Die Autorin und ihr Erstlingswerk

Die eigenen Kinder kommen nicht auf andere Leute.

Bestes Beispiel dafür ist Aurelia.

Gestern steckte sie morgens einen Stapel Blätter in den Schulranzen. Ich fragte, was das ist und sie antwortete: „Ein Buch für Miss Wantuch!“ – „Aha! Um was geht es in dem Buch denn?“ – „Sie kommt doch aus Kanada und ich will ihr helfen, Deutsch zu lernen. Ich habe ihr ein Wörterbuch geschrieben.“

Ganz allein hatte sie zwei Blätter mit Pferdemotiven bemalt und zwei Blätter mit Erklärungen beschrieben. Darin erklärt sie, dass „horse“ in Deutsch „Pferd“ heißt und „Pony“ in beiden Sprachen das gleiche Wort ist. (die jeweils zweiten Zeilen sind Bildunterschriften: My little Pony und Pinky Pie)

Ich werde ihr bei passender Gelegenheit dazu raten, die Dienste einer Lektorin in Anspruch zu nehmen. Erst einmal darf sie stolz auf diese eigene Leistung sein. Nur beim Zusammenheften der Seiten musste Oma helfen. Warum das Buch von hinten nach vorne gelesen werden muss, konnte sie mir nicht erklären. Vielleicht liegt es einfach nur an meiner Mutter, die auf der falschen Seite geheftet hat. Vielleicht sieht sie mich zu oft in Büchern, Zeitschriften und Katalogen von hinten nach vorne blättern. Vielleicht gibt es ja in einer unserer Ahnenreihen arabische Wurzeln. Vielleicht ist das auch ein Manga. Wir wissen es (noch?) nicht.

Ich durfte mit Erlaubnis der Autorin für euch ein e-Book daraus machen:

 

Ein Gedanke zu „Meine Tochter, die Buchautorin

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