Meine Nerven liegen blank: Die externe Festplatte ist heruntergefallen und ich konnte nicht mehr darauf zugreifen. Also habe ich sie zu einer Datenrettungsfirma gebracht, die mir grade mitteilte, dass wohl einige Teile der Festplatte physikalisch so stark beschädigt sind, dass auf die dort befindlichen Daten nicht zugegriffen werden kann.

Ich Schussel hatte, als der Rechner Anfang 2015 manchmal zickte, „zur Sicherheit“ all meine Manuskripte, Fotos und GPS Tracks nicht mehr im Rechner, sondern auf der externen Festplatte gespeichert. Immer im Hinterkopf stand der Vorsatz, mir eine zweite externe Festplatte zu kaufen, um die Daten darauf zu sichern.

Bei diesem Vorsatz ist es geblieben. In der letzten Phase meiner Schwangerschaft und nach der Geburt der Zwillinge haben Schwangerschaftsdemenz, Stilldemenz – und jetzt nach dem Abstillen wohl schon Altersdemenz? – gemeinsam daran gearbeitet, dass ich daran nicht mehr gedacht habe. Nun ist es zu spät.

Wenn ich Pech habe, sind alle Fotos der Zwillinge und die letzten Fotos von Aurelia ebenso weg, wie alle Fotos, GPS-Tracks und Manuskripte für drei Bücher, die eigentlich in den nächsten Monaten erscheinen sollten. Selbst wenn ich das alles nochmal recherchiere, wandere und schreibe, kommt es zu einer ungeheuren Verzögerung für die Abgabe, das Lektorat, das Layout und den Druck. Und die ersten Babyfotos der Zwillinge sind schier unwiederbringlich. Nur ganz wenige sind noch in der Kamera zu finden gewesen:

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Ich bin wohl ganz grün vor Angst, im Kindergarten wurde ich gestern und heute mehrfach angesprochen, ob ich denn krank sei.

Nun kann ich aber verstehen, warum so viele Mütter im ersten Lebensjahr ihrer Kinder gar nicht arbeiten. Schlafentzug ist eine von den Vereinten Nationen anerkannte Foltermethode. Zu Recht!

Der damit verbundenen Konzentrationsverluste und Gedächtnisstörungen zeigen sich bei meinem Datenverlust aufs brutalste. Es wäre so leicht gewesen, nach dem Speichern noch zu Sichern. Ich hätte nur darüber nachdenken müssen!

Dazu passend erklärt mir im Auto ein Lämpchen ständig, dass noch eine Tür offen sei, was aber gar nicht stimmt. Für diesen eindeutig elektrischen Defekt müsste die Werkstatt mehrere Stunden aus- und einbauen, Kabel ziehen und sonstwie herumfrickeln. Eine solche Reparatur werde ich mir nach der Datenrettung wohl nicht leisten können.

Der Drucker lässt sich seit dem Wochenende auch nicht mehr vom Rechner ansteuern.

Allein gestern und heute habe ich drei Glühbirnen auswechseln müssen.

Seit gestern habe ich von Aurelia drei Reparaturaufträge: Furby, Tablett und Elefun benötigen neue Akkus bzw. Batterien.

Um das Maß voll zu machen ist mir heute morgen (ihr wollt Details? – nach dem großen Geschäft!) das Smartphone aus der Hosentasche in die Toilette gefallen.

Da war der Tiefpunkt erreicht. Nun bin ich ganz unten. Und ich habe euch nur von Technik berichtet. Weder von Gesundheit noch von Zwischenmenschlichem.

So, und nun wünsche ich euch allen einen schönen Tag. Wenn die Technik bei euch nicht so klappt, wie sie soll, erinnert euch an mich. Dann wisst ihr, dass es immer noch schlimmer kommen kann.

4 Gedanken zu „Ganz unten

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