Ich bin gerne Mutter. Eigentlich! Es gibt da eine Ausnahme, und zwar wenn die Kinder aus dem Kindergarten oder der Schule nach Hause kommen und einen Arbeitsauftrag für mich mitbringen, der mit Basteln zu tun hat. Das verhagelt mir alle Jahre wieder den Advent.  Hausaufgaben der Mütter (!) übers Wochenende war es,

  1. für die Weihnachtsaufführung der Little Dragons Weihnachtsmützen enger zu nähen-> eine lösbare Aufgabe: Ich habe mich mit je einem eingezogenen Hosengummi aus der Affäre gezogen
  2. für die Weihnachtsfeier der Starfishes das Kind als Geschenk zu verkleiden.-> Ratlosigkeit – Google Bildersuche – Kopfschütteln – Insichgehen – Verzweiflung – Befragung anderer Betroffener – kollektive Ratlosigkeit – Resignation – Trotz

    Sieht doch ganz okay aus, oder?

    Nachdem ich all diese Stationen durchlaufen hatte, blieb es bei dem alles beherrschenden Gefühl von Trotz. Mit einem unausgesprochenen „Ich könnt mich alle ‚mal am A…bend besuchen“, einem „wisst ihr eigentlich, dass es auch berufstätige Mütter gibt, die noch dazu mehr als ein Kind haben und genau deshalb kein ganzes Wochenende Zeit für solch eine dämliche Bastelaktion haben!“ und einem „Jetzt erst recht! Natürlich bekommt auch mein Kind ein schönes Kostüm, aber ihr glaubt doch wohl nicht ernsthaft, dass ich den ganzen Tag damit zubringe, aus Stoff & Schaumgummi bzw. Pappkartons und Geschenkpapier so etwas zu bauen!“

    Der einstudierte Tanz klappt auch damit

    griff ich mir eine riesige Geschenktüte, die Aurelia vor vier Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte, knotete die Trageschnüre um, schnitt den Boden heraus und verzierte sie mit etwas Glittergirlande, die meine Mutter noch übrig hatte.

    Jaja, einige Einzelkind-Mütter haben das ganze Wochenende geschnitten, geklebt, genäht, gepolstert, verziert, bemalt,… und kamen vollkommen entnervt mit ihren Werken in die Schule. Andere hatten die Aufgabe an die Oma, die älteren Geschwister oder das Au Pair delegiert. Wir alle waren uns einig, dass dies ein bescheuertes Kostüm ist und man besser die Kinder im Unterricht eigene Kostüme selbst hätte anfertigen lassen. Aber so geht es mir seit Aurelias erstem Kindergartenjahr und es ist kein Ende in Sicht. warum sagt einem keiner vor der Schwangerschaft, dass so etwas auch von Müttern verlangt wird???

Geht für Cari nur auf Zehenspitzen

Verkleiden macht Spaß

 

2 Gedanken zu „Keine Gnade mit Bastel-Deppen und Working Mums

  1. Liebe Ingrid,
    Obwohl ich nur eine Einkind-Mama bin, sind solche Mütter Hausaufgaben auch für mich total nervig….. genauso wie Schulgedichte auswendig lernen….
    Ich kann es dir daher sehr gut nachvollziehen.
    GLG
    Susanne

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