Zwei meiner Mädels haben im Urlaub viel gelernt: Aurelia fährt jetzt sicher Fahrrad und Bathida schwimmt angstfrei.

Aurelia hat ihr Fahrrad mit in den Urlaub genommen. Ich gratuliere mir jeden Tag mindestens fünfmal dazu, ihr dies vorgeschlagen zu haben.

In der Woche vor unserer Abreise hatte sie auf sanften väterlichen Druck hin erste Versuche auf dem Fahrrad ohne Stützräder gemacht und fuhr das erste Mal frei (als ich nicht mehr hinterher gerannt kam. Dieser erste Lernerfolg sollte nicht gleich wieder verpuffen, also kam das Rad mit.

Unser Weg von der Ferienwohnung zum Hundestrand ist ungefähr 800 m lang, das schafft sie zwar auch zu Fuß, aber mit dem Rad macht es einfach viel mehr Spaß. Täglich gewinnt sie an Sicherheit. Inzwischen kann sie mit Handbremse UND Rücktritt bremsen, auf dem Gehweg drehen, ohne die Füße auf den Boden zu setzen und fährt auf jedem Untergrund. Gestern sogar auf Sand bis zum Strandkorb. Das war ausnahmsweise möglich, denn es hatte geregnet und ging leicht bergab. Sie traut sich sogar, beim Abbiegen die eine Hand auszustrecken und hat verstanden, dass sie auf dem Fußweg/Radweg fahren und an Querstraßen halten muss. Wenn man den Ständer benutzt, erspart man sich ein hingeworfenes Fahrrad. Voller Stolz fährt sie auch kürzeste Strecken mit dem Rad. Welch eine Entwicklung für meine große Maus, sie hatte immer so viel Angst davor, vom Rad zu fallen.

So geht Schwimmen!

 

Das neu gewonnene Selbstvertrauen wird sofort investiert. Und zwar in Schwimmstunden für Bathida. Aurelia hatte sich vorgenommen, dass Bathida am Ende der Reise schwimmen kann, ohne Angst zu haben. Dafür lieh sie ihr sogar ihren Schwimmreifen und machte Trockenübungen mit ihr. Wir mussten uns echt das Lachen verkneifen, denn ihr war es ein ernstes Anliegen.

Meint ihr, das kann ich auch?

Jeden Tag gehen wir mit Bathida mindestens zweimal ins Wasser. Sie kann ja schwimmen, das wissen wir von einigen Stürzen ins Wasser. Aber sie hatte bislang dabei immer eine riesige Angst. Wenn Maxim schwimmen ging, versuchte sie immer laut bellend (sie bellt sonst nie), ihn davon abzuhalten. Drängte er sich an ihr vorbei, rannte sie total hysterisch am Ufer hin und her und kam erst zur Ruhe, wenn er wieder am sicheren Ufer war. Schwimmen war also für sie mit Gefahr verknüpft.

Schwimmen macht Spaß, von Tag zu Tag mehr!

Ob eine Woche reicht, wusste ich nicht. Aber einen Versuch war es wert und die Bemühungen waren von Erfolg gekrönt. Am ersten Tag ging es nur mit der Sicherheit der Leine, sie mit allen vier Pfoten ins Wasser zu bringen. Von Tag zu Tag ging sie lockerer mit mir dem Meer entgegen, am dritten Tag so tief, dass die schwimmen musste. Am letzten Tag schwamm sie ohne Leine neben mir her, und zwar sowohl aufs Ufer hin als auch davon weg.

Bis sie gerne und von sich aus zum Schwimmen ins Wasser geht, müssten wir wohl noch ein paar Wochen dranhängen. Doch sie weiß nun, dass sie im Wasser keine Angst haben muss, weil Aurelia und ich uns neben ihr total entspannt im Wasser bewegen. Sie schwimmt sogar durch kleinere Wellen und versucht, nach den Schaumkronen zu schnappen.

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So eine mutige Maus. Da verzeihen wir ihr sogar, dass sie sich nach dem Schwimmen immer erst am Strandkorb schüttelt, sich danach eine Mulde gräbt und wir vom Aushub paniert werden.

 

4 Gedanken zu „Trainingsstunden im Urlaub – ein voller Erfolg!

  1. Ein Neufundländer mit Angst vorm Schwimmen! :-)) So viel zum Thema rassetypische Charaktereigenschaften.
    Woher hast Du Bathida eigentlich, dass sie so offensichtlich gar nichts kannte. Zwingerhaltung? Zuchtstation?

    • Ja, richtig: Balou, mein erster Neufi, ging zwar angstfrei mit mir ins Wasser, dann ohne jede Schwimmbewegung unter. „Wasserrettungshund“ bekam für mich bei ihm eine andere Bedeutung, weil ich meinen Hund aus dem Wasser retten musste.

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