Der Großvater meiner Kinder väterlicherseits lebt in Dillenburg. Heinz ist 96 Jahre als und lebt in einem Seniorenheim. Meist wehrt er einen Besuch der Mädels ab, weil es ihm zu viel ist. Das kann ich verstehen, denn die drei sind eben so lebhaft, wie Kleinkinder eben sind. Umso mehr freute ich mich, dass er uns für den Ostermontag eingeladen hatte. Er liebt die Mäuse und sie ihn auch.

20170417_145320_resizedDie drei durften die adretten neuen Kombinationen aus weißem Shirt und goldenem Faltenröckchen tragen, die Oma für alle drei auf Mallorca gekauft hatte. Nach einem kurzen Abstecher ins Krankenhaus (meiner Mutter ging es schon etwas besser), brachen wir Richtung Siegerland auf. Etwas mulmig war es uns schon, mit Sommerreifen in den Schnee zu fahren, aber wer hatte bei der Verabredung denn gedacht, dass es Ostern nochmal schneit?

20170417_141007_resizedOpa freute sich an seinen jüngsten drei Enkelinnen, diese an ihm – und an den tollen Überraschungen, die sie von ihm bekamen. Die Cafeteria war geschlossen, wie stets an Feiertagen, also aßen wir mitgebrachten Kuchen und tranken dazu Pfefferminztee aus dem ebenfalls mitgebrachten Wasserkocher. Heinz und ich lieben nämlich beide Tee, er verträgt Pfefferminz ab besten, also war klar, was in den Picknickkorb kam.

20170417_153132_resized
Zurück im Galopp

Es war ein guter Tag für Heinz, er hatte sogar Lust, den Mädels den Goldfischteich auf der Rückseite des Heims zu zeigen und lud Cari ein, auf seinem Rollator mitzufahren. Aurelia und Nele amüsierten sich in den Resten des zusammengeschobenen Schnees. Als sie die vielen Fische sahen, waren sie kaum davon abzubringen, in den Teich zu klettern. Auch Bathida hätte sich gerne bedient, so ein großer Wassernapf, noch dazu gut gefüllt mit orangeroten Appetithäppchen. Auf dem Rückweg mussten wir sogar flitzen, denn ein eiskalter Regenschauer erwischte uns genau an dem Punkt, der am weitesten vom Gebäude entfernt war.

20170417_202942_resized20170417_202854_resizedDurch ein Missverständnis hatten wir für jede Minimaus nur eine Ersatzwindel dabei. Eigentlich kein Problem, denn wir hatten beide zuhause frisch gewickelt und wickelten sie erst wieder unmittelbar vor dem Aufbruch in Dillenburg. Cari war aber der Auffassung, nach dem Windelwechsel sofort ein großes Geschäft in die neue Windel machen zu wollen, und zwar in einem Umfang, dem die Größe Maxi plus nicht gewachsen war. Was tun? Sie einfach so in den Sitz setzen war keine Option. Nach anderthalb Stunden Fahrt wäre der Sitz nass und braun, der Popo wund und rot. Ein netter Pfleger half uns mit einer Windel aus – in einer Größe, die auch um mein Hinterteil bequem passen würde. Wir amüsierten uns köstlich. Er brachte vor, dass sie auch viel mehr Volumen aufnehmen könne, als unsere. Also informierte ich ihn darüber, dass wir den nächsten Windelwechsel für Freitag einplanen. Das riesige Ding war zwar nicht leicht anzulegen und reichte bis unter die Achseln, aber hielt perfekt dicht bis zuhause.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.