Meine bisherigen Ideen für eine Wanderung am Laacher See hatten mir (noch) nicht gefallen, also schob ich diese Tour immer weiter vor mir her. Direkt am See ist es mir zu langweilig, zu sonnig und zu überlaufen. Bei anderen Wegen verlor ich zu lange den See aus den Augen – musste zu lange auf einer Straße laufen – kam nicht zur Benediktierabtei – langweilte mich auf Waldautobahnen zu Tode – war ich einfach unzufrieden.

Nun gab es aber kein Entrinnen mehr, denn ich will mit dem Manuskript fertig werden. Ich dachte mir Neues Jahr – Neues Glück. Nicht einmal die Kinder standen mir als Ausrede zur Verfügung, denn meine Mutter hatte schon am Samstag betont, das Wetter solle am Sonntag genauso schön werden und ich solle endlich diese Tour recherchieren.

Was soll ich sagen? Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich gestern schon vor Sonnenaufgang in die Eifel gestartet bin. Es war knackig kalt, sonnig und wunderschön. Endlich habe ich eine Tour gefunden, die mir gefällt.

Von den 23 km, die ich am Ende des Tages auf dem GPS-Display ablas, waren 18 km für eine Rundwanderung brauchbar, die nun im Norden beginnt und mit einigen Schlenkern im Uhrzeigersinn um den See führt: Lydiaturm, Benediktinerabtei, Erntekreuz, Krufter Ofen, Teufelskanzel und Tuffsteinbruch liegen auf dem Weg.

Unterhalb von der Teufelskanzel hörte ich ein lautes Rascheln im Wald, stöhnte schon „oh, no, Mountainbiker!“ und erstarrte dann, weil etwa 20 Wildschweine den Waldweg querten. bis ich mich aus meiner Faszination gelöst hatte, waren sie schon den Berg hinauf gerannt. Könnt ihr sie trotzdem auf dem Foto ganz rechts in der vorletzten Zeile der Galerie erkennen? Bei den drei Rehen, die mir dann an der Ahrefeld-Hütte begegneten, hatte ich gar keine Chance auf ein Foto, weil der Hund, den ich grade noch gestreichelt hatte, so plötzlich davon (und mich um) rannte, dass ich mich mich erst einmal wieder aufrappeln musste.

Was sagt ihr zu dem dreifachen Stern an der Buch- und Kunsthandlung?

Original – Spiegelung und Schatten!

(Aber fragt bitte nicht nach meinem Sporn, der fand die Tour gar nicht witzig…)

9 thoughts on “Unerwartete Begegnungen am Laacher See bei Minus 6 Grad

  1. Ja, die Schweine sind gut zu erkennen, obwohl die Fotos sich nicht vergrößern lassen. Die Strecke sieht, was die Fotos angeht, vielversprechend aus. Der Laacher See ist ja gerade in aller Munde, weil es darunter offenbar doch noch eine Magmakammer gibt.

          1. Exakt. Und da das klimaschädlich ist, sollte man dem Laacher-See-Vulkan eine fette Ökosteuer aufbrummen!

  2. Wir waren gestern auch in der Eifel wandern. Obermaubach hoch. Leider haben wir keine Wildschweine gesehen sondern Mounainbiker. Sporn ist aua. Hatte Anselm auch ne ganze Weile. Gruß auch an Gerda
    Monika

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