20170325_100600_resizedUnser neuester Mitbewohner gehört eindeutig in die Schublade „Dinge, die die Welt nicht braucht“. Wir lieben ihn dennoch heiß und innig.

Gemeint ist unser Kuchen-Karlchen. Genauer: Karl I. von Guglhupfhausen

Das eine Backform und ein bauchloses Männchen, dessen Bauch entweder aus einem in der Form gebackenen Kuchen oder aus zwei Tellern für Obst/Gebäck besteht. Wir haben ihn uns mit Payback-Punkten ersammelt. Hersteller ist die Firma Caketakes, die per youtube-Video sogar Rezepte für einen Kartoffelsalat-Bauch bereit hält. Wir mögen es lieber etwas klassischer und haben die zwei im Lieferumfang enthaltenen Kuchenrezepte ausprobiert:

Nuss-Möhre-Banane schmeckte köstlich, missriet aber völlig, weil die Backzeit nicht stimmte und der Kuchen innen noch roh war. Den Kindern gegenüber betonte ich – wie alle Generationen Mütter und Omas in unserer Familie – dass das Naschen von rohem Teig ungesund ist. Kaum sah ich sie zufrieden im Garten spielen, löffelte ich den warmen halbflüssigen Teig aus der Mitte heraus.

Was meint ihr?

Bin ich jetzt eine Rabenmutter, weil ich hinter ihrem Rücken vom Teig nasche oder eine Helikoptermutter, die sich selbst opfert, um körperlichen Schaden von ihren Kindern abzuhalten?

Ach, egal, war lecker!

20170323_141325_resizedDer nächste Versuch war ein Kirsch-Marmorkuchen, bei dem ich aus der letzten Erfahrung heraus die Backzeit einfach um 50 % streckte. Dieser Kuchen gelang prima und schmeckte ebenso gut, die Kirschen machten ihn herrlich saftig. Das ist praktisch an diesem Kuchen: er muss auf die Länge eines Plastikstocks gekürzt werden, der seinem Inneren Stabilität gibt und die Verbindung von Kopf und Hose darstellt. Der Teig war gut aufgegangen und musste um 2 cm gekürzt werden. Dieser Ausschuss war ein köstlicher Nachmittagskaffee für meine Mutter und mich.

20170325_093418_resizedDoch das Beste kam noch. Wir machten unser Karlchen schick: Als erstes bekam der Kuchen einen Schokomantel, damit die Kirschen nicht alles Weitere aufweichten. Der zweite Mantel bestand aus ganz dünn gerolltem Fondant. Während Aurelia den Mantel mit selbst ausgeroltlen uns ausgestochenen türkisen Fondantfiguren dekorierte, formte ich die Arme.

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Karl, der Rosenkavalier

Nele und Cari futterten sich durch verschiedene Deko-Zutaten und hatten am Ende überall Schokostreusel, Fondant, Zuckerperlchen und Marzipan kleben. (Bathida blieb nicht verschont, ich musste auch ihr all diesen klebrigen Kleinkram aus dem Fell entfernen) Leider aßen sie auch fast alle Esspapier-Blüten auf. Nur eine einzige konnten wir Karlchen in die Hand drücken.

Na? Wie gefällt euch der fertig angezogene Kuchen-Karl. Obwohl – vielleicht ist es auch eine Karla?

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Oder ist es ein Mädchen?

Wir waren stolz auf uns und belohnten uns mit einem köstlichen Stück Kuchen. Ich war erstaunt darüber, dass ich manchmal tatsächlich ein Vorbild für meine Kinder bin. Alle drei sahen mir zu, als ich das Fondant abpulte, bevor ich den Kuchen aß. Das machten sie mir nach, obwohl sie vorher voller Genuss davon hatten.

Der zweite Probelauf war daher rundherum erfolgreich und wir wissen, dass Kuchen-Karlchen die zentrale Rolle beim Geburtstag der Zwillinge im Kindergarten spielen wird.

4 Gedanken zu „Unser Kuchen-Karlchen

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