Das Plakat im Wartebereich steigert die Spannung
Unser netter Spielleiter beim Erklären der Regeln

„Escape Room“ stand auf meiner Liste der Attraktionen für die Köln Maus und Rheinland mit Kindern. Nur vage ahnte ich, was das ist. Mit den Worten „Wir werden in einen Raum eingeschlossen und müssen innerhalb von einer Stunde zu einem Team zusammenwachsen und eine gemeinsame Aufgabe lösen!“ versuchte ich, potentielle Recherchehelfer zum Mitmachen zu überreden. Ich hatte keine genaue Ahnung, ob ich mit der Beschreibung richtig liege, war aber wohl so überzeugend, dass Bonnie und Rebeka ihre Kinder dazu brachten, mit uns zu kommen.

Am Dienstagvormittag war es dann so weit. Levi, Nele und Cari saßen sicher und geborgen im Kindergarten. Rebekas Mann und meine Mutter waren für die Erzieherinnen auf StandBy, falls wir das Rätsel nicht gelöst bekommen hätten und bis ans Ende der Zeit in der Magischen Bibliothek hätten bleiben müssen. ;o)

Immerhin hatten wir die Wahl, was wir als Pfand abgeben…

Pünktlich standen Rebeka, Ben, Aurelia und ich vor dem Eingang der Agentur für Zeitreisen, Quantenmagie und Abenteuer im Ubierring. Huh, was für ein altehrwürdiges Gebäude! Uns war irgendwie schon vorher klar, dass wir ins Untergeschoss mussten. So stellt man sich eben einen Escape Room vor. Der Escape Room Köln passt also perfekt zu unseren laienhaften Erwartungen.

Ungeduldig warteten wir auf Bonnie und ihre Kinder, die so sehr von einem inkompetenten Navi, dem chaotischen Kölner Innenstadtverkehr und der prekären Parkplatzsituation gebeutelt waren und erst 20 Minuten später eintrafen. Oh, wie glücklich waren wir, dass der nette Spielleiter uns trotzdem noch Zutritt zur magischen Bibliothek verschaffte und dies nicht einmal von unserer Spielzeit abzog.

Ob diese Hüte wohl magische Kräfte entfalten?

Dem Anlass angemessen hatten sich die drei jüngsten aus unserer Gruppe in Umhänge gehüllt. Im Wartebereich probierten sie außerdem verschiedene lustige Hüte aus. Aurelia nahm zur Sicherheit auch ihren Lillifee-Zauberstab mit in die Bibliothek. Wir hatten ja in der Anmeldebestätigung erfahren, dass der Prüfungsstoff für unsere Prüfungsgruppe aus den Fächern Alchemie, Zaubersprüche, Hellsehen und Dunkle Künste besteht. Und für einen anständigen Zauberspruch benötigt die Junghexe von Welt natürlich auch einen Zauberstab.

So hell war es nur, weil Rebeka geblitzt hat, die Kerzen waren herrlich funzelig

Wenn ihr nun erwartet, dass ich euch verrate, was wir im Einzelnen in der Bibliothek erlebt haben, muss ich euch enttäuschen. Das bleibt unser Geheimnis. Für den Fall, dass ihr das auch einmal erleben wollt, will ich euch nicht den Spaß nehmen.

Die Alchemieprüfung

Kein Geheimnis verrate ich, wenn ich erzähle, dass wir uns vielen (leichten –  schwierigen – höchst kniffeligen) Prüfungen stellen mussten und uns die Zeit nur so durch die Finger rann. Und das, obwohl wir uns über den Raum aufgeteilt hatten und mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigten.

Es war perfekt, dass unsere Gruppe ziemlich heterogen war. Jeder leistete einen wichtigen Beitrag zum Gesamtergebnis, egal wie alt oder groß oder ruhig oder mutig oder hektisch oder detailverliebt oder forsch oder neugierig oder sehstark er war. Selbst unsere Leseanfängerin konnte sich an vielen Stellen nützlich machen. So perfekt, wie sie sich auf Zaubersprüche/Zauberstäbe verbereitet hatte, wunderte mich nicht, dass ausgerechnet sie das Rätsel knackte, bei dem es um die Wahl des richtigen Zauberstabes ging, um ein Schloss zu öffnen.

Meine Urkunde
Die Prüfungsgruppe

Am Ende jedenfalls verließen wir alle mit glühenden Wangen die Bibliothek. In der Hand je ein „Diploma Ars Magica“, in dem uns offiziell der Rang von Magiern ersten Grades verliehen wurde. Vor lauter Stolz waren selbst die Quasselstrippen Ben und Aurelia andächtig ruhig.

Das Siegel ist rechts oben

Als dann Aurelia in ihr Ferientagebuch auch noch ein Siegel des Team X in frisch getropftes Wachs gedrückt bekam, war ihr Glück perfekt.

 

Danke, liebes Team X für diese fantastische neue Erfahrung. Alle haben unabhängig voneinander, aber übereinstimmend gesagt, dass der nächste Raum auch bald in Angriff genommen werden wird.

Danke, lieber Ben und Max, liebe Rebeka, Tori und Bonnie für die Begleitung und das Teamerlebnis.

 

P.S. Ein Tipp an meine Leser mit größeren Kindern: unter dem Pseudonym Magnus Myst hat der Chef dieses Escape Rooms „Das kleine böse Buch“ geschrieben

 

Besondere Momente:

Ben hat den Durchblick
Ingrid trifft ihren Traummann
Aurelia sieht in die Zukunft

 

3 thoughts on “In der magischen Bibliothek von Team X

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