Tür 8 ist die Waschmaschinentür.

Sie ist Star des Tages, weil sie in einem Haushalt mit drei Kindern und Hund eine der wichtigsten Türen ist. Ist die Waschmaschine defekt, wächst innerhalb einer Woche der Wäscheberg in eine Höhe, die das Besteigen nur noch mit Sauerstoffgerät möglich macht.

Wäsche waschen ist eine Tätigkeit im Haushalt, die ich mag. Ich sortiere einen größeren Berg gerne nach Farben. Ist es nur ein kleiner Hügel, wird immerhin nach hellbunt – dunkelbunt – weiß getrennt. So viel Zeit muss sein.

Ich kann es nicht verstehen, wie sich Menschen in Sachen wohl fühlen, die alle grau gewaschen sind. Mindestens vier Frauen aus meinem Umfeld machen das, obwohl sie ansonsten immer den Eindruck der perfekten Hausfrau aufrecht erhalten wollen. Doch die T-Shirts ihrer Männer und Kinder verraten sie. Alles wird unsortiert in die Maschine geworfen. Bei dieser Behandlung ist das weißeste Küchenhandtuch oder Kinderkleidchen nach dem dritten Waschgang grau und hässlich. Schade um das viele Geld, was sie für bunte Kleidung ausgegeben hatten.

P.S. In meiner Kindheit und Jugend haben wir aus alten Waschmaschinentüren die Glasfester ausgebaut und zur Salatschüssel aufgewertet. Sie sind sehr robust und hitzebeständig. Das nennt man wohl inzwischen Upcycling und passt zu meinem Ruf als Öko-Dörthe.

 

6 thoughts on “Adventskalender 2017 – Tür 8

  1. Ich weiß nicht, wie das geht, mit der grauen Wäsche, vermutlich liegt es nicht am Trennen, sondern am Waschen selbst, der Waschhäufigkeit oder an der Behandlung nach dem Waschen.
    Ich kann gar nicht trennen, weil ich allein lebe und nicht so viele Klamotten habe, dass die Maschine bei ordentlicher Trennung überhaupt voll würde. (Ökotusse)
    Trotzdem werden meine Klamotten nicht grau, das sieht man an dem weißen Gi, den ich ja trage. Im Dojo gibt es sehr vereinzelt mal jemanden mit grauem Gi.
    Ich habe keinen Trockner, vielleicht liegt es daran. (Ökotusse) Der Gi kommt, wenn möglich zusammen mit Handtüchern in die Maschine, das ist das Maximum der Trennung. Getrocknet wird auf dem Trockenboden und im Sommer hänge ich ihn auch schon mal in die pralle Sonne, was ja auch bleicht. Da bleichen dann aber gerne mal die bunten Klamotten aus. Vorigen Winter habe ich ab und zu Sachen im Trockner meiner Mutter getrocknet, weil ich sowieso immer zwischen zwei Häusern hin und her rennen musste. Darunter haben die Plünnen sichtlich gelitten. Eine Jeans ist sogar eingelaufen, obwohl sie schon gut eingetragen war.

  2. Also ich bin auch ein eher „sorgloser“ Wäscher aber dunkel und hell versuche ich auch zu trennen. Socken und Unterwäsche wasche ich auch meist bei 60°, sonst ist die 30° Wäsche mein bevorzugtes Program.

    Seit einiger Zeit gibt es die Werbung mit einer Waschnmaschine mit separater Klappe, die sich auch öffnen lässt wenn der Waschgang schon läuft. Ich stelle immer wieder fest das viele diesen innovativen Gedankne nicht erkennen. Wie oft renne ich durch die Wohnung um sicherzustellen, dass alles was in die MAschione kann/soll auch drin ist und „Sekunden“ nachdem sie läuft…..taucht noch was auf…..Wenn meine jetzige kaputt geht, will ich so eine.

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