…heißt das noch lange nicht, dass wir keine Post bekommen.

Im Gegenteil! An vielen Tagen lagern sogar recht viele Pakete und Päckchen in unserem Flur. Für die Zusteller sind wir so eine Art inoffizielle Packstation für unsere Nachbarn. Sie sind ja tagsüber auf der Arbeit, wenn die Boten kommen. Das ist ein echter Vorteil meiner Tätigkeit: ich arbeite entweder zuhause oder richtig weit weg.

Jedoch ist es ewig her, dass bei uns ein Paketbote geklingelt hat.

Unser rumänischer Hermesbote Henk hat Angst vor Hunden. Er klopft immer ans Arbeitszimmerfenster. Wenn ich nicht reagiere, versucht er es an den anderen Fenstern.

Unser somalischer UPS-Bote Johnny hat viel größere Angst als Henk. Er steigt nicht einmal aus dem Lieferwagen, sondern hupt so lange, bis ich ihn höre oder einer der Nachbarn sich seiner annimmt.

Vladimir von dpd kippt die Fracht ganz nach Belieben im Fahrradanhänger, im Buggy, Auf der Bank oder im Fahradkorb ab, manchmal finden wir seine Pakete auch in der Garage.

Unser DHL-Fahrer Didi aus Syrien kommt nicht gegangen, sondern so schnell geflitzt, dass sein Pferdeschwanz lustigem hüpft. Er ruft ganz laut nach mir und schaut auch im Garten nach.

Dieses lustige Völkchen aus aller Welt mag ich sehr. Sie sind freundlich, höflich und hilfsbereit. Sie trugen während der Schwangerschaft oder wenn ich beide Babys auf dem Arm hatte auch schon ‚mal ein Paket für mich in die Küche. Mit meiner Mutter halten sie gern noch ein Schwätzchen, wenn diese im Vorgarten arbeitet. Kürzlich habe ich Didi dabei beobachtet, wie er ein aus dem Buggy hängendes Bein (an dem ein schlafendes Baby hing) ganz vorsichtig wieder in den Wagen hob. Gestern winkte mich Henk sogar heran, als ich ihm am anderen Ende des Dorfes mit dem Fahrrad entgegen kam, um mir ein kleines Päckchen auszuhändigen. Alle sind auch dazu in der Lage, unsere Päckchenklappe zu finden und zu benutzen. Das war nicht immer denkbar. Bis zum Frühjahr hatten wir einen Fahrer, der es Samstags mehrfach fertig brachte, kleine Päckchen in die Postfiliale zu bringen, ohne auch nur einen Zustellversuch zu machen. Nicht einmal eine Benachrichtigungskarte waren wir ihm wert. Wie gut, dass es ihn nicht mehr auf unserer Route gibt.

Hach, das sind so Momente, in denen ich sehr froh darüber bin, nicht in der Kölner Innenstadt zu wohnen.

All diese netten Herren haben in den letzten Tagen viele schöne Sachen gebracht. Im Nachklapp zur TourNatur habe ich ein Päckchen mit zwei Hosen von Maier Sports und ein Paket mit knusprigem Inhalt von Innosnack erhalten, durch das wir uns momentan durchfuttern. Über die Qualität des Inhalts werde ich berichten. Außer Tausend anderen Dingen kam diese Woche auch meine Kamera wieder an. Über den Service bin ich sehr zufrieden. Ich hatte sie ja eingeschickt, weil die USB-Klappe abgebrochen war und um eine Rechnung gebeten, weil es ja eindeutig kein Garantiefall ist. Statt einer Rechnung erhielt ich die Information, das neben der USB-Klappe auch das (stark verkratzte) Display ausgetauscht worden sei, sie innen gereinigt wurde und jetzt eine aktualisierte Software hat. Sehr nett. Danke schön!

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Post aus dem Wartberg Verlag. Hurra!
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Weihnachtsgeschenke Mitte September

Das heutige Paket hatte es in sich. Nämlich mein neues Buch „Weihnachtsgeschichten aus der Eifel“ im Wartberg Verlag. Ich bin zufrieden mit meinem ersten belletristischen Buch. Irgendwie fühlt es anders an als die Reiseführer, die ja reine Gebrauchsliteratur sind. Hier durfte ich kreativ sein, mir Personen ausdenken und handeln lassen. Ich musste es sogar. Viele der Geschichten haben eine autobiografische Basis oder wurden mir von Freunden erzählt. Ich bin gespannt, ob sie sich im Buch entdecken.

Wir haben gleich die Gelegenheit genutzt, unsere diesjährigen Weihnachtsgeschenke einzupacken, acht davon sind schon verteilt, der Rest folgt morgen und am Montag. In diesem Jahr fällt bei mir daher der Weihnachtsstress aus, ich brauche nur noch ein paar Kleinigkeiten für die drei Mädels und bin mit dem Thema Weihnachtsgeschenke durch!

 

 

6 thoughts on “Wenn der Postmann gar nicht klingelt…

  1. Hallo Ingrid!Na da bin ich ja gespannt-ich habe dein Weihnachtsbuch in unserer örtlichen Buchhandlung vorbestellt. Wenn bei dir die ersten Exemplare eingetroffen sind,kann ich ja nun mit dem Anruf rechnen dass auch meins da ist…
    Bleibst du künftig deinen Reiseführern treu oder reizt es dich, jetzt nochmal auf „fremden Pfaden “ zu wandern? 😉

    Lg

    1. Ach?! DU warst das mit der Vorbestellung!

      Spaß beiseite: Das war eher Zufall und lag nur daran, dass ich mich in der Eifel auskenne, also auch Anekdoten und Bräuche kenne.

      Ansonsten denke ich eher „Schuster bleib bei deinen Leisten“, die Reiseführer liebe ich nach wie vor sehr. Ein Großteil meiner Reiseführer muss ja zum Glück auch für Folgeauflagen nachrecherchiert werden. Ein Roman o.ä. ist von mir in den wohl erst zu erwarten, wenn meine Knochen das Wandern nicht mehr mitmachen.

  2. Meine Exemplare waren auch schon in der Post, wie Du ja weist.

    Ja mit den Paketboten kann man was erleben. Der von DHL ist supernett. Von hermes sind es ständig wechselnde und in letzter Zeit mach die sich auch noch unbeliebt. Es ist nun schon 2 mal vorgekommen, das sie ein Paket bei den Nachbarn im EG abgegeben habe OBWOHL ich den ganzen Tag zuhause war.
    Ich merkte es nur, dass ich eine „ist ausgeliefert Mail“ vom Versender bekam.

  3. Heute habe ich meine Exemplare endlich eingepackt und beschriftet, Freitag gehen die ersten Exemplare an Freunde und Samstag schon die nächsten. Eines habe ich Bookcrossing „anvertraut“ damit habe ich meine Lieferung dann „unter die Leute gebracht“

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