftem Zug oder noch sanfterem Druck im Rahmen der ihm aus der Anmeldung bekannten Einschr\u00e4nkungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 90 Minuten Yoga vergehen wie im Flug und bringen mich an meine Grenzen. Am Ende bin ich so unglaublich entspannt (oder ersch\u00f6pft?), dass ich bei der Schlussentspannung dreimal von meinem eigenen Schnarchen geweckt werde. Keiner der anderen Teilnehmer nimmt daran Ansto\u00df. Ich bin beim Verlassen des Kursraums stolz auf mich: Nur bei einer \u00dcbung musste ich vorher aufh\u00f6ren und eine mit einem Hilfsschritt ausf\u00fchren. Es kommt also auf den Trainingsaufbau, ob ich mit Kreuzschmerzen das Weite suche oder mich am Ende zufrieden an einen harmonischen Wechsel von Katze, Hund und Kuh erinnere.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Einsch\u00e4tzung als Yoga-Anf\u00e4ngerin:  <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fachliche Qualifikation: sehr gut<\/li><li>Abfrage von Vorerkrankungen: ja<\/li><li>Abfrage von Vorerfahrungen: ja<\/li><li>Atem\u00fcbungen: ja, in den verschiedenen Kursen unterschiedlich<\/li><li>R\u00fccksichtnahme auf die Bed\u00fcrfnisse der Teilnehmerinnen: 80 %<\/li><li>Lernerfolg f\u00fcr mich: 60 %<\/li><li>Fazit: Sehr wohltuend. Hier bleib ich. Obwohl sich schon sechs Stunden nach Trainingsende alle beteiligten Muskeln einzeln bei mir melden!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>*Werbung? Ja. Durch Nennung von Anbietern. Und zwar aus voller \u00dcberzeugung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang des Jahres fragte mich eine andere Mutter im Familotel*, ob mir am Silvestermorgen die Yogastunde gefallen hat. Ich musste l\u00e4nger nachdenken, als&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6989,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[246,57,201,332],"class_list":["post-6961","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rabenmutter","tag-fichtelgebirge","tag-gesundheit","tag-sport","tag-yoga"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/fernwehkinder.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/P1134546-1.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack-related-posts":[],"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6961"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6961\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6990,"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6961\/revisions\/6990"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6989"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fernwehkinder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}