Wenn die Escape-Spieler nicht zu Spybrain kommen können, kommt Spybrain eben zu den Spielern.

Ob sich die Macher genau dies gedacht haben, weiß ich natürlich nicht. So empfand ich es zumindest und habe im Dezember die ersten beiden Teile spontan gebucht. Ich weiß ja von unserem Besuch in der Magischen Musikmaschine, dass Spybrain ein Garant für gut durchdachte Escape Spiele ist.

Wie schön, dass ich Silke und BiBo wieder als Mitspielerinnen gewinnen konnte. Nun haben wir das dritte und letzte Spiel hinter uns und sind begeistert. (Also zumindest ich)

Die Geschichte:

Eine Journalistin verschwindet spurlos. Sie hatte es vorher mit einem kriminellen Konsortium aufgenommen. Wir Spieler schlüpfen in die Rolle ihres Assistenten Sascha. Denn er muss herausfinden, wo und warum sie verschwand. Dazu muss er hinter ihre Notfallprozedur kommen, taucht in die Kölner Unterwelt ein und folgt der Spur seiner Chefin in ein fernes Land.

Der Ablauf:

Unter www.spybrain-escape.de/spiele.html kauften wir das Spiel ein, erhielten umgehend eine Quittungsmail mit dem Zugangscode und los ging es!

Wir lösten Rätsel, durchsuchten Räume, decodierten Nachrichten, tappten im Dunklen, kochten Hähnchencurry und lauschten in die Rechner rein. Dabei stellten wir in Episode 2 fest, dass ausgerechnet diejenige von uns, die sich ein Hörgerät anpassen lassen will, das beste Gehör hat und das entsprechende Rätsel knacken konnte. Wir haben einige Webseiten kennengelernt, die ich bestimmt noch einmal zu anderen Zwecken aufsuchen werde.

Einige Details:

  • Alle drei Episoden sind in Deutsch oder Englisch erhältlich.
  • Es ist ein Browserspiel, das heißt, ihr braucht einen Internetzugang und es wird nicht auf den Rechner geladen
  • angelegt sind die Teile für eine Spieldauer von etwa 60-80 bzw. 80-120 Minuten. Wir haben für den ersten Teil 45 Minuten benötigt, für den zweiten fast 2 Stunden und für den dritten etwas mehr zwei Stunden.
  • Es gibt aber keine Zeitbegrenzung. Selbst wenn wir vier Tage und vier Nächte durchgegrübelt hätten, wäre das okay gewesen.
  • Man kann das Spiel auch unterbrechen und erst am nächsten Tag weiterspielen, denn es speichert automatisch.
  • Es ist allein spielbar, macht aber im Multiplayer-Modus viel mehr Spaß. Wir haben zu dritt an drei verschiedenen Orten gespielt, parallel dazu eine Videokonferenz. (Tipp: wenn der Sound durch die Konferenz mehrfach zu hören ist, helfen Kopfhörer)
  • Keiner muss verzweifelt aufgeben, wenn ein Rätsel wirklich zu schwierig ist. Die Spybrains haben ein mehrstufiges Hinweissystem eingebaut.
  • Altersempfehlung? Ich schätze, das Zwölfjährige es allein spielen können. Zusammen mit Erwachsenen sind die meisten Rätsel aber schon ab 8-9 Jahren zu verstehen. Kaum Gruselfaktor, deshalb kein Problem mit jüngeren Mitspielern.

Die Reihenfolge:

  1. Die Notfallprozedur
  2. Die Spur im Untergrund (am 30.12.2020 ausgezeichnet mit dem Bullseye Award 2020 in der Rubrik „best storyline“)
  3. Das Herz des Berges

Quanta Costa?

Wir haben für jede Episode 10 Euro bezahlt, das war der Einführungspreis. Seit 18.01.2021 kosten die Episoden je 15 Euro. Dieser Preis ist ebenfalls mehr als gerechtfertigt für 1-2 Stunden Knobelspannung.

Interaktiv:

Die Spybrains schauen genau hin: Ich erhielt eine Nachricht von ihnen, dass wir die ersten Nichttestspieler waren, die das komplette Spiel bezwungen haben.

Ausblick:

Sobald es rechtlich geht und wir einen gemeinsamen Termin finden, werde ich meine beiden Mitspielerinnen davon überzeugen, dass wir uns nun auch im richtigen Escape Room Die Reisende auf die Spuren der Journalistin begeben und die Welt retten.

*Werbung? Ja sicher! Und zwar aus Überzeugung durch Nennung des Anbieters und des Produkts. Die Spiele haben wir natürlich selbst bezahlt. Wenn ich mit meinem Kauf diese pfiffigen Escape Game Erfinder in der Coronakrise retten könnte, würde ich sogar viel tiefer in die Tasche greifen.

4 thoughts on “Spieltipp: Spybrain-Trilogie

  1. Hatte ein wenig was von „Cobra, übernehmen Sie“. Ich wäre an einigen Rätselstellen nicht so schnell vorwärst gekommen, aber Ingrid hatte den Dreh raus. Technisch ist es ausbaufähig.

  2. Hat Spaß gemacht. Außer am Anfang von Episode 3, als bei mir nichts klappte.
    Jetzt am letzten Tag waren wir wieder alle synchron.
    Übrigens habe ich auf dem Webex-Bildschirm auf der Suchen ach dem Ton noch einen Schalter: „Nebengeräusche abmildern“ gefunden. Damit kam auch nicht Euer Ton dauernd mit. Ich habe heute ohne Kopfhörer gespielt.

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